Bahnverkehr Abellio startet Ersatzverkehr zwischen Halle und Aschersleben

Bahnreisende in Sachsen-Anhalt müssen sich ab Sonntag wieder auf Zugausfälle beim Bahnunternehmen Abellio einstellen. Grund dafür sind Bauarbeiten im Netz der Deutschen Bahn. Statt der Züge soll dann ein Schienenersatzverkehr die Fahrgäste an ihr Ziel bringen.

Ein Triebwagen des Bahnanbieters Abellio steht auf einem Gleis am Bahnhof in Aschersleben im Salzlandkreis.
In den nächsten Wochen kommt es im Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt zum Teil zu Störungen. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Könnern und Aschersleben im Salzlandkreis fährt ab Sonntag, den 16. Oktober, ein Schienenersatzverkehr. Das hat das Bahnunternehmen Abellio angekündigt. Der Ersatzverkehr sei nötig, weil es an der Strecke Bauarbeiten durch die Deutsche Bahn gebe. Diese betreibt das Schienennetz. Die Strecke soll bis einschließlich 13. November für den Zugverkehr gesperrt bleiben.

Davon betroffen sind die Linien RE 4 zwischen Halle und Goslar sowie RE 24 zwischen Halle und Halberstadt. Die Züge dieser Linien werden in diesem Zeitraum umgeleitet. Dadurch entfallen alle Zwischenhalte zwischen Halle und Aschersleben. 

SEV hält an unterschiedlichen Stellen

Dieser Streckenabschnitt wird in dieser Zeit mit Bussen im Schienenersatzverkehr bedient. Die Busse als Ersatz für die Linie RE 4 halten laut Abellio unterwegs in Könnern, Belleben und Sandersleben. Die Busse als Ersatz für die RE 24 bedienen zusätzlich Freckleben und Drohndorf-Mehringen.

Aufgrund der längeren Fahrtzeiten der Busse und der umgeleiteten Züge kommt es zu Anpassungen im Fahrplan.

Auskunft über Kundenservice

Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt über ihre geplante Verbindung zu informieren. Informationen zu allen Fahrzeiten sind auf der Internetseite von Abellio zu finden. Infos zu den Fahrplanänderungen gibt es zudem über die kostenfreie Abellio-Hotline 0800 223 55 46.

Abellio sieht Verantwortung bei der Deutschen Bahn

Bereits in den vergangenen Monaten musste Abellio durch den Austausch defekter Schwellen und krankheitsbedingtem Personalausfall seinen Betrieb zum Teil erheblich einschränken. Abellio betonte erst vor wenigen Wochen im Sommer, dass die Probleme nicht in seiner Verantwortung lägen. Man sei hier auf die Infrastruktur der Deutschen Bahn angewiesen.

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MDR (Thomas Tasler)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Oktober 2022 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

steka vor 6 Wochen

Naja, hier trifft es Abellio. Instandsetzungsarbeiten müssen nun mal sein.
Und es ist auch Mitverschulden der Politik, wenn ein Konzern gezwungen wird seine Infrastruktur der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen.

steka vor 6 Wochen

Vielleicht bin ich zu altmodisch, ich verstehe das System nicht mehr. Abellio befährt die Strecke schon seit Jahren. Warum werden Gleise, Stellwerke und alles was dazugehört nich einfach in die Zuständigkeit von diesem Betreiber übergeben. Oder zumindest müßten MDV und NASA für die Infrastruktur in die Pflicht genommen werden. Es reicht nicht aus immer danach zu sehen wer die billigsten Züge betreibt.

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