Direktkandidaten im Porträt Steffen Dittes (Die Linke) | Wahlkreis 32 (Weimar II)

Zur Landtagswahl 2019 in Thüringen haben wir den Direktkandidatinnen und -kandidaten Fragen zur Person sowie zu politischen Themen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten von Steffen Dittes.

Zur Person

Steffen Dittes (Die Linke)
Steffen Dittes (Die Linke) Bildrechte: MDR/Steffen Dittes

  • Name: Steffen Dittes
  • Alter: 46 Jahre
  • Schulabschluss: Hochschulreife
  • Beruf: Elektronikfacharbeiter, Verwaltungsbetriebswirt (VWA)
  • Familienstand: Getrennt lebend
  • Wohnort: Erfurt

Politischer Werdegang

  • Seit 1991 Mitglied der PDS, DIE LINKE
  • Verschiedene Funktionen auf Kreisebene
  • 1994 - 2014 Mitglied im Thüringer Landtag
  • 2004 - 2011Mitglied des Stadtrates Arnstadt
  • 2004 - 2011 Vorsitzender Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Arnstadt
  • 2005 - 2013 Vorsitzender des Flüchtlingsrates Thüringen e.V.
  • Seit 2013 Stellvertretender Landesvorsitzender DIE LINKE. Thüringen
  • Seit 2014 Mitglied im Thüringer Landtag
  • Vorsitzender Innen- und Kommunalausschuss

Mitgliedschaft in Vereinen, Organisationen:

Flüchtlingsrat Thüringen e.V., Ver.di, Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen e.V., Kommunalpolitisches Forum e.V., ran e.V., Bildungskollektiv e.V., Rote Hilfe e.V.

Privates

Was ist Ihre größte Stärke?

Die Fähigkeit zum rationalen, analytischen und strategischen Denken.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich erkläre meine politischen Überzeugungen manchmal mit zu vielen und zu langen Sätzen.

Wo erholen Sie sich in Thüringen am liebsten?

Auf dem Fahrrad.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein Boot, eine Seekarte und ein Fernglas.

Politisches

Warum haben Sie sich als Direktkandidat zur Wahl gestellt?

Politik vermittelt sich über die Menschen, die sie vertreten. Ich möchte mit meinen Erfahrungen und Kompetenzen mit dazu beitragen, dass Thüringen auch in Zukunft von einer Regierung regiert wird, die Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität als Leitlinien ihrer Politik hat.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Politische Entscheidungen in allen Bereichen so zu gestalten, dass sich nicht nur die konkrete Lebenssituation der Menschen in Thüringen verbessert, sondern sie auch sicher und ohne Sorge in die Zukunft blicken können.

Was wollen Sie für Thüringen erreichen…

... im Bereich Bildung:

Dass statt Bildung für populistische Parteiauseinandersetzung zu missbrauchen in Thüringen über die Qualität von Bildung diskutiert und diese weiterentwickelt wird: gemeinsames Lernen, Schulcampus, Digitalisierung von Bildung, neue Lernformen, Öffnung der Schule.

... im Bereich Forschung und Entwicklung:

Die Einrichtung eines Lehrstuhls für kritische Ökonomie, damit nicht nur plakativ über ein Umsteuern zu mehr Nachhaltigkeit diskutiert wird, sondern diese Diskussion eine wissenschaftliche Grundlage erfährt.

... im Bereich Wirtschaft und Verkehr:

Ein thüringenweiter Verkehrsverbund, um mit einem Ticket von Sonneberg bis Nordhausen mit Bus und Bahn fahren zu können und der gleichzeitig der Einstieg in eine landesweite Mobilitätsgarantie ist und damit flächendeckend eine wirkliche Alternative zum Auto entsteht.

... im Bereich Innere Sicherheit:

Eine den tatsächlichen Herausforderungen für die Sicherheit der Menschen entsprechende personelle und technische Ausstattung der Polizei Thüringen auch über die Legislaturperiode hinaus sichern und gleichzeitig ein Polizeirecht auf den Weg bringen, das die Balance zwischen bürgerrechtlicher Freiheit und Sicherheit hält.

... im Bereich Umwelt/ Klimaschutz:

Dass wir uns auch mit denen anlegen, die für die wirklich großen Umweltzerstörungen die Verantwortung tragen, anstatt immer nur an die Verbraucher zu appellieren. Das heißt, wir müssen Bedingungen schaffen, die Umweltschutz nicht Profitinteressen unterordnet und neue Wege gehen, um Klima zu schützen. So kann beispielsweise der Verkauf von Helligkeit und Wärme anstelle von Strom und Gas den Ressourcenverbrauch senken, ohne dass die Lebensqualität sinkt.

Vervollständigen Sie bitte den Satz: In fünf Jahren sollte es in Thüringen...

... für die übergroße Mehrheit der Menschen keine Veranlassung mehr geben, eine extrem rechte Partei zu wählen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 27. Oktober 2019 | 18:00 Uhr