Russland Moskauer halten Gedenken an Nemzov wach

Menschen bei einem Gedenkmarsch
So viele demonstrierende Menschen sieht man in Moskau nur noch selten, da große Kundgebungen von den Behörden nicht mehr genehmigt werden. Doch der Gedenkmarsch für den ermordeten Oppositionellen Boris Nemzow am 26. Februar 2017 war zugelassen. Nach Polizeiangaben kamen 5.000 Demonstranten, die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf rund 15.000. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Menschen bei einem Gedenkmarsch
So viele demonstrierende Menschen sieht man in Moskau nur noch selten, da große Kundgebungen von den Behörden nicht mehr genehmigt werden. Doch der Gedenkmarsch für den ermordeten Oppositionellen Boris Nemzow am 26. Februar 2017 war zugelassen. Nach Polizeiangaben kamen 5.000 Demonstranten, die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf rund 15.000. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Menschen mit Schildern bei einem Gedenkmarsch
Teilnehmer erinnerten mit durchschossenen Plakaten in Form der russischen Fahne daran, dass Nemzow am 27. Februar mit fünf Schüssen in den Rücken ermordet worden war. Boris Nemzow galt als einer der schärfsten Kritiker des russischen Kremlchefs Putins. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Nemzow-Gedenken Moskau
"Er weiß ...", steht vorwurfsvoll auf diesem Plakat mit Putins Porträt. Mehrere Tschetschenen sind des Attentats auf Boris Nemzow angeklagt. Doch wer die Auftraggeber waren, ist bis heute nicht aufgeklärt. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Nemzow-Gedenken in Moskau
Obwohl der Gedenkmarsch nicht zum Tatort führen durfte und viele Straßen dorthin gesperrt waren, begaben sich nach der Demonstration Hunderte Moskauer zur Brücke vor dem Kreml und legten Blumen nieder. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Blumen
Die zahlreichen Blumen zur Erinnerung an den ermordeten Oppositionsführer Nemzov lagen jedoch nur wenige Stunden am Tatort. Dann ließen die Behörden die Brücke räumen. Alle Blumen, Plakate und Fotos wurden weggeworfen. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Nemzow-Gedenken Moskau
Eigentlich sollen sogenannte Wächter - wie Pawel Kolesnikow- verhindern, dass die inoffizielle Nemzov-Gedenkstätte immer wieder geräumt wird. Doch auch dieses Mal mussten sie wieder ohnmächtig dabei zusehen. Die "Wächter" waren vor der Säuberungsaktion von der Polizei festgenommen worden. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Nemzow-Gedenken Moskau
"Hier wurde Nemzow getötet" steht auf diesem Foto. Die Gedenkstätte am Tatort ist mit einfachen Mitteln gestaltet und ständig in Gefahr, geräumt zu werden. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Simakow Kolesnikow
Insgesamt 25 Aktivisten, hier Pawel Kolesnikow (rechts) und Grigori Simakow, halten seit 27. März 2015 abwechselnd rund um die Uhr Wache. Doch bisher wurde die Brücke schon etwa 100 Mal geräumt. Kolesnikow erzählt: "Etwa 15 kräftige Burschen in Müllmann-Uniformen kommen nachts mit einem kleinen Lkw. Wir wissen nicht, wer sie sind. Einige halten uns fest. Die anderen räumen hier alles auf. Sie schlagen uns. Unsere Videokameras machen sie kaputt. Die ganze Aktion dauert nur wenige Minuten." Bildrechte: MDR/Roman Schell
Nemzow-Gedenken in Moskau
Die große Moskwa-Brücke vor dem Kreml heißt bei den Aktivisten inzwischen Nemzov-Brücke. Jede Nacht um 23:31 Uhr, zu der Zeit, als die Schüsse aus dem Hinterhalt auf Nemzov abgefeuert wurden, wird hier eine Schweigeminute abgehalten. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Alle (9) Bilder anzeigen
Menschen mit Schildern bei einem Gedenkmarsch
Teilnehmer erinnerten mit fünf Mal durchschossenen Plakaten In Form der russischen Fahne daran, dass Nemzow am 27. Februar mit fünf Schüssen in den Rücken ermordet worden war. Boris Nemzow galt als einer der schärfsten Kritiker Putins. Bildrechte: MDR/Roman Schell