Osteuropa

Litauen Zwei Jahre NATO-Einheit an Russlands Grenze

Deutsche NATO-Soldaten bei Übung in Litauen
Seit zwei Jahren ist eine multinationale Kampfgruppe der NATO unter deutscher Führung in Litauen stationiert. Neben den deutschen Soldaten waren in dieser Zeit auch Truppenteile aus acht weiteren Ländern auf dem Stützpunkt in Rukla, 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Insgesamt dienten bereits ca. 8.000 Soldaten auf der Militärbasis. Zur Zeit sind Soldaten aus Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, Norwegen, Belgien und Island im Einsatz. Bildrechte: Alfredas Pliadis/ Verteidigungsministerium
Deutsche NATO-Soldaten bei Übung in Litauen
Seit zwei Jahren ist eine multinationale Kampfgruppe der NATO unter deutscher Führung in Litauen stationiert. Neben den deutschen Soldaten waren in dieser Zeit auch Truppenteile aus acht weiteren Ländern auf dem Stützpunkt in Rukla, 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Insgesamt dienten bereits ca. 8.000 Soldaten auf der Militärbasis. Zur Zeit sind Soldaten aus Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, Norwegen, Belgien und Island im Einsatz. Bildrechte: Alfredas Pliadis/ Verteidigungsministerium
Soldaten bei Übung in Litauen
Als Reaktion auf die wachsenden Spannungen mit Russland, nach der Annexion der Krim, hatte die NATO 2016 die Entsendung von Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen beschlossen. Es war die größte Truppenverlegung Richtung Osten seit Ende des Kalten Krieges. Bildrechte: Vytenis Radžiūnas/LRT
Leopard 2 in Reinigung
Neben den deutschen Soldaten wurde auch jede Menge schweres Gerät nach Litauen gebracht, darunter mehrere Schützen- und Kampfpanzer. Hier wird gerade ein "Leopard 2" der Bundeswehr gereinigt. Bildrechte: Mantautas Patašius/ Litauische Armee
Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė und Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehen inmitten von Soldaten vor Panzern.
An der Zeremonie zum zweiten Jahrestag der Stationierung hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen teilgenommen. Laut von der Leyen sorgten die deutschen Soldaten nicht nur für die Sicherheit in der Region, sondern seien ein Beweis, dass die NATO ihren Verpflichtungen treu bleibe. "Wir bleiben hier so lange, wie man uns für die Sicherheit braucht", sagte sie. Bildrechte: Robertas Dačkus/Litauisches Präsidialamt
Vertreter der litauischen und der deutschen Regierung sitzen an einem Tisch.
Die deutsche Ministerin hat zudem versprochen, bis 2021 110 Millionen Euro in die militärische Infrastruktur Litauens zu investieren. Bildrechte: Robertas Dačkus/Litauisches Präsidentenamt
Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė reicht einem deutschen Soldaten die Hand.
Laut litauischem Präsidialamt sei die NATO heute viel besser darauf vorbereitet, sich zu verteidigen: "Das ist auch ein großer Verdienst von Deutschland. Mit der Übernahme der Verantwortung, die NATO-Truppe aus zehn Ländern in Litauen zu leiten, demonstriert Deutschland eine starke Führung. Dessen Rolle in der Frage der Sicherheit in Europa ist unersetzlich", meinte die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė. Bildrechte: Robertas Dačkus/Litauisches Präsidentenamt
Iskander-Rakete
Bei der Zeremonie vor einem Jahr hatte die litauische Staatspräsidentin die Lage trotz der NATO-Unterstützung als "immer noch gefährlich" bezeichnet. Denn Russland hatte im Februar 2018 dauerhaft Iskander-Raketen in die Ostsee-Exklave Kaliningrad verlegt. Das Bild zeigt eine Iskander-Rakete bei einer Militärvorführung in Jekaterinburg. Bildrechte: IMAGO
Soldaten auf dem NATO-Stützpunkt in Litauen.
In Zeiten der Aufkündigung des INF-Abrüstungsabkommens zwischen Russland und den USA und einer möglichen Aufrüstung in Europa könnte der NATO-Stützpunkt in Rukla noch an Bedeutung gewinnen.

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: MDR aktuell | 07.10.2018 | 19:30 Uhr
Bildrechte: Alfredas Pliadis/Litauisches Verteidigungsministerium
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