Perfekt für sonnige Standorte Sonnenbraut: Eine Farbbombe im Garten

Helenium-Hybride

Für Farbakzente im Garten sorgt die Sonnenbraut. Was die Staude so besonders macht, was es bei ihrer Pflege zu beachten gibt und wie sie gut kombiniert werden kann, hat im MDR Garten Pascal Klenart von der Gärtnerei Klenart Erfurt erklärt.

Nahaufnahme mehrerer gelber Blüten.
Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Auf einen Blick
Heimat Nord-, Mittel- und Südamerika
Pflanzenfamilie Korbblüter
Wuchs aufrecht, horstig; 10 bis 160 Zentimeter hoch
Blüte ja; gelb, rot, orange, rotbraun (auch mehrfarbige Blüten möglich)
Blütezeit Juli bis September
Standort sonnig
Boden lehmig-humos, nährstoffreich und frisch bis feucht
Winterhart ja
Mehrjährig ja
Lebensdauer langlebig
Besonderheiten Hält direkte Sonneneinstrahlung aus; Lange Blütezeit (Einzelblüte sechs bis acht Wochen);

Das macht die Sonnenbraut so besonders:

Die Sonnenbraut ist eine wahre Farbbombe im Garten. Sie blüht gelb, orange und rot. Aber auch in Kupfertönen gibt es sie zu entdecken. Besonders ist sie auch wegen ihrer langen Blütezeit. Jede einzelne Blüte dauert sechs bis acht Wochen - da ist die Gesamtblüte noch länger. Einzelne Blüten treiben sogar nach. Bei den Sonnenbräuten gibt es Frühsommer- und Herbstblüher. Sie blühen von Juni bis August bzw. Ende Juli bis Anfang Oktober. Überhaupt gibt es die Sonnenbraut in vielen, verschiedenen Sorten.

Auch ihre Winterhärte macht die Sonnenbraut zu einer besonderen Staude. Sie stammt aus den kälteren Regionen Nordamerikas, Kälte kann ihr nichts anhaben. Daher muss die Sonnenbraut im Winter auch nicht extra geschützt werden. Außerdem ist die Sonnenbraut eine sehr bienen- und schnittfreundliche Staude. Sie hält daher lange in der Vase und lockt Bienen an.

Nahaufnahme von kupferfarbenen und lilafarbenen Blüten.
Sonnenbraut vs. Sonnenhut Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Sonnenbraut vs. Sonnenhut Der Sonnenhut (rechts im Bild, lila) hat deutlich größere Blüten als die Sonnenbraut (links im Bild, rot). Außerdem sind die Blüten des Sonnenhuts insgesamt härter als die der Sonnenbraut. Daher wird der Sonnenhut oft auch als Igelkopf bezeichnet. Zudem sind die Blätter des Sonnenhuts behaarter als bei der Sonnenbraut.

Das gilt es bei der Pflege zu beachten:

Nicht zu trocken und nicht zu nass sollte die Sonnenbraut stehen. Sie gehört also eher zu den entspannten Stauden im Garten. Die Sonnenbraut braucht lediglich bei Trockenheit im Sommer hin und wieder gegossen zu werden. Außerdem verträgt sie problemlos Vollsonne.

Bei der Bodenwahl ist sie auch recht anspruchslos: Normaler Gartenboden genügt ihr. Außerdem ist keine Düngung erforderlich. Die beste Zeit für den Rückschnitt sind das zeitige Frühjahr und der Herbst. Sonnenbräute können auch im Kübel gepflanzt werden. Hierfür eignen sich vor allem niedrigere Sorten wie "Ruby Tuesday".

Nahaufnahme einer roten Blüte mit einem gelben Stempel.
Sonnenbraut 'Ruby Tuesday' Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Ein Mann und eine Frau stehen hinter einem Beet mit ganz vielen blühenden Blüten.
Staudengärtner Pascal Klenart hat MDR Garten-Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig Fragen rund um die Sonnenbraut beantwortet. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Expertentipp Durch einen dreistufigen Rückschnitt lässt sich die Blühzeit verlängern. Dabei werden ein Teil der Sonnenbräute nach einem Drittel der Pflanzhöhe, ein zweiter Teil nach zwei Dritteln der Pflanzhöhe und der dritte Teil gar nicht zurückgeschnitten. Der gar nicht zurückgeschnittene Teil blüht zuerst, dann folgt der zweite Teil mit sechs bis acht Wochen Verzögerung und schließlich blüht der am stärksten zurückgeschnittene Teil acht bis zehn Wochen später als normalerweise.

Diese Pflanzen lassen sich gut mit Sonnenbraut kombinieren:

Sonnenbräute lassen sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren. Hierfür eignen sich das Schleierkraut, die Prachtkerze, verschiedene Gräser (wie das Reitgras "Paul Förster") und die Kugeldistel.

Verschiedene Gräser und Blumen stecken in einem großen Metalleimer im Freien.
Verschiedene Begleitpflanzen für Sonnenbräute. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 28. Juli 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2019, 08:30 Uhr