#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 18. September

1958: Gründung der Interflug

1958 gründete sich die Interflug als staatliche Fluggsellschaft der DDR. Sie flog in erster Linie Ziele im sozialistischen Ausland in Osteuropa an, aber auch außereuropäische sozialistische "Bruderstaaten" wie Vietnam und Kuba. Dabei beschäftigte die Fluggesellschaft rund 8.000 Mitarbeiter. Mit dem Ende der DDR war auch das Ende der Interflug besiegelt: Im Februar 1991 liquidierte die Treuhand die Fluggesellschaft. Eine Übernahme durch die Lufthansa hatte das Bundeskartellamt 1990 abgelehnt.


1989: Demo in Leipzig: Aus "Wir wollen raus" wird "Wir bleiben hier"

Bei den wöchentlichen Montagsdemonstrationen in Leipzig dominierten anfangs der Ruf "Wir wollen raus!". Doch neben der Forderung nach Reisefreiheit wurden im September auch die Chöre lauter, die "Wir bleiben hier!" riefen. Seit Jahren hatte der Konflikt zwischen beiden Fraktionen insbesondere die Debatten in den kirchlichen Gruppen geprägt. Doch an diesem Abend siegte erstmals der Ruf zu bleiben.


2015: VW-Abgasskandal: USA-Umweltbehörde bestätigt Manipulation

2015 gab die Umweltbehörde "EPA" in den USA bekannt, dass die Abgasmessungen von VW-Diesel-Modellen jahrelang manipuliert wurden. Die Behörde teilte öffentlicht mit, dass der Autokonzern für die Tests eine Software nutzte, welche den gemessenen Schadstoffausstoß künstlich drückte. Der VW-Abgasskandal kam dadurch ins Rollen. Der Vorstandschef trat zurück, das Kraftfahrt-Bundesamt ordnete einen Pflichtrückruf an und weltweit wurden Klagen gegen den Konzern eingereicht. Mehrere VW-Funktionäre wurden verhaftet und von Gerichten in den USA zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Im September 2021 begann schließlich der Prozess gegen die früheren VW-Manager am Landgericht Braunschweig. Den Angeklagten drohen ebenfalls mehrere Jahre Haft.