In dieser Fotoillustration wird das Kontoprofil von Mark Zuckerberg auf einem Smartphone mit einem Meta-Logo im Hintergrund angezeigt.
Meta-Chef Mark Zuckerberg will Faktencheck durch externe Prüfer beenden. Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Algi Febri Sugita

Soziale Medien EU-Kommission warnt Meta vor Ende des Faktencheckprogramms in der EU

08. Januar 2025, 06:54 Uhr

Der Facebook-Konzern Meta hat angekündigt, in den USA das Auffinden von Falschnachrichten künftig den Nutzern zu überlassen. Für Europa gilt das noch nicht, die EU-Kommission verweist aber schon mal auf geltende Gesetze.

Ein Sprecher der EU-Kommission hat den Facebook-Konzern Meta davor gewarnt, das Faktencheck-Programm auch in der EU zu beenden. Der Sprecher im Bereich Digitales, Thomas Regnier, sagte MDR AKTUELL, das Gesetz über digitale Dienste sehe unter anderem vor, dass die Plattformen systemische Risiken wie "Desinformation oder negative Auswirkungen auf den zivilgesellschaftlichen Diskurs" minderten.

Sollte Meta auch in der EU nicht mehr mit unabhängigen Faktenprüfern zusammenarbeiten, müsse die Plattform im Sinne des Gesetzes "eine eigene Risikobewertung durchführen und der Kommission einen Bericht vorlegen". Regnier fügte hinzu: "Falls sich die Plattform dann nicht an das Gesetz über digitale Dienste halten sollte, könnten wir tatsächlich auch eine Geldstrafe erlassen, die bis zu sechs Prozent des weltweiten Umsatzes einer solchen Plattform mit sich ziehen könnte."

Kommissionssprecher: Strenge Regeln in der EU dienen den Nutzern

Zu Meta-Chef Mark Zuckerbergs Behauptung, in der EU sei aufgrund der strengen Regeln keine Innovation mehr möglich, sagte der Kommissions-Sprecher, die strengen Regeln in der EU dienten den Nutzern: "Wir müssen sichergehen, dass (...) Verbraucher in der EU, diesen sehr großen Onlineplattformen (...) vertrauen können." Er fügte hinzu: "Wir werden sichergehen, dass diese sehr großen Plattformen, egal wo sie ihren Sitz haben, sobald sie ihre Dienste hier in der EU anbieten, sich auch an unsere Regeln halten."

Konzern-Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit externen Faktenprüfern in den USA zu beenden. Künftig erhielten dafür Nutzer die Möglichkeit, falsche oder irreführende Aussagen zu kennzeichnen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Januar 2025 | 06:00 Uhr

26 Kommentare

Nachgedacht vor 12 Wochen

"...davor gewarnt, das Faktencheck-Programm auch in der EU zu beenden."

Fakten über Correktiv.

Das sogenannte Faktenchecken für Meta übernehmen in Deutschland u.a. das Medienunternehmen Correctiv.

Woher bezieht Correktiv u.a. ihre Gelder?

Correktiv wurde anfangs von Soros mitfinanziert, später u.a. von der Regierung, also dem Steuerzahler finanziert.

Sind die Faktenchecker von Correktiv überparteilich, Mitarbeiter nicht für Parteien tätig oder haben sie kene engen Kontakte zu Parteien?

Das könnte man bei folgenden bezweifeln,
einige Correktiv Mitarbeiter haben zumindest eine politisch  links-grüne Vergangenheit.
Und, die ehemalige Ko- Geschäftsführerin Jeanette Gusko verließ Correktiv im November 2024  um für Habeck (Grüne) Wahlkampf  zu machen.
Bei Recherchen arbeitete Correktiv u.a. mit "Friday for Future" zusammen.

Nachgedacht vor 12 Wochen

"Das Faktenchecken für Meta übernehmen hier das Medienunternehmen Correctiv und die Nachrichtenagenturen dpa und AFP."
........
Um als Faktencheck-Unternehmen vom Verband verifiziert zu werden, überprüft der auch, für wen die Faktenchecker arbeiten, woher sie Gelder beziehen und ob sie überparteilich sind. "Das heißt, man darf als EFCSN Mitgliedsorganisationen keine Mitarbeitenden haben, die für Parteien tätig sind oder enge Kontakte zu Parteien haben als ein Beispiel."
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/meta-kein-faktencheck-zuckerberg-100.html

Fakten über die Checkst.
Viele der Correktiv Mitarbeiter haben zumindest eine politisch  links-grüne Vergangenheit.
Die ehemalige Ko- Geschäftsführerin Jeanette Gusko
verließ Correktiv im November 2024  um für Habeck (Grüne) Wahlkampf zu machen.
Bei Recherchen arbeitete Correktiv u.a. mit "Friday for Future" zusammen.
Correktiv wurde von Soros mitfinanziert, später u.a. von der Regierung, also von dem Steuerzahler.

MDR-Team vor 12 Wochen

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