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Donald Trump empfängt Wolodymyr Selenskyj im September 2024 4 min
Audio: Nach Trump-Sieg: Ukraine zwischen Sorge und Hoffnung Bildrechte: IMAGO / ZUMA Press Wire

Ukraine-News | 07. November Bericht: Trump-Team macht Vorschläge zum Stopp des Ukraine-Kriegs

07. November 2024, 22:31 Uhr

Diese Ukraine-News vom Donnerstag, 07. November 2024 sind beendet.

Ukraine-News vom 07. November 2024

22:31 Uhr

Putin erklärt sich zu Gespräch mit Trump bereit

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA zeigt sich der russische Präsident Wladimir Putin bereit, mit seinem ehemaligen und künftigen US-Amtskollegen zu sprechen. Wenn einige der Staats- und Regierungschefs Kontakte wiederherstellen wollten, sei er nicht dagegen, sagte Putin bei einer Veranstaltung in Sotschi. Russland sei bereit zur Wiederherstellung der Beziehungen zu den USA, jedoch seien diese am Zug.

Eine Stellungnahme von Trump oder der US-Regierung von Präsident Joe Biden lag zunächst nicht vor. Trump hatte im Wahlkampf erklärt, er könne den Ukraine-Krieg in 24 Stunden beenden. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" sollen verschiedene Vorschläge seines Teams zur Beendigung des Ukraine-Krieges vorliegen.

19:45 Uhr

Ukraine sieht in Kürzung von US-Militärhilfe kein Szenario

Die Ukraine zieht nach eigenen Angaben keine künftigen Entwicklungen in Betracht, in denen die USA ihre Militärhilfe einschränken könnten. "Wir beschäftigen uns nicht mit Szenarien, in denen die USA ihre militärische Hilfe kürzen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Kiew. Zur Begründung hieß es, ein solcher Schritt läge nicht im Interesse der USA. Der Sprecher wies auch Erwägungen zurück, dass eine Kürzung der Militärhilfe die Ukraine zu Verhandlungen zwingen würde. Vielmehr würde ein solcher Schritt zu einer Ausweitung des Krieges führen.

19:26 Uhr

Selenskyj wirft Europäern Kuschen vor Putin vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat europäischen Partnern vorgeworfen, sein Land zu Zugeständnissen gegenüber Russland zu drängen. Selenskyj sagte beim europäischen Gipfel in Budapest, das sei für die Ukraine nicht akzeptabel und für Europa selbstmörderisch. Es sei illusorisch zu glauben, mit Zugeständnissen einen gerechten Frieden erreichen zu können. Namen nannte Selenskyj nicht. Zuletzt hatte Ungarns Regierungschef Viktor Orban eine neue Strategie der EU zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gefordert.

19:20 Uhr

Ukraine meldet Tote bei Angriffen in Donezk und Saporischschja

Im ukrainisch kontrollierten Teil der Region Donezk sind nach Angaben von Regionalgouverneur Wadym Filaschkin bei russischem Beschuss zwei Menschen getötet und fünf verletzt worden. In der Stadt Mykolaiwka seien ein fünfstöckiges Wohnhaus getroffen und vier weitere Gebäude beschädigt worden, schrieb er bei Telegram. Außerdem meldeten die ukrainischen Behörden den Einschlag einer russischen Lenkbombe in Saporischschja. Dabei wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs Ivan Fedorow vier Menschen getötet und 18 verletzt.

16:45 Uhr

Bericht: Trump-Team macht Vorschläge zum Stopp des Ukraine-Kriegs

Dem gewählten US-Präsidenten Donald Trump liegen nach einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) verschiedene Vorschläge seines Teams zur Beendigung des Ukraine-Krieges vor. Eine der Optionen sieht demnach vor, dass die Ukraine mindestens 20 Jahre auf einen Nato-Beitritt verzichten soll. Im Gegenzug würden die USA das Land weiterhin mit Waffen versorgen.

In dem Plan sei zudem eine entmilitarisierte Zone entlang der Front vorgesehen, wie das WSJ unter Berufung auf informierte Personen weiter berichtet. Wer konkret zur Überwachung des Waffenstillstands stationiert werden soll, sei aber noch unklar. US-Truppen würden dafür jedenfalls nicht zur Verfügung stehen. Laut einem Mitglied des Trump-Teams müssten das europäische Truppen übernehmen.

Dem "Wall Street Journal" zufolge liegt Trump auch ein Vorschlag vor, die Ukraine an den Verhandlungstisch zu zwingen, indem die USA Waffenlieferungen zurückhalten. Welche Pläne Trump letztlich verfolgen wird, ist aber noch völlig unklar. Er hatte im Wahlkampf angekündigt, den seit Februar 2022 andauernden Krieg rasch zu beenden.

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Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump während ihres kurzen Treffens am 27. September 2024 in New York 4 min
Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Ukraine Presidency/Ukrainian Pre

08:36 Uhr

Rheinmetall verzeichnet gestiegene Geschäftszahlen

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs macht Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall deutlich mehr Geschäfte. Wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, stieg der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 36 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis schnellte Rheinmetall zufolge sogar um 72 Prozent auf 705 Millionen Euro in die Höhe – die Geschäfte der Waffenschmiede wurden also wesentlich profitabler als zuvor. "Rheinmetall wird gebraucht, das zeigen unsere zahlreichen Auftragserfolge", sagt Firmenchef Armin Papperger. "Wir erleben ein Wachstum, wie wir es im Konzern noch nie hatten."

Armin Papperger 3 min
Bildrechte: picture alliance/dpa | Henning Kaiser

04:17 Uhr

Südkorea erwägt Waffenlieferungen an Ukraine

Nach der mutmaßlichen Entsendung nordkoreanischer Soldaten zur Unterstützung Russlands schließt Südkorea direkte Waffenlieferungen an die Ukraine nicht mehr aus. Präsident Yoon Suk Yeol kündigte an, die "Unterstützungsstrategie schrittweise anzupassen". Berichten zufolge hat Nordkorea über 10.000 Soldaten in die russische Grenzregion Kursk geschickt, um Moskaus Offensive zu stärken.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler 68 min
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler

02:53 Uhr

Russland äußert Hoffnung auf schnelle Friedenslösung

Nach der Präsidentschaftswahl in den USA sieht Russland im künftigen US-Präsidenten Donald Trump die Möglichkeit, den Krieg schnell zu beenden, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Trump habe als einer der wenigen US-Politiker Frieden anstelle eines langen Konflikts gefordert, sagte Peskow und kündigte an, Russland werde die künftige US-Politik genau beobachten. Ein offizielles Glückwunschschreiben von Putin an Trump erwartet man jedoch nicht – die USA gelten in Moskau weiterhin als "unfreundliches Land".

01:27 Uhr

Europäischer Gipfel in Ungarn diskutiert Sicherheitspolitik

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, am EPG-Gipfel heute in Budapest teilzunehmen, um die Zusammenarbeit der europäischen Staaten im Sicherheitsbereich zu stärken. Gastgeber Viktor Orbán, Trump-Unterstützer und Kritiker der bisherigen Ukraine-Strategie, fordert eine Neuausrichtung der EU-Politik. Experten warnen, dass eine solche Position, die eher Russland entgegenkommt, als Kapitulation der Ukraine verstanden werden könnte.

00:05 Uhr

Selenskyj hofft auf starke Partnerschaft mit Trump

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, nimmt am Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf der US Air Base Ramstein teil.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, nimmt am Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf der US Air Base Ramstein teil. Bildrechte: picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen nach eigenen Angaben ein "ausgezeichnetes Telefonat" mit ihm geführt. Die beiden seien sich darin einig, einen "engen Dialog" führen zu wollen und die Zusammenarbeit voranzutreiben, schrieb Selenskyj im Kurznachrichtendienst X. Dabei betonte er die Bedeutung der "starken und unerschütterlichen Führung der USA" für Frieden und Sicherheit.

Kiew sorgt sich jedoch um mögliche Kürzungen der US-Militärhilfe unter Trump und befürchtet, dass dieser mit Zugeständnissen an Russland ein schnelles Kriegsende anstreben könnte.

00:00 Uhr

Ukraine-News am Donnerstag, 7. November 2024

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen sind. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP,dpa,Reuters,MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 07. November 2024 | 06:00 Uhr

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