Einer DER Slogans unter Trabant-Fahrern. Hier in der Garage eines Protagonisten der Web-Doku, Christian Jenak.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Web-Dokumentation als Volontärsprojekt Von der Pappe zum Ost-Timer

"Eine Reise zum Kult - der Wiederaufstieg des Trabis"

Mobilität in Mitteldeutschland: Wer denkt dabei nicht an den "Trabi". Als Abschlussprojekt ihrer Ausbildung haben zwei MDR-Volontäre erstmals eine Web-Dokumentation produziert. Sie trägt den Titel: "Eine Reise zum Kult - der Wiederaufstieg des Trabis" und ist ab sofort unter MDR.DE/trabikult zu verfolgen. Produziert haben sie die Volontäre Constanze Voigt und Duy Tran.

Einer DER Slogans unter Trabant-Fahrern. Hier in der Garage eines Protagonisten der Web-Doku, Christian Jenak.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In ihrem Multimedia-Dossier gehen Duy Tran und Constanze Voigt der Frage nach, wie der Trabi vom ungeliebten Ost-Auto zum kultigen Oldtimer, besser: Ost-Timer werden konnte. Denn mit dem Produktionsstopp 1991 sah es für die "Pappe" nicht gut aus.

20 Jahre später haben die beiden Redaktionsvolontäre Menschen aufgesucht, deren Herz noch immer am Trabant hängt: Chris Jenak, der mit keinem anderen Auto mehr in den Urlaub fahren will, die Rallye-Fahrer David und Steve, die in der Rennpappe unterwegs sind, oder die Mitglieder eines Fanclubs in Hildesheim. Für sie ist der Trabant Kult – trotz Ersatzteile-Mangels oder Problemen mit der Umweltzone.

In Videos und Bildern die Kult-Entwicklung nachempfinden

Das Material haben die beiden jungen Autoren erstmals in einer Web-Dokumentation verarbeitet: in kurzen Videos, Audios und Bildern. Das Besondere dabei: Der Internetnutzer kann die Trabi-Geschichte nach dem Fall der Mauer auf fast spielerische Weise unabhängig von einer chronologischen Erzählweise erkunden.

Trimedialität als wichtiger Teil der Volontärsausbildung

Duy Tran bei Dreharbeiten in Mühlhausen. Er dreht Christian Jenak beim Aufbau der „Villa Sachsenruh“ – dem Trabant-Dachzelt.
Duy Tran bei Dreharbeiten in Mühlhausen. Er filmt Christian Jenak beim Aufbau der "Villa Sachsenruh" – dem Trabant-Dachzelt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Trimedialität kennzeichnet die Volontärsausbildung  beim MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK. Die angehenden Journalisten verknüpfen dabei Hörfunk, Fernsehen und Neue Medien. Erst kürzlich haben sie unter dem Motto "Dorfliebe" in Sachsen-Anhalt ein Thema trimedial für alle drei Medien umgesetzt. Ihr Abschlussprojekt umfasst in diesem Jahr neben acht TV-Reportagen zum Thema 125 Jahre Mobilität in Mitteldeutschland ganz folgerichtig eine Web-Dokumentation für MDR.DE.

Der MDR hat mit seiner ersten Web-Dokumentation "Das Wunder von Leipzig" in Zusammenarbeit mit ARTE den Grimme-Online-Award gewonnen. Erst vor kurzem ist die Web-Dokumentation "Geheimsache Mauer" gestartet. Darin berichten Zeitzeugen, Dokumente, aber auch Video- und Audiomaterial von der Geschichte der innerdeutschen Grenze. "Trabikult" ist das erste Ausbildungsprojekt dieser Art im MDR.

Zuletzt aktualisiert: 30. August 2011, 08:00 Uhr