Hintergrund Fallzahlen und Grafiken zu Corona in Sachsen

Regelmäßig melden die Kommunen und das Sächsische Sozialministerium neue Zahlen zu den Corona-Infektionen und -Sterbefällen in Sachsen. Unsere Grafiken geben einen Überblick über die aktuellen Zahlen und zeigen die Entwicklung. Die Grafiken werden von Montag bis Sonntag jeweils bis 18:30 Uhr aktualisiert.

Eine Hand hält einen Corona-Test, dahinter der Umriss des Bundeslands Sachsen
Bildrechte: MDR/Imago Images/MiS

Neuinfektionen pro Tag

Seit der ersten bestätigten Corona-Infektion in Sachsen Anfang März stecken sich noch immer jeden Tag Menschen mit dem Coronavirus an. Das Balkendiagramm zeigt, wie viele Infizierte seit Ausbruch der Epidemie im Freistaat täglich registriert wurden.

Aktive Fälle und Patienten im Krankenhaus

Die folgende Grafik zeigt, wie viele Menschen in Sachsen aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Zahl der "aktiven Fälle" berechnet sich aus der Gesamtzahl der Infektionen im Freistaat seit Beginn der Pandemie, davon werden der Schätzwert der Genesenen sowie die Todesfälle abgezogen. Da in der Rechnung ein Schätzwert genutzt wird, ist auch die Zahl der "aktiven Fälle" nur ein Näherungswert. Entscheidend ist jedoch die Tendenz, nicht der exakte Wert.

Bei den Krankenhauspatienten handelt es sich um die Personen, die wegen einer Corona-Erkrankung stationär in einer Klinik aufgenommen wurden. Einige dieser Patienten müssen zudem auf einer Intensivstation behandelt werden. Quelle der Angaben ist das sächsische Sozialministerium.

Neuinfektionen der letzten 7 Tage

Aktuelle Regelungen des Bundes, der Länder, Landkreise und Städte orientieren sich an den derzeitigen Infektionszahlen. Ausschlaggebend ist, wie viele Neuinfektionen es innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner gibt. Sobald Grenzwerte überschritten sind, werden "infektionshemmende Maßnahmen" ergriffen und es gelten wieder strengere Regeln.

Im Vergleich sind die absolute Zahl der Neuinfektionen der vergangenen Woche zu sehen (oben) und der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern (unten). In der Berechnung berücksichtigen wir jeden Abend die zurückliegenden sieben Tage sowie die Einwohnerzahlen des Statistischen Landesamtes (Stand: 31.07.2020).

Anmerkung zum Erzgebirgskreis: Der Landkreis selbst veröffentlicht seit Längerem nur noch die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und berechnet den Inzidenzwert nicht selbst. Dabei kommt es teils zu großen Abweichungen zu unseren Zahlen. Hintergrund ist eine unterschiedliche Berechnungsgrundlage. Während wir mit den Zahlen des Meldetages rechnen, berechnet das RKI den Inzidenzwert mit dem Erkrankungstag. Außerdem werden beim RKI die Zahlen der Neuinfektionen vom Vortag sieben Tage zurück gerechnet.

Fallzahlen-Überblick

Diese Grafik liefert einen Überblick über die Zahl der infizierten, genesenen und verstorbenen Personen in Sachsen seit der ersten bestätigten Corona-Erkrankung Anfang März. Es handelt sich um eine Momentaufnahme der positiv getesteten Personen. Die Zahl der Infizierten wird dabei kumuliert. Hinzu kommt eine Dunkelziffer, da nicht alle Infizierten Symptome zeigen und sich testen lassen. Die Zahl der Genesenen schätzt das Sächsische Gesundheitsministerium seit dem 2. April, da diese Daten anders als die Zahl der Infizierten nicht meldepflichtig ist.

Hinweis: Mit einem Klick auf die Linien erhalten Sie genaue Informationen zu den Fallzahlen pro Tag.

Infektionen nach Alter und Geschlecht

Das Robert-Koch-Institut hat die Fallzahlen nach Geschlecht und Altersgruppen aufgeschlüsselt.

Hinweis: Die Gesamtzahl der Infizierten liegt in dieser Grafik unter unserem Wert, da es aufgrund der Meldeketten zu Verzögerungen kommt.

Redaktioneller Hinweis: Die Abbildung der aktuellen Fallzahlen in Sachsen ist sehr komplex. Durch die Meldeketten der Behörden kann es zu Abweichungen zwischen den Gesundheitsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte und den Zahlen des Sozialministeriums kommen. Wir beziehen uns hier bei den aktuellen Fallzahlen in erster Linie auf die Daten der Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, weil sie eher verfügbar sind. Einige Landkreise und kreisfreie Städte melden ihre Daten auch direkt an das sächsische Sozialministerium, ohne sie selbst zu veröffentlichen.

Quelle: MDR/cb

Mehr aus Sachsen