Junge Männer in FDJ Uniformen (Freie Deutsche Jugend) tragen bei den 1 Mai Feierlichkeiten 1987 in Ostberlin die überlebensgroßen Porträts ostdeutscher Politiker.
Bildrechte: dpa

Der 1. Mai in der DDR Zwischen Politparade und Volksfest

Die Teilnahme an den Mai-Demonstrationen war Pflicht in der DDR. Mit einer Mischung aus Druck und Verlockungen versuchte der Staat Massen zu mobilisieren. Anfangs gab es für Teilnehmer gratis Bockwurst, später sogar 5 Mark Prämie. Gegen Ende der DDR bekam der politische Feiertag mehr und mehr Volksfest-Charakter mit Rummel und Imbissbuden.

Junge Männer in FDJ Uniformen (Freie Deutsche Jugend) tragen bei den 1 Mai Feierlichkeiten 1987 in Ostberlin die überlebensgroßen Porträts ostdeutscher Politiker.
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Die Teilnahme an den Mai-Demonstrationen war republikweit gewissermaßen moralisch und politisch verpflichtend für alle DDR-Bürger. Der Partei- und Staatsführung ging es dabei in erster Linie um die Bestätigung ihres Führungsanspruches, aber auch um die Mobilisierung der Arbeitskraft. So wurden bei Mai-Demonstrationen in der DDR im Unterschied zu den Veranstaltungen im Westen Versprechen eingefordert, noch besser und härter zu arbeiten.

Die SED wollte, dass sich die "Massen" an den Demonstrationen beteiligten. Um dies zu erreichen, setzte sie auf eine Mischung aus Druck und Verlockungen. Betriebe mussten mit ihrer Belegschaft geschlossen zu den Kundgebungen gehen. Kollegen, die sich weigerten, machten sich verdächtig.

Es wurde immer eine Liste darüber geführt, wer sich diesem Bekenntnis zum Arbeiter- und Bauernstaat entzog. Denn die Feinde des Sozialismus mussten ja enttarnt werden.

Heinz Eggert, der ehemalige sächsische Innenminister, in einem Essay über den 1. Mai

Der ungeschönte Blick auf den 1. Mai

Die Gratis-Bockwurst oder später die 5-Mark-Prämie garantierten keine strahlenden Gesichter bei der alljährlichen Mai-Demonstration. Der Leipziger Fotograf Mahmoud Dabdoub hat "ehrliche" Momente am 1. Mai eingefangen.

1. Mai in der DDR
Begeisterung sieht anders aus - man könnte meinen, ein Trauermarsch zieht vorbei. Bildrechte: MDR/Dabdoub
1. Mai in der DDR
Begeisterung sieht anders aus - man könnte meinen, ein Trauermarsch zieht vorbei. Bildrechte: MDR/Dabdoub
Demonstration zum 1. Mai in Leipzig 1986, am Innenstadtring; Leipzig 1985
Nicht nur die Eltern mussten am 1. Mai auf die Straße, auch die Kinder sollten der "ruhmreichen" Arbeiterklasse zujubeln. Bildrechte: MDR/Mahmoud Dabdoub
Akrobatikgruppe mit Motorrädern in Leipzig 1986
Ob NVA, Kampfgruppe oder Sportverein - am 1. Mai sollte jeder zeigen, was er zu bieten hat. Im Bild die Leistungsschau einer Akrobatikgruppe 1986 in Leipzig. Bildrechte: MDR/Mahmoud Dabdoub
1. Mai / DDR
Ob es da Diskussionen mit dem FDJ-Sekretär wegen der Rückseite des Plakates mit der Aufschrift "Der durstige Pegasus" gibt? Bildrechte: MDR/Mahmoud Dabdoub
1. Mai / DDR
Kleiner Mann, was nun? Hoffentlich kommt bald jemand und trägt den Lenin durch die Stadt. Bildrechte: MDR/Mahmoud Dabdoub
1. Mai / DDR
Wie ferngesteuert marschieren die Leute durch Leipzig. Bildrechte: MDR/Mahmoud Dabdoub
1. Mai
Die vietnamesischen Vertragsarbeiter mussten am 1. Mai selbstverständlich auch mitmarschieren. Bildrechte: MDR/Mahmoud Dabdoub
Jugendlicher 1987 in Leipzig
Vielen war diese Pflichtveranstaltung ein Graus und sie wären am liebsten zu Hause geblieben. Manch einer erschien auch nur kurz, um einen Haken auf der Teilnehmerliste zu bekommen - wie vielleicht dieser Jugendliche 1987 in Leipzig.
(Über dieses Thema berichtet MDR Aktuell auch im TV | 01.05.2018 | 19:30 Uhr.)
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Wer aber mitmarschierte, wurde belohnt, wie Eggert gerade über die Frühzeit der DDR berichtete: "Für die Teilnehmer der Demonstrationen gab es an diesen Tagen immer Sonderzuteilungen in der sonst an Lebensmitteln sehr armen Zeit. Auch ich ließ mir als Kind wiederholt die Belohnung einer zugeteilten Bockwurst schmecken, die nicht von der Lebensmittelkarte abgezogen wurde." In späteren Jahren ging die SED zu direkten Zahlungen über, um sich der massenhaften Teilnahme ihrer Bürger an den Kundgebungen zu versichern. Jeder Betriebsangehörige erhielt nach Ende des Umzuges fünf DDR-Mark – wofür man sich in etwa zehn Gläser Bier leisten konnte. Was viele auch entsprechend nutzten.

Militärparaden provozieren westliche Alliierte

Nach der Gründung der NVA Anfang 1956 marschierten zum 1. Mai erstmals Einheiten der NVA an der Spitze des Demonstrationszuges der zentralen Mai-Veranstaltung in der Hauptstadt - ganz nach dem Vorbild der UdSSR, wo stets die Sowjetarmee die Maiparade anführte. Dieser martialisch anmutende Aufmarsch an der Ostseite des ehemaligen Berliner Stadtschlosses führte umgehend zu einem Protest der drei alliierten Stadtkommandanten in West-Berlin. Nach ihrer Rechtsauffassung verstieß die Präsenz der NVA in Ost-Berlin gegen das Vier-Mächte-Abkommen, das die Anwesenheit deutscher Truppen in Berlin untersagte. Die Militärparade wurde dessen ungeachtet zum alljährlichen Ritual: Die Nationale Volksarmee marschierte, die westlichen Alliierten protestierten, die Sowjets wiesen den Protest zurück.

Diese Berliner Mai-Paraden wurden von den beteiligten Truppenteilen an ihren Standorten wochenlang minutiös vorbereitet, was großen logistischen und zeitlichen Aufwand erforderte. Am Maitag rollten dann Panzerkolonnen der NVA an der hochrangig besetzten Ehrentribüne vorbei, Raketen wurden präsentiert, und als Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung marschierten Einheiten der "Betriebskampfgruppen" in Uniform auf - mit der Kalaschnikow vor der Brust.

Als 1975 mit der Verabschiedung der KSZE-Schlussakte von Helsinki eine neue Phase der Entspannung einsetzte, hielt es die SED-Führung für opportun, auf die Teilnahme der NVA an den Maidemonstrationen zu verzichten. Letztmalig rollten Panzer und Raketenlafetten am 1. Mai 1976 an der Ehrentribüne in der Karl-Marx-Allee vorbei. Es blieb allerdings bei der Teilnahme der "Kampfgruppen der Arbeiterklasse", die bis 1989 den Abschluss jeder Maidemonstration bildeten. Und das in der ganzen DDR.

Gleiches Schema allerorten

Kurz vor dem Mai-Feiertag wurden im Gebäude des Staatsrates in Berlin alljährlich Auszeichnungen verliehen. Dekoriert wurden verdiente Arbeiter, aber auch Kulturschaffende und Angehörige anderer gesellschaftlicher Organisationen. Später trug man lediglich eine rote Nelke aus Papier, die der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) für 50 Pfennige verkaufte.

Abzeichen zum 1. Mai

Mai-Abzeichen 1946 Blech
Das 1. Mai-Abzeichen 1946 aus Blech. Inhaltlich bieten sich zwei Deutungen an: Der Händedruck vor der stahlenden Sonne könnte sich auf den Zusammenschluss von KPD und SPD zur SED am 21./22. April 1946 beziehen. Denkbar ist aber auch ein bezug auf die im Osten vollzogene Gewerkschaftseinheit. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Mai-Abzeichen 1949 Papier
Ein Mai-Emblem aus dem Jahr 1949 in Papieranfertigung. Im Mai des Gründungsjahres der beiden deutschen Staaten wird hier noch die Einheit Deutschlands gefordert. Von einer langristigen Zweistaatlichkeit ging damals niemand aus. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Abzeichen zum 1. Mai
Prägend für diese Zeit ist der Wunsch nach einem internationalen Friedensabkommen. 1959 sollen an einer Außenministerkonferenz sollen neben den vier Siegermächten auch Polen, ČSSR, DDR und die Bundesrepublik teilnehmen. Diese Thematik spiegelt sich im 1. Mai-Abzeichen wieder: Der Hammer - im Stiehl mit der "1. Mai 1959"-Aufschrift zerschlägt die Bombe. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mai-Abzeichen 1946 Blech
Das 1. Mai-Abzeichen 1946 aus Blech. Inhaltlich bieten sich zwei Deutungen an: Der Händedruck vor der stahlenden Sonne könnte sich auf den Zusammenschluss von KPD und SPD zur SED am 21./22. April 1946 beziehen. Denkbar ist aber auch ein bezug auf die im Osten vollzogene Gewerkschaftseinheit. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Mai-Abzeichen 1946 Pappe
Das 1. Mai-Abzeichen von 1946 aus Pappe hat die Aufschrift: "1946 FDGB". Historischer Hintergrund: In Abstimmung mit der Sowjetischen Militäradministration schlossen sich im Februar 1946 verschiedene Gewerkschaften in der Sowjetischen Besatzungszone zum Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) zusammen. Als Einheitsgewerkschaft mit zentraler Leitung trat der FDGB an die Stelle der bisherigen Richtungsverbände. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Mai-Abzeichen 1946 Regional Pappe
Ein regionales Abzeichen zum 1. Mai 1946: Die aufgehende Sonne als Symbol für eine strahlende Zukunft. Die Aufschrift "Tag der Einheit" kann auf zweierlei hinweisen: Das Abzeichen könnte sich auf den Zusammenschluss von KPD und SPD zur SED am 21./22. April 1946 beziehen oder auf die auch im Osten vollzogene Gewerkschaftseinheit. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Mai-Abzeichen 1947 Blech
1947 wird der 1. Mai als "Weltfeiertag" begangen. Symbolisch untermauert wird dies von der weltkugelförmigen Darstellung. Der Globus möglicherweise noch als Verständnis einer gemeinsamen neuen Zukunft. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Mai-Abzeichen 1948 Holz
Ein 1. Mai-Abzeichen von 1948 aus Holz. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Mai-Abzeichen 1949 Glas
Ein weiteres Mai-Abzeichen aus dem Jahr 1949 aus Glas. Nach dem Einstieg in die Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild Anfang 1949 zeigt diese Plakette bereits das neue Selbvstverständnis der Gewerkschaft als Teil des gesellschaftlichen Ganzen. Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Maiabzeichen - 1952
Das Abzeichen vom 1. Mai 1952 zeigt neben dem symbolischen Händedruck - der für die Vereinigung von KPD und SPD zur SED steht - die rote Fahne der Arbeiterbewegung und die Deutschlandfahne. - Politisch nutzte die DDR-Regierung den 1. Mai 1952 in der Industrie für symbolische Akte: Einst sowjetisch beschlagnahmte Industriebetriebe wurden in so genannte Volkseigene Betriebe (VEB) gewandelt. Doch entgegen dem Wortlaut "volkseigen" gehörten die Betriebe nun dem Staat. Die SED feierte das am Tag des Arbeiters: So wird zum Beispiel der Fahrzeughersteller "Simson Suhl" nach sowjetischer Übernahme genau zum 1. Mai 1952 umbenannt in "VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl". Bildrechte: ddr-abzeichen.info
Abzeichen zum 1. Mai
"Für Einheit und Frieden" wirbt das Mai-Emblem von 1954. Aus der halben Münze wächst ein hemdsärmeliger Arbeiter, der die rote Fahne schwenkt. - In diesem Jahr werden die letzten Betriebe in sowjetischer Führung zu Volkseigenen Betrieben der DDR. Die Sowjetunion erlaubt und die DDR erklärt im März ihre Souveränität, die Bundesrepublik erklärt diesen Akt für nichtig und erhebt den Anspruch, im Namen alle Deutschen zu agieren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Abzeichen zum 1. Mai
Das 1. Mai-Abzeichen von 1955 beschränkt sich auf die rote Fahne vor einem goldenen Globus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Abzeichen zum 1. Mai
Auf dem schwarz-rot-goldenen 1. Mai-Abzeichen von 1956 halten die Arbeiterinnen Einzug, die in der Wirtschaft der DDR inzwischen unverzichtbar sind: Eine Frau schwenkt die rote Flagge, ein Mann mit Arbeitshelm und roter Armbinde steht neben ihr. "2. Fünfjahresplan" lautet die Aufschrift. Erstmals marschiert in jenem Jahr die Nationale Volksarmee bei der Maidemonstration in Ost-Berlin mit. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Abzeichen zum 1. Mai
Das 1. Mai-Abzeichen aus dem Jahr 1957 in Rot und Gold. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Abzeichen zum 1. Mai
Das 1. Mai-Abzeichen 1958: Der Start des sowjetischen Sputniks 1957 prägt dieses Abzeichen - hier umfliegt er die Welt und zieht eine rote Spur. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Abzeichen zum 1. Mai
1. Mai 1960: Die Sieben auf dem Mai-Emblem mit Fahne, Zirkel und Ährenkranz weist auf den Siebenjahresplan hin: Ein auf sieben Jahre berechneter staatlicher Wirtschaftsplan, der von Oktober 1959 bis 1966 für die UdSSR und die DDR im Gesetz verankert wurde. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Abzeichen zum 1. Mai
Leicht modifiziert ist das Abzeichen zum 1. Mai 1962: ein Erdball, vor dem die rote Arbeiterfahne weht. Ab 1963 gab es dann vielerorts zum 1. Mai Nelken zum Anstecken. (Über dieses Thema berichtet MDR Aktuell auch im TV: 01.05.2018 | 19:30 Uhr.) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Mai-Abzeichen 1946 Pappe
Mai-Abzeichen 1946 Pappe Bildrechte: ddr-abzeichen.info
1. Mai Demo. 3 min
Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv

Der offizielle Beginn der Feiern am 1. Mai lief in allen Orten nach dem gleichen Schema ab: Die Teilnehmer fanden sich frühmorgens im Betrieb oder bei SED-Organisationen wie FDJ oder Jungen Pionieren ein. Transparente, überdimensionale Bilder der DDR-Politprominenz und Plakate mit den Losungen wurden verteilt. Dann begann der (mancherorts bis zu fünf Stunden dauernde) Zug entlang der Demonstrationsstrecke, der schließlich an der Ehrentribüne vorbeiführte. Dort saß die örtliche SED-Prominenz neben Vertretern der "Massenorganisationen" und winkte den Demonstranten zu. Über Lautsprecher wurden die Gruppen vorgestellt, oft mit Parolen über besondere Leistungen wie Sonderschichten oder der Übererfüllung von Planvorgaben

Erich Honecker 2 min
Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv

Zum Abschluss der Maikundgebungen gingen die "Werktätigen" zurück in die Betriebe, dort wurde das Demonstrationsgeld ausgezahlt. Für viele war die Teilnahme an der Mai-Demo eher eine lästige Pflicht, deshalb wurde im Laufe der Jahre aus den Demonstrationen zunehmend Volksfeste mit Imbissständen, Kinderfesten und Karussells. Doch auch dies konnte nicht verhindern, dass der Zuspruch an den staatlich verordneten Mai-Feiern bisweilen deutlich zu wünschen übrig ließ.
Es gibt Berichte, nach denen Demonstrationszüge deutliche Auflösungserscheinungen zeigten, sobald die Ehrentribüne in Sicht war. Auch gab es Versuche, aus der Uniformität der Umzüge auszubrechen: So trugen 1984 Kunststudenten der "Hochschule für Grafik und Buchkunst" in Leipzig ein zwei mal drei Meter großes Ölgemälde mit dem Porträt Erich Honeckers. Axel Krause, einer der Initiatoren, erinnert sich an das Bild. Es sei "größer, bunter, glänzender und kitschiger, kurz fetziger" gewesen als die Fotos des Staatsratsvorsitzenden, die überall in der DDR hingen. Von den Studenten - unter ihnen auch Neo Rauch, heute Maler mit Weltruhm – war die Aktion weniger als politische Demonstration denn als Jux gedacht. Und geblendet vom "strahlenden Erich" wurde sie zum Glück auch nicht politisch interpretiert.

Quelle der Zitate:

  • Heinz Eggert, in "Sächsische Zeitung", 30.04.2010
  • Axel Krause, in "Leipziger Volkszeitung", 10.12.2004

Über dieses Thema berichtet MDR Aktuell auch im TV: 01.05.2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. April 2018, 15:31 Uhr