Im Land-Kreis Stendal wurden 320 Polizisten zu früh ge-impft

Ein Arzt füllt im Impfzentrum der Landeshauptstadt, das sich in einer Halle der Messe Magdeburg im Elbauenpark befindet, mit einem Senior einen Fragebogen aus, bevor eine Impfung gegen das Coronavirus verabreicht wird.
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Der Land-Kreis Stendal ist in dem Bundes-Land Sachsen-Anhalt.
Dort wurden jetzt 320 Polizisten gegen das Corona-Virus ge-impft.
Das ist aber nicht erlaubt:
Weil Polizisten erst später ge-impft werden sollen.

Vor einigen Wochen wurde eine Impf-Verordnung gemacht.
In dieser Impf-Verordnung gibt es 4 Gruppen.
Die Polizisten sind in der 2. Gruppe.
Aber die 2. Gruppe darf noch nicht ge-impft werden:
Weil viele Menschen aus der 1. Gruppe noch nicht ge-impft wurden.

Die Gesundheits-Ministerin von Sachsen-Anhalt
ist Petra Grimm-Benne.
Sie hat sich sehr über die Impfungen von den Polizisten ge-ärgert.
Und sie hat gesagt:
Die Impf-Verordnung muss unbedingt be-achtet werden.
Der Land-Kreis wird deshalb eine Ermahnung bekommen.

Eugen Brysch ist der Vorstand von der Stiftung: Patientenschutz.
Er hat gesagt:
Es werden immer wieder Menschen schon ge-impft:
Obwohl sie noch nicht dran sind.
So können andere Menschen vielleicht keinen Impf-Stoff bekommen.
Das kann für diese Menschen sehr gefährlich sein:
Weil die Menschen schon alt oder krank sind.

Eugen Brysch hat auch gesagt:
Wenn wieder Menschen zu früh ge-impft werden:
Dann soll es dafür eine Strafe geben.
Sonst ist es nicht gerecht für die anderen Menschen.

Patrick Puhlmann ist ein Landrat im Land-Kreis Stendal.
Er hat am Donnerstag gesagt:
Der Land-Kreis will jetzt alles genau prüfen.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR SACHSEN-ANHALT | 04. Februar 2021 | 14:00 Uhr