Die Preisträgerinnen des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" 2015 (v.li.): Carola Mayr (1. Preis), Theresa Liebl (3. Preis), Britta Meixner (2. Preis)
Die Preisträgerinnen des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" 2015 (v.li.): Carola Mayr (1. Preis), Theresa Liebl (3. Preis), Britta Meixner (2. Preis) Bildrechte: RBB/Claudius Pflug/ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie"

ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" 2015 Praxisnahe Impulse für die Medientechnologie

Drei Wissenschaftlerinnen wurden für ihre herausragenden Forschungsbeiträge zu Video-, Audio- und Multimedia-Themen mit dem ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" 2015 ausgezeichnet.

Die Preisträgerinnen des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" 2015 (v.li.): Carola Mayr (1. Preis), Theresa Liebl (3. Preis), Britta Meixner (2. Preis)
Die Preisträgerinnen des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" 2015 (v.li.): Carola Mayr (1. Preis), Theresa Liebl (3. Preis), Britta Meixner (2. Preis) Bildrechte: RBB/Claudius Pflug/ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie"

Traditionell am ersten IFA-Tag und bereits zum siebten Mal seit 2009 wurde der ARD/ZDF-Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" drei talentierten Wissenschaftlerinnen für ihre herausragenden Abschlussarbeiten verliehen. MDR-Fernsehmoderatorin Anja Koebel führte in Berlin durch das Preisverleihungsevent vor rund 150 Gästen aus Medienbranche, Wissenschaft, Politik und Verbänden. Die Preisträgerinnen standen zwar schon seit Mitte Juli fest, aber erst auf der Preisverleihung erfuhren sie und die Öffentlichkeit die drei Preisränge.

Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des MDR, und Carola Mayr (1. Preis)
MDR-Betriebsdirektor Dr. Ulrich Liebenow und Carola Mayr (1. Preis) Bildrechte: RBB/Claudius Pflug/ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie"

Carola Mayr erhielt für ihre Masterarbeit "Entwicklung einer optimalen Verzeichnungskorrektur für digitale Bewegtbildaufnahmen" den 1. Preis verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro. Die Arbeit entstand im Studiengang Elektronische Medien an der Hochschule der Medien Stuttgart in Zusammenarbeit mit ARRI Cine Technik in München. NDR-Intendant Lutz Marmor überreichte als amtierender ARD-Vorsitzender und Schirmherr des Förderpreiswettbewerbs 2015 den Preis an Carola Mayr.

Britta Meixner gewann mit ihrer Doktorarbeit "Annotated Interactive Non-linear Video – Software Suite, Download and Cache Management", die sie an der Fakultät Mathematik und Informatik an der Universität Passau einreichte, den 2. Preis und 3.000 Euro Preisgeld. Britta Meixner erhielt ihren Preis aus der Hand von Dr. Ulrich Liebenow, dem Betriebsdirektor des MDR.

Der mit 2.000 Euro dotierte 3. Preis ging an Theresa Liebl für ihre Bachelorarbeit "Untersuchungen zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit von Fernsehton speziell bei Voice-Over-Voice-Situationen". Theresa Liebl forschte in Kooperation mit dem Institut für Rundfunktechnik in München und schrieb ihre Arbeit im Studiengang Medientechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf. Prof. Dr. Cordula Boden, Professorin für Neue Medien und Kommunikationssysteme an der FH Erfurt, übergab ihr den Preis.

Moderatorin Anja Koebel und NDR-Intendantin Lutz Marmor
Moderatorin Anja Koebel und NDR-Intendantin Lutz Marmor Bildrechte: RBB/Claudius Pflug/ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie"

Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor betonte im Podiumsgespräch mit den Preisträgerinnen und Laudatoren die große Bedeutung des ARD/ZDF-Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" und die praxisrelevanten Forschungsergebnisse der drei Preisträgerinnen: "Ich freue mich, dass mit dem Förderpreis auch in diesem Jahr drei Wissenschaftlerinnen für zukunftsweisende Lösungen ausgezeichnet werden. Wenn Carola Mayr zeigt, wie reale und virtuelle Bildbestandteile sich noch perfekter zusammensetzen lassen, verschafft das der Bildgestaltung mehr Möglichkeiten. Britta Meixner eröffnet mit Ihrem umfassenden technischen Lösungsansatz dem multimedialen Hypervideo im Internet ganz neue Chancen. Theresa Liebl präsentiert eine Lösung für ein technisches Problem, das sich in allen Nachrichtenredaktionen jeden Tag neu stellt: das optimale Lautstärkeverhältnis von fremdsprachigem Originalton und gleichzeitig eingesprochener deutscher Übersetzung. Alle drei Arbeiten zeichnet aus, dass sie sehr praxisnahe Impulse für die Medientechnologie geben. Das zeigt: Frauen und Technik – das war noch nie ein Widerspruch, ganz sicher jedenfalls kein größerer als Männer und Technik."

Der ARD/ZDF-Förderpreis "Frauen + Medientechnologie" wird auch für 2016 erneut ausgeschrieben. Bewerbungen sind wieder ab dem 1. November 2015 möglich. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen mit dem Förderpreis seit 2009 talentierte Frauen motivieren, sich im Rahmen ihres Studiums mit dem Bereich der audiovisuellen Medienproduktion und -distribution auseinanderzusetzen. Außerdem sollen karrierefördernde Kontakte in die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vermittelt werden.

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2015, 14:59 Uhr