#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 14. August

1941: Atlantik-Charta unterzeichnet

Das Dokument, das der britische Premier Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterschrieben, sollte eine neue Weltordnung schaffen. Nach einem dreitägigen streng geheimen Treffen auf einem Schlachtschiff vor Neufundland unterzeichneten Churchill und Roosevelt am 14. August 1941 die Atlantik-Charta. Darin äußerten die Staatschefs den Wunsch nach einem internationalen Bündnis. Dieses sollte sich für das Selbstbestimmungsrecht der Völker einsetzen, Prinzipien des internationalen Rechts vorgeben und den Welthandel fördern. Die Atlantik-Charta markiert zugleich den grundlegenden ersten Schritt zur Gründung der Vereinten Nationen. Bis 1942 verpflichteten sich 24 weitere Staaten, darunter die UdSSR, den Grundsätzen der Charta.

Mit der Unterzeichnung begründeten die USA zudem ihr Bündnis mit den Briten im Zweiten Weltkrieg. Der 14. August gilt deshalb als Wendepunkt in der US-Außenpolitik. Im Dezember 1941 traten die USA auf Seite der Aliierten in den Zweiten Weltkrieg ein.

Winston Churchill und Franklin Roosevelt auf der HMS Prince of Wales
Winston Churchill und Franklin Roosevelt im August 1941 auf der HMS Prince of Wales Bildrechte: imago images/Everett Collection

1959: erstes Bild der Erde aus dem Weltall

Der Umriss der Erdkugel war nur zu erahnen, ebenso die Wolkendecke darüber. Und doch war es das erste jemals aufgenommene Bild der Erde aus dem Weltall. 40 Minuten hatte der Satellit "Explorer VI" gebraucht, um das Bild in 31.000 Kilometern Höhe aufzunehmen. Dabei schaffte die kleine Kamera an Bord ein Bildpixel pro Satellitenumdrehung. Mühsam mussten die Raumfahrttechniker die Pixel wieder zusammensetzen und weil die Verbindung instabil gewesen war, wies die fertige Aufnahme einige Lücken auf. Sie zeigte einen Teil des Pazifischen Ozeans. Am 28. September stellte die NASA das Bild bei einer Pressekonferenz vor. Die schlechte Qualität des Bildes sorgte bei vielen für Enttäuschung, einige Raumfahrtingenieure behaupteten gar, das Bild sei eine Fälschung.

Der US-amerikanische Satellit "Explorer VI" war am 7. August 1959 ins All gestartet und sollte den Geomagnetismus und Radiowellen in der höheren Atmosphäre untersuchen. Mit dem schummerigen Bild gelang den US-Amerikanern ein wichtiger Schachzug im "Wettlauf ins All".

1977: Raketenkatastrophe von Dannenwalde

Im brandenburgischen Dannenwalde kam es 1977 zu einem verheerenden Zwischenfall: Um 14 Uhr schlug ein Blitz in das Munitionslager der sowjetischen Truppen ein. 122-mm-Katjuscha-Raketen, die im Freien lagerten, wurden gezündet und steckten unkontrolliert weitere Raketen in Brand. Schätzungen zufolge enzündeten sich insgesamt mindestens 1.000 Raketen. Diese schlugen bis zu 15 Kilometer vom Munitionslager entfernt in Autos, Dächern und Bäumen ein. Erst um 19:45 konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. In den darauffolgenden Wochen räumten die sowjetischen Truppen das Munitionslager und bargen bei Aufräumarbeiten 778 Raketen. Es kamen keine Zivilisten zu Schaden, jedoch wurden schätzungsweise 70 sowjetische Soldaten getötet.

Über den Vorfall wurde bis zum Ende der DDR Stillschweigen bewahrt, es gab keinerlei Berichterstattung. Die genauen Umstände sind bis heute unter Verschluss. Erst 2012 wurde bekannt, dass es in unmittelbarer Nähe des Brandes ein "Speziallager" gab, in dem möglicherweise Atomwaffen und chemische Waffen lagerten.

Raketen des M-13 Katyusha Raketenwerfers
Katjuscha-Raketen am sowjetischen M-13-Raketenwerfer Bildrechte: IMAGO / imagebroker