Mare mit Ehemann Olavi und ihren vier Kindern, sie leben auf Kihnu
Mare mit Ehemann Olavi und ihren vier Kindern, sie leben auf Kihnu Bildrechte: MDR/Julia Finkernagel

MDR erneut mit Hörfilmpreis ausgezeichnet

Für die Hörfilmfassung der Dokumentation "Ein Jahr auf Kihnu" hat der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK renommierten Deutschen Hörfilmpreis in der Kategorie Dokumentation verliehen bekommen. Die Auszeichnung wurde am Dienstagabend in Berlin überreicht.
Schon im Vorjahr war der MDR ausgezeichnet worden.

Mare mit Ehemann Olavi und ihren vier Kindern, sie leben auf Kihnu
Mare mit Ehemann Olavi und ihren vier Kindern, sie leben auf Kihnu Bildrechte: MDR/Julia Finkernagel

Der Film "Ein Jahr auf Kihnu" beschreibt in eindrücklichen Bildern den Alltag der rund 400 Menschen auf der kleinen estnischen Insel Kihnu. Das Inselleben wird von den Frauen bestimmt und ist geprägt von alten Traditionen. Die Männer sind die meiste Zeit des Jahres auf See.

Mit dem Preis wird die herausragende Audiodeskription dieser Dokumentation gewürdigt, die von der MDR Redaktion Natur/Entdeckungen für ARTE produziert wurde. Die Hörfilmfassung der Dokumentation "Ein Jahr auf Kihnu" steht ab sofort in der MDR-Mediathek zur Verfügung.
Im MDR-Fernsehen wird sie am Karsamstag, 20. April, um 13.15 Uhr, gesendet.

Das Team von 'In aller Freundschaft' bei der Verleihung des Publikumspreises beim 16. Deutschen Hörfilmpreis. Entgegengenommen wird der Preis von: Georg Schmolz, MDR. Filmteam: Heidi Kranz, Regisseurin;  Jonah Rausch, Schauspieler;  Jascha Rust, Schauspieler;  Isabel Schosnig, Schauspielerin;  Jana Brandt, MDR.  Team Audiodeskription: Susi Kirsten;  Anja Köhler;  Gabriele Reichelt;  Susanne Willnow
Das Team von "In aller Freundschaft" bei der Verleihung des Publikumspreises beim 16. Deutschen Hörfilmpreis. Bildrechte: Blinden und Sehbehindertenverband

"Diesen renommierten Preis das zweite Mal in Folge zu erhalten, ist ein besonderer Erfolg für den MDR. Es zeigt, dass Inklusion für den MDR ein wichtiges Ziel bleibt. Nach dem Publikumspreis des Hörfilmpreises für "In aller Freundschaft" im letzten Jahr und der Dokumentation in diesem Jahr zeigt es aber auch: Unsere barrierefreien Anstrengungen, z.B. in der Audiodeskription, sind umfassend und sie gelten unterschiedlichen Programmfarben",
sagt MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi.

Der MDR erweitert laufend seine Kompetenz in punkto Audiodeskription. Ursprünglich fast ausschließlich für fiktionale Formate wie Tatort oder Polizeiruf angewendet, wird sie heute auch in Dokumentationen bzw. Sendungen wie "Sagenhaft" sowie besonderen Programmhöhepunkten in der Unterhaltung ("Goldene Henne", "Kreuzchor im Stadion" usw.). Seit letztem Jahr neu werden auch herausgehobene Sportereignisse im Fernsehen hörbeschrieben.

Porträt aus Birgit Püves Fotousstellung "Das Poem von Kihnu"
Porträt aus Birgit Püves Fotousstellung "Das Poem von Kihnu" Bildrechte: Birgit Püve

Die Dokumentation von Julia Finkernagel wurde im Oktober 2018 erstmals auf ARTE ausgestrahlt, die Hörfilmfassung vom MDR für den deutsch-französischen Sender produziert. "Auf der Basis der gelungenen Dokumentation haben alle Beteiligten eine bemerkenswerte Hörfilmfassung erstellt: Vom Hörfilmtext über die Sprecherin bis hin zum Ton, der in einer gesonderten Spur aufgezeichnet wird. Das ist eine tolle Leistung, für die alles passen muss." sagt Georg Schmolz, Leiter der barrierefreien Programmzugänge in der MDR-Redaktion Telemedien.

Das gute Zusammenwirken von Originalfilm der Autorin Julia Finkernagel und der Audiodeskription wird von der Jury des 17. Deutschen Hörfilmpreises, darunter auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und vdK-Vorsitzenden Verena Bentele, gelobt: Kulturspezifische Besonderheiten des Insellebens werden in der Hörbeschreibung ebenso feinfühlig widergegeben wie die Natur- und Landschaftsbilder. Die Hörbeschreibung schafft damit auch für blinde und sehbehinderte Zuschauer ein authentisches Hör-Bild von Kihnu. Dafür nutzt die Audiodeskription die filmischen Dialogpausen und beschreibt die Bilder oder das Geschehen. Damit können seheingeschränkte Menschen an dem visuellen Erleben teilhaben. Der MDR sendet täglich etwa 3 ½ Stunden seines Programmes mit diesem Service für sehbehinderte Zuschauer.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) verleiht den Deutschen Hörfilmpreis seit 2002 und zeichnet damit herausragende Hörfilme aus sowie Projekte, die diese barrierefreien Filmerlebnisse voranbringen.
In diesem Jahr waren 16 Produktionen nominiert.

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2019, 09:22 Uhr

Audiodeskription im MDR

Hinter den Kulissen der Audiodeskription

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MDR KULTUR - Das Radio Mi 14.03.2018 15:24Uhr 04:08 min

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