Osteuropa

Mein Kiew: Durch die historischen Straßen von Podil

Ein Mann steht vor großen Buchstaben
Das Kiewer Stadtviertel Podil war einst das historische Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Noch heute lockt es massenhaft Touristen sowie Einheimische. Ich verbringe ebenfalls viel Zeit in diesem Bezirk, in dessen Nähe ich wohne. Ein großer Teil meiner Texte entsteht in den gemütlichen Kaffeehäusern, die es zur Genüge vor allem in der zentralen Sahaidatschnoho Straße gibt. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Ein Mann steht vor großen Buchstaben
Das Kiewer Stadtviertel Podil war einst das historische Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Noch heute lockt es massenhaft Touristen sowie Einheimische. Ich verbringe ebenfalls viel Zeit in diesem Bezirk, in dessen Nähe ich wohne. Ein großer Teil meiner Texte entsteht in den gemütlichen Kaffeehäusern, die es zur Genüge vor allem in der zentralen Sahaidatschnoho Straße gibt. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine Kirche
Die Sahaidatschnoho Straße beginnt am Postplatz mit der berühmten Christi-Geburtskirche, nahe am Fluss Dnepr. Das Gotteshaus im klassizistischen Stil ist für die Ukrainer kulturell von großer Bedeutung. Hier lag zwei Maitage lang im Jahr 1861 der Leichnam des berühmtesten ukrainischen Dichters, Taras Schewtschenko, aufgebahrt. 1930 wurde die Kirche zerstört und 2002 wieder aufgebaut. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine Straße mit Häusern
Die Sahaidatschnoho Straße gilt auch als eine der wichtigsten Einkaufsmeilen Kiews. Die Mietpreise im Stadtviertel sind zwar sehr hoch, liegen aber dennoch deutlich unter denen auf der berühmten Prachtstraße Chreschtschatyk. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Ein Bürgersteig mit einer Werbetafel
Auch Massage-Clubs, Stripbars und Prostituierte sind in der Sahaidatschnoho Straße zu finden, wenngleich Prostitution in der Ukraine gesetzlich verboten ist. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine Straße mit Häusern und Autos
Weil Podil so beliebt ist, richtete die Kiewer Stadtverwaltung in der Sahaidatschnoho Straße im Sommer 2017 eine Fußgängerzone ein. Seitdem ist die Hälfte der Straße für den Verkehr gesperrt. Die Autofahrer sind von solchen Maßnahmen nicht sonderlich begeistert, die Anwohner jedoch schon. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine Straße mit einem Haus
Ein großer Vorteil von Podil: Anders als in anderen Bezirken ist die historische Bausubstanz größtenteils erhalten geblieben, was eine besondere Atmosphäre schafft. Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche Gebäude in Kiew zerstört und in der Nachkriegszeit im sowjetischen Stil wieder aufgebaut. Die alten Häuser von Podil befinden sich jedoch meist in einem schlechten Zustand. Diese Hülle über der Fassade soll vor herunterfallenden Ziegeln schützen, zeigt aber auch, wie das Gebäude renoviert aussehen würde. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Ein Riesenrad vor einem Haus
Eine Sanierung des Viertels scheint jedoch nicht in Sicht zu sein, der Stadtverwaltung fehlt einfach das Geld dazu. Trotzdem bemüht man sich im Rathaus, den Bezirk zu verschönern. So wurde vor kurzem ein Riesenrad aufgestellt, um für mehr Unterhaltung zu sorgen. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine Reiterstatue auf einem Platz
Am anderen Ende der Sahaidatschnoho Straße befindet sich das Sahaidatschnyj-Denkmal. Feldherr Petro Sahaidatschnyj führte zwischen 1614 und 1622 die Saporoger Kosaken an, die im 17. Jahrhundert eine autonome ukrainische Staatsformation gründeten, die später aber wieder zerschlagen wurde. International schaffte sich Sahaidatschnyj einen Namen, weil er an der Seite von Polen und Litauen im Krieg gegen das Osmanische Reich kämpfte. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Menschen laufen über einen Zebrastreifen
Podil kann man als Spiegelbild der ukrainischen Hauptstadt und auch des ganzen Landes bezeichnen: Das Schöne und das Hässliche, Arm und Reich – all das existiert hier nah beieinander.
(Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell auch im TV: 18.08.2017 | 17:45 Uhr.)
Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
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