Neuigkeiten zum Corona-Virus vom Freitag

Corona hat die Ernährung im Alltag verändert.
Die EU-Kommission soll Lufthansa helfen.
Der Bundes-Elternrat
will Unterricht vor dem Bildschirm.
Heute war der Runde Tisch zu Corona in Dresden.

Gemüsesalat mit Hähnchenbrust
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Das Corona-Virus verändert die Ernähungs-Gewohnheiten

Die Ernährungs-Ministerin Julia Klöckner
hat eine Studie über Ernährung in Berlin vorgestellt.
Die Studie forscht über Ess-Gewohnheiten
in der Corona-Zeit.

In der Studie zeigt:
Die Corono-Zeit wirkt sich auf die Ess-Gewohnheiten aus.
Zu Hause wird mehr gekocht.
Das sagen 30 Prozent der Menschen,
die gefragt wurden.

Die Ernährungs-Ministerin sagte:
Essen und Trinken aus der Region
ist für viele Menschen wichtiger geworden.

Es gibt mehr Wert-Schätzung
für die heimische Landwirtschaft
und die Bauern in der Region.

Für fast die Hälfte der Menschen, die gefragt wurden,
ist die Landwirtschaft wichtiger geworden.
Und auch die regionale Herkunft von Lebensmitteln
wird für viele Menschen wichtiger.
Das sagten 83 Prozent.

Außerdem essen die Menschen in Deutschland
jetzt weniger Fleisch als vor 4 Jahren.
Da gab es die letzte Befragung.
Vor 4 Jahren haben 34 Prozent der Menschen
täglich Fleisch und Wurst gegessen.
Jetz waren es nur noch 26 Prozent der Menschen.

Viele Menschen wollen jetzt
mehr vegetarische Produkte essen.
Die Hälfte der Befragen
hat solche Produkte schon oft gekauft.

Auch Siegel auf Verpackungen werden immer wichtiger.
Die Hälftet der Befragten achtet auf das Bio-Siegel.
Die meisten Menschen wollen auch
ein staatliches Tierwohl-Kennzeichen.
Das ist auch ein Siegel.
Das Siegel zeigt,
ob es dem Tier in den letzten Monaten gut gegangen ist.

Das Tierwohl-Kennzeichen ist jetzt geplant.
Für so ein Siegel sind viele bereit,
mehr Geld für solches Fleisch zu bezahlen.

Die Partei die Linke will aber
strengere Gesetze statt freiwillliges Handeln.
Die Bundes-Regierung
soll Kennzeichnungen einführen.
Die sollen für alle gelten.
Denn das Lebensmittel-Angebot muss gesünder werden.

Für den ErnährungsStudie wurden 1.000 Menschen befragt.
Zusätzlich wurden Menschen
zu den Auswirkungen der Corona-Krise befragt.

Miinister-Präsident Michael Kretscher
hat gestern zum Runden Corona-Tisch in Dresden geladen

Der Minister-Präsident von Sachsen
wollte die Menschen zum Thema Corona befragen.
Der Minister-Präsident hat den Geschichten der Menschen zugehört.
Besonders bewegend war die Geschichte
von dem Bundestags-Abgeordnetem Andreas Weigl.
Der hatte sich mit dem Corona-Virus angesteckt.
Er lag im Koma
und Ärzte kämpften um sein Leben.
Er berichtet über die Schwierigkeiten,
eine Reha-Klinik zu finden.

Außerdem ging es bei dem Runden Tisch heute
um Kitas, die Pflege und um Reisebüros.

Viele Reisebüros haben große Not und hatten Angst,
weil sie plötzlich keine Arbeit mehr hatten.
Andere mussten dafür rund um die Uhr arbeiten.

Am Runden Tisch sitzen auch Gegner der Corona-Regeln.
Sie halten die Regeln für nicht wichtig.
Und sie finden es nicht gut:
Dass alle Läden und Betriebe zumachen mussten.

Die Menschen brachten viele Vorschläge mit.
Die nimmt der Minister-Präsident Kretschmer mit
für den nächsten Runden Tisch.
Er sagte:
Es ist wichtig, dass man sich gegenseitig zuhört.
Und dass man sich respektiert.

Der Runde Tisch dauerte 3 Stunden.
Viele Probleme blieben noch offen.
Aber der Runde Tisch wird fortgesetzt.

Wie wird es für die Schulen nach den Ferien weitergehen?

Der Vorsitzende des Elternrates schlug heute vor:
andere Gebäude zu nutzen, um Klassen einzurichten.
Zum Beispiel:

  • Vereins-Zentren
  • und Tagungsräume.

Außerdem soll es eine Mischung
aus tradiertem und digitalem Unterricht geben.
Dafür sollen sich die Lehrer
in den Sommer-Ferien ausbilden lassen.

Auch der Präsident des Lehrer-Verbandes
äußerte sich zum Home-Schooling (gesprochen: homskuling)
Das ist der Schul-Unterricht zu Hause.
Er forder:
Die Kinder sollen auch vor dem Computer sitzen,
wenn Lehrer mit ihnen reden wollen.
Und klare Regeln zur Notenvergabe.
Außerdem gibt es viele Unterschiede in den Leistungen.
Bei einigen Kindern sieht der Lehrer-Verband
große Schwächen.
Die Kinder mit den Lern-Schwächen
sollen llieber wieder in der Schule Unterricht bekommen.

Die Fluglinie Lufthansa bekommt von der EU eine Auflage

Mit Geld will die Bundes-Regierung
die deutsche Fluglinie Lufthansa retten.
Die Lufthansa steckt in ihrer größten Krise.
Denn wegen Corona
konnten die Menschen nicht mehr verreisen.

9 Millionen Euro will die Bundes-Republik geben.
Das findet die EU-Kommission nicht gut.
Durch die Staats-Hilfe befürchtet die Kommission
keinen gerechten Wettbewerb.

Deshalb verlangt die EU-Kommission,
dass 12 Flugzeuge und Slots an den Flughäfen
Frankfurt und München abgibt.
Slots sind Abflug- und Landeplätze für Flugzeuge.
Die sind bei Flug-Gesellschaften sehr begehrt.

Bundes-Verkehrsminister Andreas Scheuer
findet das nicht gut.

Auch Frankreich und Italien stützen ihre nationalen Fluglinien mit Milliarden-Hilfen mit Zustimmung der EU-Kommission.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR AKTUELL RADIO | 29.05. 2020 | 17:16 Uhr

Zum Nachhören - der Beitrag in schwerer Sprache