MDRfragt - das Meinungsbarometer für Mitteldeutschland Drei Viertel finden Bundeswehr wichtig für Deutschland

65 Jahre nach ihrer Gründung finden drei Viertel der Befragten in Mitteldeutschland die Bundeswehr wichtig für Deutschland. Hohes persönliches Ansehen genießt sie jedoch nur bei etwas mehr als der Hälfte der Befragungsteilnehmer. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Meinungsbarometers MDRfragt.

Mehr als drei Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragung finden, dass die Bundeswehr wichtig für Deutschland ist: So finden 34 Prozent sie "sehr wichtig", 26 Prozent "wichtig" und 17 Prozent "eher wichtig". Eher bis sehr unwichtig finden sie 22 Prozent der MDRfragt-Mitglieder, die sich beteiligt haben.

Bundeswehr genießt bei etwas mehr als der Hälfte hohes Ansehen

55 Prozent der beteiligten MDRfragt-Mitglieder haben angegeben, dass die Bundeswehr bei ihnen ein hohes oder eher hohes Ansehen hat. Ein geringes oder eher geringes Ansehen genießt die Bundeswehr bei 43 Prozent. Bei rund der Hälfte (51 %) hat sich das Ansehen in den letzten Jahren nicht geändert. Bei 39 Prozent hat sich das Ansehen der Bundeswehr jedoch in den letzten Jahren verschlechtert. Verbessert hat es sich bei 6 Prozent.

Rolle der Bundeswehr: Mehr als die Hälfte sieht sie gleichgewichtig im In- und Ausland

Diskutiert wird immer wieder auch über Einsätze der Bundeswehr im Inland, zum Beispiel bei schweren Unglücksfällen wie Terroranschlägen, in der Pandemiebekämpfung oder bei Naturkatastrophen. Wir haben die MDRfragt-Gemeinschaft danach gefragt, wo sie die Aufgaben der Bundeswehr sieht. Dabei gab mehr als die Hälfte (53 %) an, dass sie diese gleichgewichtig im In- und Ausland verortet. 33 Prozent sehen die Aufgaben der Bundeswehr überwiegend oder ausschließlich bei Inlandseinsätzen. Überwiegend oder ausschließlich bei Auslandseinsätzen sehen die Aufgaben der Bundeswehr 11 Prozent.

Finanzierung: Hälfte für höhere Ausgaben für Bundeswehr

In Anbetracht der veränderten und wachsenden Aufgaben der Bundeswehr ist rund die Hälfte der MDRfragt-Mitglieder, die an der Befragung teilgenommen haben, für eine Erhöhung der Ausgaben – entweder etwas (28 %) oder deutlich (23 %). Dafür, dass die Ausgaben gleich bleiben sollen, sind 27 Prozent. Dafür, dass sie verringert werden, stimmen 17 Prozent.

MDR fragt - Ausgaben der Bundeswehr
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Über die Befragung Die Befragung mit dem Titel "Zum 65. Jahrestag: Wie wichtig ist die Bundeswehr?" lief vom 11.-12.11.2020.

Insgesamt sind mittlerweile 32.380 registrierte Mitglieder aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Teil der MDRfragt-Gemeinschaft (Stand: 12.11.20). An der Befragung haben 14.057 Menschen teilgenommen.

Verteilung nach Altersgruppen:
16 bis 30 Jahre: 302 Teilnehmende
31 bis 50 Jahre: 2.424 Teilnehmende
51 bis 64 Jahre: 5.988 Teilnehmende
65+: 5.343 Teilnehmende

Verteilung nach Bundesländern:
Sachsen: 6.973 (49 Prozent)
Sachsen-Anhalt: 3.768 (27 Prozent)
Thüringen: 3.316 (24 Prozent)

Verteilung nach Geschlecht:
Männlich: 60 Prozent
Weiblich: 40 Prozent

Die Befragungen von MDRfragt sind nicht repräsentativ, aber sie werden nach statistischen Merkmalen wie Geschlecht, Bildung und Alter gewichtet. Die Gewichtung ist eine Methode aus der Wissenschaft bei der es darum geht, die Befragungsergebnisse an die real existierenden Bedingungen anzupassen. Konkret heißt das, dass wir die Daten der Befragungsteilnehmer mit den statistischen Daten der mitteldeutschen Bevölkerung abgleichen.

Wenn also beispielsweise mehr Männer als Frauen abstimmen, werden die Antworten der Männer weniger stark, die Antworten der Frauen stärker gewichtet. Die Antworten verteilen sich dann am Ende so, wie es der tatsächlichen Verteilung von Männern und Frauen in der Bevölkerung Mitteldeutschlands entspricht.

Dabei unterstützt ein wissenschaftlicher Beirat das Team von "MDRfragt". Mit dem MDR Meinungsbarometer soll ein möglichst breites Stimmungsbild der Menschen in Mitteldeutschland eingefangen werden – mit möglichst vielen Teilnehmenden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 12. November 2020 | 19:30 Uhr