Zehn Dinge, die du noch nicht über die "Goldenen Zwanziger" weißt

Charleston und Inflation: Das ist Allgemeinwissen über die "Goldenen Zwanziger". Dabei gibt es noch viel mehr zu wissen: Wir haben zehn Dinge zusammengetragen, mit denen du auf der nächsten Zwanziger-Party Eindruck schinden kannst.

Filmszene aus "Der Mann, der Rothaarige liebte" (The Man Who Loved Redheads) - Charleston tanzende
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1. Eintopf hieß damals "Durcheinander"

Das Wort "Eintopf" tauchte das erste Mal 1934 im Duden auf. Zwar wurde das Wort auch schon vorher benutzt, aber meist war statt vom Eintopf eher vom "Durcheinander" die Rede.

Minestrone
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2. Sekretärin war damals noch ein Männerjob

Frauen eroberten nach dem Ersten Weltkrieg erst langsam die Berufswelt. In den meisten Vorzimmern saßen damals noch Männer an den Schreibmaschinen.

Kristin Kielon vor historischer Schreibmaschine
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3. Feuerlöscher sahen damals noch so aus:

Die Spitztüte war der erste massentaugliche Feuerlöscher. Er wurde 1902 von Wilhelm Graaff auf den Markt gebracht. Statt Schaum oder Kohlendioxid war damals noch giftiges Tetrachlorkohlenstoff in den Löschern.

Historischer Feuerlöscher Minimax an der Wand hängend
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4. Make-up musste man unter dem Ladentisch kaufen

Make-up galt über lange Zeit vor allem als Erkennungszeichen von Prostituierten und Schauspielern. Frauen, die sich schminken wollten, wollten natürlich beim Einkauf nicht aus Versehen den Eindruck erwecken, ein "leichtes Mädchen" zu sein.

5. Die Kühlerfigur der Automarke Horch musste abgeschafft werden.

Der Pfeil, der eigentlich Dynamik und Fortbewegung symbolisiert, wurde bei Unfällen oft zum tödlichen Geschoss.

6. Tankstellen sind eine Erfindung der Zwanziger

Bleiben wir bei Auto-Themen: Früher musste man das Benzin in der Apotheke kaufen. Die erste Tankstelle im Deutschen Reich wurde Ende 1922 von der Firma OLEX am Raschplatz in Hannover eröffnet.

7. Die Zwanziger waren eine goldene Zeit für Bausparkassen

Bausparkassen wurden gegründet, um die hohen Kosten zur Lösung des Wohnungsproblems nach dem Ersten Weltkrieg in den Griff zu kriegen.

8. Leipzig war in den Zwanzigern die viertgrößte Stadt Deutschlands

In der Weimarer Republik konnte Leipzig die 700.000-Einwohner-Marke knacken. Nur in Berlin, Hamburg, Köln und München wohnten mehr Menschen.

9. Elf Nobelpreise gingen an Deutsche

Von 36 Nobelpreisen, die in den Zwanzigern verliehen wurden, gingen elf an Deutsche. Sechs davon zwischen 1925 und 1929. Deutschland fand sich in den Goldenen Zwanzigern in einer Blütezeit von Wissenschaft und Kunst. Menschen wie Albert Einstein und Thomas Mann verhalfen dem Land wieder zu Ruhm auf beiden Gebieten.

Der Author Thomas Mann
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10. Der "Schwarze Freitag" war eigentlich ein Donnerstag.

Der "Black Friday" markiert den Anfang vom Ende der "Goldenen Zwanziger". Auslöser für den Börsencrash war eine geplatzte Spekulationsblase an der Wall Street, die wegen der Zeitverschiebung erst einen Tag später in Europa ankam. Deswegen spricht man in den USA von einem "Schwarzen Donnerstag", in Europa aber von einem "Schwarzen Freitag".

Genug Funfacts: Ein paar ernsthafte Fakten über die politische und gesellschaftliche Lage in den Zwanzigern gibt's hier:

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Geschichte Mitteldeutschlands - Das Magazin | 18.08.2015 | 21:15 Uhr