Vor 75 Jahren: Beginn der Dreharbeiten Erster Spielfilm nach dem Zweiten Weltkrieg: "Die Mörder sind unter uns"

Am 16. März 1945 beginnen die Dreharbeiten zum Spielfilm "Die Mörder sind unter uns". Es ist der erste deutsche Spielfilm der Nachkriegszeit. Buchautor Wolfgang Staudte führt auch Regie. Der DEFA-Film spielt im Jahr 1945 im zerbombten Berlin. Thema ist der Umgang mit den Verbrechen des Nationalsozialismus.

Szene aus dem Film "Die Mörder sind unter uns"
Filmszene aus "Die Mörder sind unter uns" Bildrechte: imago/United Archives

Der ehemalige Militär-Chirurg Dr. Hans Mertens (Ernst Wilhelm Borchert) kehrt nach dem Krieg zurück nach Berlin und findet sein Haus in Trümmern vor. Er leidet unter den schrecklichen Kriegserinnerungen und wird zum Alkoholiker.

Mertens hat immer noch vor Augen, wie sein ehemaliger Vorgesetzter, Ferdinand Brückner, am Weihnachtsabend 1942 Männer, Frauen und Kinder einer polnischen Ortschaft erschießen ließ.

Als Mertens Brückner wiedertrifft, ist der ehemalige Vorgesetzte ein beliebter Bürger und erfolgreicher Geschäftsmann. Mertens will Brückner töten.