Zensiert: Das tapfere Schneiderlein

Helmut Rudolph als Wildschwein und Kurt Schmidtchen als das tapfere Schneiderlein
Bildrechte: MDR/Progress Film-Verleih/Waltraut Pathenheimer

1957 wurde der DEFA-Märchenfilm "Das tapfere Schneiderlein" verboten. Grund: Das Ende des Märchens wartete mit einer Änderung auf. Im Grimm'schen Märchen heiratet am Ende der Schneider die Prinzessin. In der DDR-Produktion sieht das Ende anders aus: Das Volk vertreibt den König samt Gefolgschaft und das Schneiderlein wird auf den Thron gesetzt. Es heiratet statt der Königstochter eine Magd, die nun Königin wird. Der Film wurde 1958 erneut vom Ausschuss geprüft - und dann doch zugelassen. Offenbar war die Gefahr, die der Zensurausschuss fürs westdeutsche Publikum witterte, doch nicht so überzeugend für ein Verbot.

Fred Kronström (König Griesgram), Horst Drinda (Prinz Eitel), Gisela Kretzschmar (Prinzessin Liebreich)
Bildrechte: MDR/Progress Film-Verleih/Waltraut Pathenheimer

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2016, 15:40 Uhr