Patientenversorgung Thüringer Apotheker protestieren - Bedienung nur per Notdienstklappe

17. April 2024, 10:18 Uhr

Kunden von Thüringer Apotheken müssen sich ab Mittwochmittag auf Einschränkungen einstellen. Grund ist eine Protestaktion der Apotheker und Apothekerinnen, mit der sie unter anderem auf die angespannte Lage der Apotheken aufmerksam machen wollen.

Die Gertruden-Apotheke in Saalfeld
Mit ihrem Protest wollen die Apotheker in Thüringen nicht nur auf Lieferengpässe bei Medikamenten aufmerksam machen. Die Gertruden-Apotheke in Saalfeld beteiligt sich an der Aktion. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Schaufenster werden verhüllt

Ab Mittag sollen Kunden laut Deutscher Apotheker Zeitung nur noch per Notdienstklappe bedient werden. Außerdem werden die Schaufenster und Apotheken schwarz und rot verhangen, wie der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbands, Stefan Fink, ankündigte. Die Schaufenster sollen bis einschließlich 21. April verhüllt bleiben.

Noch 491 Apotheken in Thüringen

Laut Apothekerverband soll damit deutlich gemacht werden, dass die Apotheken nicht mehr selbstverständlich verfügbar sein werden, wenn man ihnen die Existenzgrundlage nehme. So hätten sich beispielsweise die Probleme mit den Lieferengpässen nach wie vor nicht verbessert und das seit Jahresbeginn geltende E-Rezept stelle die Apothekenteams Tag für Tag auf die Probe, heißt es.

Laut Apothekerverband stehen derzeit 211 der 491 Apotheken im Freistaat vor dem wirtschaftlichen Aus. Jede Zehnte habe bereits 2023 rote Zahlen geschrieben. In den letzten 15 Monaten hätten 16 Apotheken im Freistaat schließen müssen. Allein in diesem Jahr kamen bisher vier weitere dazu.

Mehr zur Lage der Apotheken

MDR (jhi/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. April 2024 | 06:00 Uhr

21 Kommentare

Tom0815 vor 5 Wochen

@Sozialberuflerin
Nunmehr stimme ich Ihnen zu, liegt wohl am WOLLEN.

Wenn @Dermbacher Ihre Post nicht richtig gelesen hätte, dann hätte er/sie ja mit sowas wie "Ups, habe ich überlesen..." reagieren können.

Wenn @Dermbacher Ihre Post nicht richtig oder falsch verstanden hätte, dann hätte er/sie das ja mit sowas wie "Ups, habe ich falsch verstanden..." reagieren können.

Da @Dermbacher aber gar nicht reagiert, war es dann wohl die Absicht mit einer solch sinnlosen Frage (sinnlos, da Ihr Post eindeutig war) sie bzw. Wikipedia zu diskreditieren, aber nichtmal den "A... in der hose zu haben" dann auch dazu zu stehen. Were ich @Dermbacher wohl bei Gelegenheit wieder unter die Nase reiben und ihn/sie damit bloßstellen.

hinter-dem-Regenbogen vor 5 Wochen

@unverbesserlicher Realist ___"In einer Marktwirtschaft . . ."

Ich entnehme Ihrer Einlassung, dass es nur richtig ist, das Gesundheitsverlangen der Menschen hierzulande, der Marktwirtschaft preiszugeben.

Ich persönlich empfand es schon als pietätslos, erfahren zu müssen, dass z.B. die Produzenten von Corona-Impfstoff , allesamt an der Börse platziert sind.
Genauso empfand ich auch die politischen Entscheidungen dazu.

Fazit:
Der Mensch mutiert zunehmend zu einer Ware, um welche dann der Börsenanleger um den maximalen Gewinn buhlt.
Eine solche Entwicklung wird massiv durch das Internet forciert und keine Gewerkschaft oder eine Politische Partei stellt sich diesem ethischen Zerfall in den Weg.

Sozialberuflerin vor 5 Wochen

Die drei größten Onlineapotheken sind sicher nicht von Inhabern lokaler Apotheken!!

Da stecken Gesundheits, - Wirtschafts-, Marketingkonzerne dahinter!
Hier und da noch Investoren!

Es gibt lokale Apotheken, die Onlinebestellungen und teilweise auch Lieferungen anbieten!
Das eine, hat mit dem anderen jedoch nichts zu tun!

Möchten Sie dafür Quellen?
Oder schaffen Sie die Informationenskette selbst zu bewältigen?

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