US-Wahl Biden gewinnt US-Präsidentenwahl

Den Ausschlag hat Pennsylvania gegeben: Medienberichten zufolge hat Joe Biden dort die insgesamt 20 Wahlleute geholt. Außerdem gewann Biden nach veröffentlichten Prognosen in Nevada. Damit hat er 279 Wahlleute auf sich vereint – und die Präsidentschaftswahl gewonnen.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden spricht neben seiner Frau Jill Biden zu seinen Anhängern.
Joe Biden und seine Frau Jill – der kommende Präsident und die nächste First Lady. Bildrechte: dpa

Der demokratische Kandidat Joseph R. Biden hat nach Meldung mehrerer US-Medien die nötige Mehrheit der Stimmen erlangt und wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Auf Twitter äußerte sich der 77-Jährige kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses im hart umkämpften US-Bundesstaat Pennsylvania:

Amerika – ich fühle mich geehrt, dass ihr mich gewählt habt, um unser großartiges Land zu führen. Ich will Präsident für alle Amerikaner sein.

Joe Biden Designierter US-Präsident

Der 78-Jährige hatte in Pennsylvania die Mehrheit der Stimmen erreicht und damit 20 Wahlleute gewonnen. Damit kommt Biden auf mindestens 279 von 538 Wahlleuten – für einen Wahlsieg waren 270 notwendig.

Erste schwarze Vizepräsidentin in den USA

An Bidens Seite wird Kamala Harris als Vizepräsidentin stehen. Die 56-Jährige ist damit die erste Schwarze und die erste Frau, die das Amt bekleidet. Harris schrieb auf Twitter, bei dieser Wahl gehe es um viel mehr als Biden und sie selbst. "Es geht um die Seele Amerikas und unsere Bereitschaft,dafür zu kämpfen."

Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Lasst uns anfangen.

Kamala Harris Designierte US-Vizepräsidentin

Trump erkennt Bidens Sieg nicht an

Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump hingegen erkennt den Sieg seines Herausforderers Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl nicht an. Er erklärte: "Die Wahl ist noch lange nicht vorbei". Biden stelle sich "fälschlicherweise" als Sieger dar. "Sie wollen nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt." Trump kündigte neue rechtliche Schritte gegen den Wahlausgang an. Im Vorfeld hatte er bereits erklärt, bis vor den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof der USA, zu ziehen. Seine Erfolgsaussichten gelten aber als gering.

Auszählungen laufen noch

Eine Wahlhelferin bringt am Tag der US-Präsidentschaftswahl Tabletts mit Stimmzetteln heraus, damit die Wahlinspektoren die Stimmzettel im Rathaus in Warren, Michigan, auszählen können.
Wie hier in Michigan müssen noch Stimmen in mehreren US-Bundesstaat ausgezählt werden. Bildrechte: dpa

Die Wahl zum US-Präsidenten fand bereits am Dienstag statt. Wegen einer sehr großen Zahl an Briefwahlstimmen hatte sich die Auszählung mehrere Tage verzögert. In den Bundesstaaten Arizona und Georgia, in denen Joe Biden bislang führt, wird weiterhin ausgezählt. Die sechs Wahlmänner in Nevada konnte Biden nach veröffentlichten Prognosen mehrerer US-Medien auch für sich verbuchen. In North Carolina und Alaska lagen noch keine Ergebnisse vor. In diesen Staaten führt Trump, der bislang auf 214 Wahlleute kommt.

Vereidigung zum Präsidenten im Januar

In einem nächsten Schritt tritt das sogenannte Electoral College zusammen – eine Versammlung der 538 Wahlpersonen. Sie wählen dann Biden offiziell zum Präsidenten, der derzeit nur der "president elect", der designierte Präsident ist. Er tritt sein Amt am 20. Januar 2021 um 12 Uhr mittags an und zieht dann ins Weiße Haus ein.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. November 2020 | 18:00 Uhr

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