Ziergras Rutenhirse – ein Blickfang im Garten

Botanischer Name: Panicum

Rutenhirse ist ein wahrer Blickfang im Beet. Noch dazu ist das Panicum robust und pflegeleicht. Mit welchen Pflanzen sich das Ziergras gut kombinieren lässt, was beim Pflanzen und bei der Pflege zu beachten ist, lesen Sie im Steckbrief.

Halme der Rutenhirse 'Heiliger Hain'.
Schaukelt Rutenhirse sanft im Wind, vermittelt sie Leichtigkeit im Beet. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rutenhirse auf einen Blick
Heimat Nordamerikanische Prärie
Pflanzenfamilie Süßgräser
Wuchs horstig, straff aufrecht; wird 80 bis 100 cm hoch
Blüte ja, Rispen, rötlich-bräunlich bis violett-purpur
Standort sonnig
Boden mager, durchlässig, trocken
Winterhart ja
Mehrjährig ja
Lebensdauer ca. 15 Jahre im Beet
Besonderheiten Der straff aufrechte Wuchs bringt vertikale Strukturen ins Beet. Die Laubfärbung ist je nach Sorte grün, rötlich bis purpur und blau.

Rutenhirse pflanzen und kombinieren

Pflanzen Sie die Rutenhirse zwischen März und April in mageren, durchlässigen Boden an einen sonnigen Standort. Achten Sie bei der Tiefe des Pflanzloches darauf, dass die Oberkante des Topfes mit der Oberkante des Beetes übereinstimmt.

Amsonien im Beet.
Rutenhirse lässt sich gut mit Amsonien (im Bild) kombinieren. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Das Panicum ist eine Solitärpflanze, d.h. sie wirkt für sich und ist ein wahrer Blickfang im Beet. Setzen Sie die Rutenhirse gezielt bei Pflanzungen ein. Mehr als zwei bis drei Pflanzen pro Quadratmeter, sollten es nicht sein, empfiehlt Pflanzplaner Daniel Zugwurst.

Als Begleitpflanzen eignen sich beim Panicum alle Pflanzen, die sich in der Steppe und in der Prärie wohlfühlen würden. Astern-Arten, Katzenminze und Steppensalbei lassen sich gut mit der Rutenhirse kombinieren. Aber auch Amsonien oder Kalimeris passen gut zu dem Ziergras. In Kombination mit Lavendel bekommt das Beet ein mediterranes Flair. Für Blütenpracht im Frühjahr können Sie auch Blumenzwiebeln ins Beet bringen. Wildtulpen oder Narzissen passen gut zu Rutenhirse.

Panicum vermehren

Am Naturstandort vermehrt sich die Rutenhirse über Selbstaussaat. Wer möchte, kann das Panicum aber auch gezielt teilen.

Rutenhirse zurückschneiden und gießen

Zwischen Februar und März sollte die Rutenhirse bodennah zurückgeschnitten werden. Seien Sie dabei ruhig mutig! Im Mai bis Juni steht das Panicum dann wieder in seiner vollen Pracht da.

Rutenhirse muss ausgepflanzt nicht gedüngt werden. Sie mag es eher mager. Wenn der Boden über Jahre wirklich verbraucht ist, können Sie das Schnittgut zum Mulchen verwenden. Häckseln Sie dafür die abgeschnittenen Halme und verteilen Sie sie im Beet.

Die Rutenhirse sollte von Zeit zu Zeit gegossen werden. Das ist gerade bei anhaltender Trockenheit wichtig und gilt vor allem für die hohen Sorten. Sie verlieren sonst ihre Standfestigkeit. Im Winter darf die Rutenhirse nicht zu viel Wasser abbekommt: Ist der Ballen zu feucht und es friert, platzt der Ballen auf. Das nennt sich "auswintern" und wird von den Pflanzen nicht überlebt.

Rutenhirse 'Shenandoah' vor Amsonien im Beet.
Erinnern Sie sich an das Lied "Country Roads"? Der Fluss, der darin besungen wird, heißt genauso wie diese Rutenhirse: Shenandoah. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Rutenhirse als Deko im Beet oder im Trockenstrauß

Rutenhirse eignet sich gut als dekorativer Beetschmuck. Außerdem lässt sich die Rutenhirse gut für Trockensträuße verwenden. Im Gegensatz zu Miscanthus ist die Rutenhirse standhaft und lässt sich für solche Sträuße immer gut abschneiden.

Schädlinge und Krankheiten

Rutenhirse ist sehr robust. Schädlinge und Krankheiten, die das Panicum befallen könnten, sind nicht bekannt.

Gärtner Daniel Zugwurst steht neben Rutenhirse.
Pflanzplaner Daniel Zugwurst war im MDR Garten der Gesprächsgast zum Thema Ziergräser. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 04. Oktober 2020 | 08:30 Uhr