15.08.2019 | 13:00 Uhr Webreportage "Chemnitz - auf sie mit Gefühl!"

Von Bordellen bis Breakdance, von Angst bis Zuversicht. Die Reportage von MDR SACHSEN zeigt das ganze Bild von Chemnitz, mit allen Emotionen. Und mit engagierten Menschen, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen.

Die Internetreportage bietet engagierten Menschen eine Bühne, lässt Chemnitzerinnen und Chemnitzern mit all ihren Gefühlen zu Wort kommen, die sonst unbeachtet bleiben oder schnell in die Schublade einer von Krawallen geprägten Stadt gesteckt werden.

Ein breites Stimmungsbild von Chemnitz 

Die Facetten von Chemnitz sind so vielfältig wie die Bewohner selbst. Neben den Stimmungen von Chemnitzerinnen und Chemnitzer werden sechs Menschen genauer portraitiert. Eine Theatermacherin, ein Sportler, Rentner und Lehrer, ein Azubi und eine Professorin erzählen in der Reportage über das Auf und Ab ihrer Gefühle in und mit Chemnitz.

Frust- statt Stellenabbau

Sein eigenes Schicksal und das eines Chemnitzer Wahrzeichens hat Freimut Aurich in die Hand genommen. Als er 1969 als Lehrling in den Union-Werke zu arbeiten anfing, konnte er nicht ahnen was auf seine Mitmenschen und Arbeitskollegen an Umbrüchen – und an Frust zukommen wird.

Doch der Frust war riesig, als nach 1990 die Union erst als Vorzeigeunternehmen übernommen und kurze Zeit später doch unverschuldet vor der Insolvenz stand. Ein Bremer Investor hatte sich übernommen. Doch die Maschinenbauer um Freimut Aurich wollten nicht aufgeben, kratzten ihr Erspartes zusammen und wurden kurzerhand selbst Eigentümer und damit Retter ihres Traditionsunternehmens.

Frust war in Chemnitz ausreichend da, es brauchte nur ein Ereignis um ihn zum Gären zu bringen.

Freimut Aurich ehem. Betriebsvorsitzender Union-Werke Chemnitz

Auch durch solche Ungerechtigkeitserfahrungen sitzt der Frust in Chemnitz tief, ist Freimut Aurich überzeugt. Und weiß doch selbst, dass mehr Emotionen als nur Frust diese Stadt prägten und noch immer bestimmen. Über diese Gefühlswelten berichtet die Internetreportage "Chemnitz – auf sie mit Gefühl!“. Sie erzählt von Frust, Angst, Überforderung und Zweifel, aber auch von Liebe und Motivation.

Eine Stadt der Liebe

Die Theatermacherin Heda Bayer hat einen ganz anderen Blick auf die Stadt. Sie erzählt von Bordellen auf dem Sonnenberg und Ihre Idee spielerisch mehr als nur körperliche Liebe zu verkaufen.

In Chemnitz ist viel Angst, aber auch ganz viel Liebe, ich sehe sie. Mit Liebe, nicht mit Regeln kann man Angst besiegen. Man muss sich nur trauen sie herauszukitzeln.

Heda Bayer Theatermacherin in Chemnitz

Chemnitz zeigt sich in der Reportage in all seinen Facetten. Es entsteht das Portrait einer Stadt mit international beachteten Breakdance-Crews, in denen sich Groß und Klein gegenseitig motivieren, zweifelnden Lehrern, glücklichen und unglücklichen Momenten in Sachsens drittgrößter Stadt.

Neue erzählerische Ebene

Die Berichte werden durch Zeichnungen der Chemnitzer Illustratorin Stephanie Brittnacher ergänzt. So werden verschiedenste Gefühle, Erlebnisse und Emotionen in Chemnitz zum Leben erweckt. Die Reportage kann als Internetreportage durchgeklickt oder als gesamter Film auf der Website von MDR SACHSEN oder bei YouTube angeschaut werden.

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Quelle: MDR

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