Karl Bebendorf gewinnt Bronze über 3000m Hindernis und schreit seine Freude heraus.
Jubel beim Dresdner Karl Bebendorf nach EM-Bronze. Bildrechte: IMAGO/Beautiful Sports

Leichtathletik | EM in Rom EM-Bronze für Dresdner Hindernisläufer Karl Bebendorf

10. Juni 2024, 22:15 Uhr

Karl Bebendorf aus Dresden ist bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Rom zu Bronze gelaufen. Der Hindernisläufer teilte sich die 3.000 Meter im Olympiastadion glänzend ein.

Der Dresdner Hindernisläufer Karl Bebendorf ist bei der Leichtathletik-EM in Rom am Montagabend (10. Juni 2024) zu Bronze gerannt. Ein toller Schlussspurt bei den 3.000 Metern sicherte dem Athleten des Dresdner SC den Platz auf dem Podium.

Mit seiner neuen Bestzeit von 8:14,41 Minuten lag er nur knapp hinter dem neuen Europameister Alexis Miellet (8:14,01) und Djilali Bedrani (8:14,36) aus Frankreich. Der 28-jährige Sachse hielt sich lange im Verfolgerfeld und lief in der letzten Runde dann noch an einigen Konkurrenten vorbei. Der Deutsche Meister, der 2022 in München EM-Vierter geworden war, sicherte sich mit der Zeit auch das Olympia-Ticket für Paris.

Erste deutsche Medaille über 3.000 Meter Hindernis seit 26 Jahren

Die bislang letzte deutsche Medaille über diese Strecke gab es 1998, damals wurde Damian Kallabis Europameister. Bebendorf wäre fast noch zu Silber gespurtet und schaffte ebenso eine persönliche Bestzeit wie Frederik Ruppert aus Tübingen, der in 8:15,08 Minuten starker Vierter wurde. Velten Schneider aus Sindelfingen kam auf Rang 16.

Karl Bebendorf holt Bronze über 3000m Hindernis. 1 min
Bildrechte: IMAGO/Beautiful Sports
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EM-Bronze für Hindernisläufer Karl Bebendorf vom Dresdner SC: Hier gibt es die Audio-Live-Reportage des 3.000-Meter-Hindernislaufs von Rom.

MDR AKTUELL Mo 10.06.2024 22:32Uhr 00:27 min

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Bebendorf: "Bin eine geisteskranke Zeit gelaufen"

Bebendorf sagte im ZDF: "Ich habe die ganze Zeit daran gedacht: Beine locker halten, Beine locker halten." Damit er am Ende noch zulegen kann: "Und genau dieser Punkt ist eingetreten. Das war auch der einzige Weg, das Rennen irgendwie zu gewinnen. Und das hat funktioniert." Auch über seine Bestzeit war er happy: "Ich bin glücklich, dass ich auch noch diese geisteskranke Zeit gelaufen bin. Dass ich so einen letzten Kilometer laufen kann, hätte ich selbst nicht geglaubt. Jetzt mache ich erst einmal Urlaub und wir sehen uns dann in Paris." Die Deutsche Meisterschaft, die er zuletzt fünf Mal gewann, lässt er aus.


cke/sid/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sport-Block | 10. Juni 2024 | 21:40 Uhr

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