#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 26. November

2001: SPD-Politikerin Regine Hildebrandt gestorben

Vor 20 Jahren stirbt Regine Hildebrandt an Brustkrebs. Bereits 1996 war sie daran erkrankt.

Entscheidend ist nicht die Länge des Lebens, sondern dass man sein Leben weiterführen kann, so wie man es für richtig hält.

Regine Hildebrandt 1996, als ihre Erkrankung bekannt wurde

Hildebrandt wird am 26. April 1941 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studiert sie an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie und arbeitet nach der Promotion in einem pharmakologischen Großbetrieb. 1989 engagiert sich Regine Hildebrandt in der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt" und tritt im Oktober 1989 in die Sozialdemokratische Partei der DDR (SDP) ein, die sich später mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) vereinigt.

Sie wird Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Im Oktober 1990 wird sie im Brandenburger Landtag Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen und außerdem in den SPD-Parteivorstand gewählt. Als die SPD 1999 eine Koalition mit der CDU eingeht, gibt sie das Ministeramt auf. 

2000: Erster BSE-Fall offiziell bekannt gegeben

Als am 26. November 2000 der erste offizielle BSE-Fall in Deutschland bekannt wird, ordnet die Regierung BSE-Tests an. Bis 2002 werden in Deutschland 400.000 Rinder geschlachtet und vernichtet. Die Kosten belaufen sich auf rund zwei Milliarden Mark.

Kuh in einem, die sich mit ihrer Zunge über das Maul leckt
400.000 Rinder werden in Folge der BSE-Seuche in Deutschland binnen zwei Jahren geschlachtet und vernichtet. Bildrechte: dpa

1986 taucht BSE das erste Mal in Großbritannien bei einem Rind auf. 37.000 kranke Rinder werden getötet und verbrannt. Zehn Jahre später wird bekannt, dass der BSE-Erreger auf Menschen übertragen werden kann und bei den Betroffenen Gedächtnislücken, Seh- und Gleichgewichtsstörungen sowie Demenz auslöst. Die Gehirnveränderungen ähneln der bereits 1920 beschriebenen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Im Zuge der BSE-Krise bricht der Fleischmarkt in Europa zusammen und allein in Deutschland verringert sich der Fleischkonsum schlagartig um 50 Prozent.

1976: Robert Havemann zu Hausarrest verurteilt

DDR-Regimekritiker Prof. Robert Havemann, hier beim Verlassen des Gerichtsgebäudes mit seiner Frau Annedore
DDR-Regimekritiker Prof. Robert Havemann, hier beim Verlassen des Gerichtsgebäudes mit seiner Frau Annedore im Juli 1979. Bildrechte: dpa

Weil er sich öffentlich gegen die Ausbürgerung seines Freundes, des Liedermachers Wolf Biermann äußert, wird Robert Havemann am 26. November 1976 zu Hausarrest verurteilt. Havemann hat einen Appell an Erich Honecker im westdeutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlichen lassen. Er und seine Familie dürfen bis zum Mai 1979 ihr Haus nicht mehr verlassen. Rund um die Uhr werden sie überwacht, auch nach Aufhebung des Hausarrests. Im Juli 1979 wird Havemann vom DDR-Kreisgericht Fürstenwalde zu 10.000 Mark Geldstrafe verurteilt.

Der Chemiker gehört bereits seit den 60er-Jahren zu den Regimekritikern in der DDR. Aufgrund von kritischen Vorlesungen an der Humboldt-Universität in Berlin, bekommt er Berufsverbot mit anschließendem Parteiausschluss.

1976: Ausbürgerung Wolf Biermann 1 min
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Sa 13.11.2021 17:52Uhr 00:33 min

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