Neuigkeiten zum Corona-Virus vom Montag

Die Länder in Mittel-Deutschland wollen mehr Lockerungen. Die Bundes-Regierung in Berlin sagt:
Die Kontakt-Beschränkungen und die Hygiene-Regeln
sollen noch bestehen bleiben.
Griechenland plant Reise-Lockerungen.

Wirkt fast schon wie aus der Vor-Corona-Zeit: Außengastronomie in Würzburg mit Abstands- und Hygieneregeln
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Der Ministerpräsident von dem Bundes-Land Thüringen
will mehr Lockerungen als die Bundes-Regierung

Der Minister-Präsident von dem Bundes-Land Thüringen
will nicht mehr:

  • dass das Bundes-Land sagt, wie die Menschen mit den Kontakt-Verbot umgehen sollen.
  • und dass die Land-Kreise selbst entscheiden, wie sie mit den Kontakt-Verbot umgehen sollen.

Der Minister-Präsident Bodo Ramelow sagt:
Im März glaubten alle Menschen:
Dass viel mehr Menschen schwer an dem Corona-Virus erkranken.
Weil das die Wissenschaftler sagten.
Jetzt sind aber viel weniger krank geworden in Thüringen.
Nur 33 Menschen sind jetzt im Krankenhaus in Thüringen.
Und nur 13 Menschen von den 33 kranken Menschen
brauchen Intensiv-Betten.

Der Minister-Präsident sagt aber nicht:
Dass sich die Menschen umarmen und anstecken sollen.
Und sie sollen auch weiter den Mund-Schutz tragen.

Aber seit 3 Wochen gibt es keine neuen Corona-Kranken mehr
in den meisten Thüringer Land-Kreisen.
Aber dort arbeiten Corona-Krisen-Stäbe
immer noch rund um die Uhr.
Krisen-Stäbe sind Gruppen von Experten und Politikern.
Diese Krisen-Stäbe können jetzt wieder weg.
Am Anfang der Corona-Zeit waren sie aber wichtig.
Dafür will Bodo Ramelow jetzt die Gesundheits-Ämter stärken.

Bodo Ramelow sagte zum Schluss:
Die Hygiene-Regeln sind weiter wichtig.
Sie müssen weiter eingehalten werden.
Zum Beispiel:

  • in Bussen, Straßenbahnen und Zügen
  • in den Läden.

Das Bundes-Land Sachsen will jetzt auch mehr Lockerungen

Die sächsische Sozial-Ministerin Petra Köpping
sagte heute Mittag:
Es soll jetzt vieles anders werden mit den Corona-Regeln.

Zum Beispiel war es bisher
in den Pflege-Einrichtungen verboten,
seine Angehörigen und Freunde zu besuchen.
Aber es gab Ausnahmen.
Einiges soll jetzt aber anders werden:
Jetzt soll es möglich werden,
seine Angehörigen und Freunde zu besuchen.


Aber es gibt Sachen, die man unbedingt weiter machen soll.
Zum Beispiel:
An den Hygiene-Regeln und die Abstands-Regeln
ändert sich nichts.
Die Menschen sollen auch weiterhin in Bussen, Straßenbahnen und Zügen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Die Sozial-Ministerin sagt weiter:
Die Zahl von Neu-Ansteckungen
sind die Grundlage für das, was wir tun.
Und es gibt 11 Gebiete in Sachsen,
wo keine Neu-Ansteckungen dazu-gekommen sind.

Das Bundes-Land Sachsen-Anhalt will weitere Lockerungen machen, wenn keine neuen Erkrankungen mehr kommen

Die Sozial-Ministerin Petra Grimm-Benne
von dem Bundes-Land Sachsen-Anhalt hat heute gesagt:
Sie will morgen darüber entscheiden:
Wie es mit den Lockerungen weitergehen kann.

In dem neuen Plan für die Lockerungen steht:
Es soll sich keiner mehr mit dem Corona-Virus anstecken.
Deswegen müssen alle Hygiene-Regeln und Abstands-Regeln weiter eingehalten werden.
Dann kann man folgende Lockerungen machen:

Außerdem sagt die Sozial-Ministerin:
Das Bundes-Land Sachsen-Anhalt
will stärkere zusammen-arbeiten

  • mit den Land-Kreisen,
  • den kreisfreien Städten
  • und den Gesundheits-Ämtern.

Dann können sie schneller etwas tun,
wenn es wieder mehr Corona-Kranke gibt.
Das Bundes-Land will schneller helfen.
Und es will beraten.
Und es will nicht warten,
bis erst wieder 35 Menschen von 100.000 krank werden.

Streit zwischen der Bundes-Kanzlerin und den Bundes-Ländern

Die Bundes-Regierung hat heute gesagt:
Das Kontakt-Verbot gelten erst einmal bis 5. Juli.

Aber es gibt auch weitere leichte Lockerungen:
Ab 6. Juli sollen sich wieder 10 Personen
oder Angehörige von 2 Haushalten erlaubt sein.
Und zwar zu Hause oder in der Öffentlichkeit.
Das ist neu.
Bisher durften die Menschen sich nur mit Angehörigen
der eigenen Familie und 1 weiteren Haushalt treffen.

Die Bundes-Regierung sagt weiter:
Die Menschen
sollen den Mindest-Abstand von 1,5 m einzuhalten.
Und sie sollen weiter eine Mund-Nasen-Maske tragen.

Wenn in Regionen die Zahl der Ansteckungen wieder steigt,
können aber neue Kontakt-Verbote kommen.
Damit sich die Leute nicht weiter anstecken.

Der Regierungs-Sprecher Steffen Seibert sagt:
Die neuen Corona-Regeln sind dazu da:
um das Erreichte nicht zu gefährden.
Man soll mutig und wachsam sein.
Man soll wieder arbeiten, in die Schule,
in Restaurants und zu Sport-Veranstaltungen gehen können.
Aber man soll nicht leicht-sinnig werden.
Sondern die Hygiene-Regeln einhalten.

Der Regierungs-Sprecher sagte auch noch:
Die 2 neuen Fälle voon neuen Corona-Ansteckungen zeigen, wie schnell man andere ansteckt,
Wenn man die Corona-Regeln nicht einhält:
So wie vor Kurzem
im Gottes-Dienst in der Stadt Frankfurt am Main
und in einem Restaurant in Ost-Friesland.

Auch in Griechenland werden Corona-Regeln gelockert.

Die Menschen in dem Land Griechenland
dürfen sich wieder frei im Land bewegen.
Und sie dürfen auch wieder überall hin reisen.
Seit heute Morgen dürfen die Menschen in Griechenland
wieder alle ihre Inseln besuchen.
Griechenland hat sehr viele Inseln.
Es gibt keine Reise-Verbot mehr.
Die Menschen können wieder mit dem Flugzeug fliegen
und sie können wieder mit der Fähre fahren.
Aber auf den Fähren
muss man Abstands-Regeln und Hygiene-Regeln einhalten.

Touristen aus dem Ausland
müssen aber noch warten.
Sie dürfen erst später nach Griechenland kommen.
Aber ab dem 1. Juli soll es auch wieder Flüge aus dem Ausland
auf die griechischen Inseln geben.
Die Fähren fahren ab 1. Juni wieder.

Aber in Griechenland
gelten noch strikte Quarantäne-Vorschriften.
Das bedeutet:
Alle Menschen, die nach Griechenland reisen,
müssen sich 14 Tage in ihrem Haus bleiben.
Sie dürfen nicht aus dem Haus gehen.
Auch nicht zum Einkaufen.

Die Regierung will aber diese Vorschrift ab dem 15. Juni
für Besucher aus dem Ausland langsam abschaffen.
Auch Touristen aus Deutschland sollen ab dem 15. Juni
ohne Quarantäne-Auflagen nach Griechenland reisen können.
Und sie dürfen sich dann frei im ganzen Land bewegen.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR AKTUELL RADIO | 25.05. 2020 | 16:31 Uhr

Zum Nachhören - der Beitrag in schwerer Sprache