Fußball | Sachsenpokal 3:2 nach 0:2! Chemnitzer FC schmeißt den FSV Zwickau raus

Halbfinale

Titelverteidiger Chemnitzer FC steht erneut im Finale des Sachsenpokals. Dabei lagen die "Himmelblauen" zur Halbzeit deutlich gegen den Drittligisten aus Zwickau zurück, spielten dann aber eine sensationelle zweite Hälfte und gewannen am Ende verdient mit 3:2 (0:2). Im Finale bekommt es der CFC nun mit dem Sieger der Partie Lok Leipzig gegen SG Dynamo Dresden zu tun.

Tor für Chemnitz, Torjubel nach dem 2:2
Kapitän Tobias Müller machte den wichtigen Ausgleich zum 2:2. Bildrechte: Picture Point

Der Favorit aus Zwickau war mit dem Anpfiff die aktivere Mannschaft. Bereits in den Anfangsminuten erspielte sich der Gast diverse Möglichkeiten. Nach der ersten Ecke kam der Ball über den starken Morris Schröter zu Yannik Möker, der den Ball aus kurzer Distanz aber neben den Chemnitzer Kasten setzte (4.). Nur wenige Minuten später gab es dann die gute Chance für den Titelverteidiger. Auf der rechten Seite setzte sich Felix Schimmel gut durch, flankte in den Richtung Tor und brachte den ersten Lattentreffer auf die Haben-Seite des CFC (7.).

Schröter trifft die Latte - König ins Tor

Was Aluminium-Treffer betraf, glich der FSV Zwickau in der 27. Minute aus, Felix Drinkuth war zum wiederholten Male auf links nicht zu bremsen und fand mit seiner Hereingabe Schröter, der das Spielgerät mit dem Kopf an die Latte setzte. Acht Minuten später ging dann der Drittligist in Führung. Wieder war Drinkuth auf links durchgebrochen, fand am Fünfmeter-Raum Manfred Starke. Dessen Abschluss wurde noch auf der Linie geklärt, gegen den Nachschuss von Altmeister Ronny König war die CFC-Defensive dann aber machtlos. 

Tor für Zwickau, Torjubel nach dem 0:1
Da war die Welt für den FSV Zwickau noch in Ordnung: Torjubel nach dem Führungstreffer von Ronny König. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Vidovic foult Möker - Schröter erhöht für Zwickau

Vier Minuten später dann der nächste Tiefschlag für die Gastgeber, Jovan Vidovic foulte Möker im Strafraum, den fälligen Strafstoß verwandelte Schröter zur komfortablen 2:0-Führung aus Sicht der Gäste.

Chemnitz schafft den Anschluss - FSV vergibt Chancen

Die Gastgeber kamen ideal aus der Kabine, es dauerte nur zwei Minuten zum Anschlusstreffer. Nach einer kurz ausgeführten Ecke hatte Nils Köhler das Auge für Tim Campulka im Rückraum, der überlegt und gegen die Laufrichtung von Johannes Brinkies ins linke Toreck einschob (47.). Nach einer kurzen Schockphase kam Zwickau wieder in Tritt, hatte durch Schröter (61.) und den eingewechselten Könnecke (65.) gute Torgelegenheiten, ließ diese aber allesamt ungenutzt.

Tor für Chemnitz, Torjubel nach dem 1:2 v.l.: Tim Campulka (14, Chemnitz) und Lukas Aigner (19, Chemnitz)
Tim Campulka (14, Chemnitz) und Lukas Aigner (19, Chemnitz) freuen sich über den 1:2-Anschlusstreffer. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Müller machts - Joker Ogbidi mit der Entscheidung

Das Schicksal nahm seinen Lauf. Nach einem Freistoß vom ebenfalls eingewechselten Riccardo Grym kam CFC-Kapitän Tobias Müller mit dem Kopf an den Ball und bugsierte ihn an Brinkies vorbei in die Maschen - 2:2-Ausgleich (81.). Der Wirkungstreffer saß bei den Gästen und das nutzte der CFC eiskalt aus. In einer sich auflösenden FSV-Abwehr wurde CFC-Joker Theo Ogbidi im Strafraum freigespielt, legte sich die Kugel selbst vor und schoss zum 3:2-Siegtreffer ein (84.).

Das sagten die Trainer

Joe Enochs (Zwickau): "Das frühe Gegentor war der Knackpunkt. Den zweiten Gegentreffer müssen wir einfach besser verteidigen und dann hat es seinen Lauf genommen. Wir sind alle sauer, wir sind alle sehr, sehr enttäuscht. Man kann nach Standardsituationen immer mal Gegentreffer kassieren, da hat uns heute die Frische gefehlt. Wir hätten in diesen schwierigen Zeiten etwas Gutes für den Verein tun können. Das ist sehr, sehr enttäuschend."

Joe Enochs 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Daniel Berlinski (Chemnitz): "Die erste Halbzeit lief gar nicht nach unseren Vorstellungen, die zweite dafür umso mehr. Riesen-Lob an die Fans. Das waren heute 200-300 Leute die hier heute von außen zu hören waren. In der zweiten Halbzeit hatten wir Situationen im Strafraum und wurden besser. Mut wird oft belohnt wir sind auch nach dem Ausgleich immer noch hochangelaufen, das wurde belohnt. Wir haben jetzt genug Zeit für die Regeneration, auch was den Alkoholkonsum betrifft. Die Jungs dürfen heute feiern, da habe ich nichts dagegen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Mai 2021 | 21:45 Uhr

52 Kommentare

WestSACHSE vor 4 Wochen

Ich war vor zwei Jahren in Chemnitz dabei. Das war schon auch sehr enttäuchend. Aber dieses Spiel, diese einmalige Gelegenheit gegen wahrscheinlich Dynamo ein Finale zu spielen und automatisch für den DFB Pokal qualifiziert zu sein, so leichtfertig herzuschenken, ist extrem bitter und reißt auf Jahre tiefe Wunden in die ohnehin schon arg strapazierte FSV-Fan Seele.

Zwickauer1 vor 4 Wochen

Bei allen Verdiensten von Ronny König, aber den Vertrag hätte man meiner Meinung nicht nochmal verlängern müssen.
Somit bleibt der Stil auch eine weitere Saison erhalten.
Einen Cut wie bei Beckus in Magdeburg wäre richtig.
Aber daran sieht man eben auch unsere minderbemittelte Kaderplanung.
Es wird auch nächste Saison wieder nur gewurschtelt. Mit ein bisschen Glück sind wieder 4 Mannschaften blinder als wir und man klopft sich gegenseitig auf die Schultern.
Aber dieses Gekicke wollen eben nicht Viele sehen.
Dann nächste Saison bitte nicht im Sachsenpokal starten.
Ihr erspart Euch wieder ne Menge Peinlichkeiten.

Stephan vor 4 Wochen

Ich schaue gerade Dortmund gegen RB. Das ist der gleiche Fußball wie in der dritten Liga. Freunde, hört auf mit dem Gezeter über dieses Halbfinale und der Trainerdebatte. Wir bleiben in der dritten Liga. Das ist doch was. Sportliche Grüße