Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 9. Mai

Münzschatzfund in der Sächsischen Schweiz

2016 fanden Kletterer einen bedeutenden Münzschatz in der Sächsischen Schweiz. In einer Felsspalte entdeckten sie rund 1.000 Silbermünzen. Nach weiteren Bergungen durch das Landesamt für Archäologie Sachsen stieg die Anzahl sogar auf 2275 Silbermünzen und zwei Goldmünzen. Sie stammen aus dem 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert. Es handelte sich um einen der größten Münzschatzfunde Sachsens. Das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen führte die wissenschaftliche Bestimmung des Geldes durch.

Erstes Atomkraftwerk in der DDR

1966 ging das Kernkraftwerk Rheinsberg in Brandenburg (KKR) als erstes Atomkraftwerk in der DDR ans Netz. Es sollte eigentlich nur eines von insgesamt 20 Atommeilern auf DDR-Gebiet werden. Die Staatsführung plante, den gesamten Energiebedarf der DDR mit eigenen Reaktoren zu sichern. Es kam anders: 1974 ging das zweite und letzte Kraftwerk der DDR in Lubmin bei Greifswald ans Netz. Zusammen deckten die beiden Kraftwerke etwa ein Zehntel des Stromverbrauchs in der DDR ab. Beide AKW wurden 1990 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Der Abbau des KKR dauert bis heute an.

Auߟenansicht des Kernkraftwerkes Rheinsberg bei Menz Landkreis Ostprignitz Ruppin 1 min
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Di 04.05.2021 11:04Uhr 01:04 min

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"Anti-Baby-Pille" wird zugelassen

1960 erhielt die "Anti-Baby-Pille" die Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde. 1965 brachte der VEB Jenapharm sein eigenes Präparat "Ovosiston" auf den DDR-Markt. Zunächst nur für kinderreiche Frauen vorgesehen, wurde das Mittel in der DDR bald als "Wunschkindpille" beworben. Trotz zahlreicher Nebenwirkungen entwickelte sich die Anti-Baby-Pille in westlichen Industriestaaten zu einem der meistverwendeten Verhütungsmittel. Ihr Gebrauch ist bis heute gesellschaftlich umstritten und wird gesetzlich reglementiert.

Die Wunschkindpille "Ovosiston" vom VEB Jenapharm.
Zunächst nur für kinderreiche Frauen vorgesehen, wurde die Anti-Baby-Pille "Ovosiston" in der DDR schnell als "Wunschkindpille" beworben. Bildrechte: MDR/Karina Hessland