#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 29. August ...

1885: Patent auf erstes Motorrad angemeldet

1885 wurde das erste Motorrad patentiert. Der Ingenieur, Konstrukteur und Industrielle Gottfried Daimler und der Konstrukteur Wilhelm Maybach hatten das hölzerne Zweirad entwickelt. Der "Reitwagen" war auch gleichzeitig das älteste Fahrzeug mit Benzinmotor. Er war mit einem kleinen und schnelllaufenden Verbrennungsmotor, der sogenannten "Standuhr", ausgestattet. Mit einer Geschwindigkeit von acht Stundenkilometern war das ein revolutionäres Fortbewegungsmittel zu dieser Zeit.

Ein hölzernes Motorrad.
Eine Nachbildung des sogenannten Daimler-Reitwagens steht heute unter anderem im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Bildrechte: dpa

1961: Aktion "Ochsenkopf" gegen Westfernsehen

1961 beschloss der Zentralrat der Freien Deutschen Jugend (FDJ) die Aktion "Ochsenkopf", auch Aktion "Blitz kontra NATO-Sender" genannt. Vom Ochsenkopf, einem Berg im Fichtelgebirge, fand das Westfernsehen den Weg in die Wohnzimmer der meisten DDR-Bürger. Dafür mussten nur die TV-Antennen geschickt ausgerichtet werden. Mit der Aktion "Ochsenkopf" sollte die Bevölkerung dazu gebracht werden, ihre Fernsehantennen freiwillig in "Richtung Sozialismus und Frieden" zu drehen. Kontrolliert wurde die Umsetzung durch linientreue, der Stasi nahestehende FDJ-Funktionärinnen und Funktionäre. Doch die Aktion hatte keinen dauerhaften Erfolg, weil die DDR-Bürgerinnen und Bürger nicht auf die Westsender verzichten wollten. In den 1960er-Jahren wurden ihre Antennen häufig noch gewaltsam entfernt, in den 1970ern verhöhnt und später resignierend geduldet.

DDR, Berlin, Prenzlauer Berg, Mann richtet seine Fernsehantenne, November 1986
1986 richtet ein Mann in Ost-Berlin seine Fernsehantenne neu aus. Bildrechte: IMAGO / Christian Thiel

1990: 3. Oktober soll Nationalfeiertag werden

1990 vereinbarten Bundeskanzler Helmut Kohl und die Ministerpräsidenten der Länder in den Vorgesprächen zum Einigungsvertrag, dass künftig der 3. Oktober "Tag der deutschen Einheit" sein soll. Auch Lothar de Maizière, der letzte Ministerpräsident der DDR, war bei den Verhandlungen anwesend. Der 3. Oktober löste den 17. Juni als "Tag der Deutschen Einheit" ab. Dieser war in der Bundesrepublik bereits seit 1953 gesetzlicher Feiertag – in Gedenken an den Volksaufstand in der DDR. Der "Tag der Deutschen Einheit" ist der einzige deutsche Feiertag nach Bundesrecht. Über alle anderen Feiertage verfügen Gesetze der Bundesländer.

Die Flagge der BRD weht auf dem Reichstag in Berlin.
Der 3. Oktober ist der Nationalfeiertag in Deutschland. Bildrechte: colourbox.com

1991: Ermittlungen gegen Schalck-Golodkowski

1991 leitete die Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Spionageverdachts gegen Alexander Schalck-Golodkowski ein. Es war nur eines von rund 80 Strafermittlungsverfahren gegen den ehemaligen DDR-Devisenbeschaffer. Die Vorwürfe reichten von Untreue, Betrug, Spionage bis hin zu Embargo- und Devisenvergehen. Er selbst verteidigte sich mit dem Argument, stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben. Letztlich wurde er in zwei Fällen schuldig gesprochen. 1996 verurteilte ihn das Landgericht Berlin zu einer einjährigen Haftstrafe wegen illegalen Waffenhandels. 1998 wurde Schalck-Golodkowski aufgrund einer Krebserkrankung als verhandlungsunfähig erklärt. Dennoch erhielt er im selben Jahr eine Bewährungsstrafe wegen Embargovergehens.

Zeitungen mit verschiedenen Schlagzeilen zu Schalck-Golodkowski 2 min
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2 min

1991 berichtete das Spätjournal über Alexander Schalck-Golodkowski.

Di 17.08.2021 11:55Uhr 01:50 min

https://www.mdr.de/geschichte/video-545652.html

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