Die Sendereihe „Steimles Welt“ wird 2020 nicht fortgesetzt

Die Sendereihe "Steimles Welt" wird zukünftig nicht mehr vom MDR produziert. Das Statement des MDR zum Sachverhalt:

Nach intensiven Beratungen innerhalb der zuständigen Hauptredaktion und der Programmdirektion Leipzig haben wir uns entschieden, die Sendereihe „Steimles Welt“ im kommenden Jahr nicht fortzuführen.

Ein wichtiger Punkt in dieser Debatte war die Frage, ob für den MDR eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Uwe Steimle weiterhin möglich ist.

Wiederholt hat Uwe Steimle in öffentlichen Äußerungen die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frage gestellt, so auch in einem Interview mit der „Jungen Freiheit“ am 2. Juli 2018. In diesem Interview wirft Herr Steimle dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter anderem mangelnde Staatsferne vor. Der MDR hat schon damals öffentlich klargestellt, dass diese Aussage für ihn nicht akzeptabel ist.

Durch diese Aussage hat Uwe Steimle die Glaubwürdigkeit des MDR und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschädigt und gegen den Mitarbeiterkodex des MDR verstoßen.

In mehreren Gesprächen haben wir Herrn Steimle verdeutlicht, dass ein weiterer Verstoß gegen die Regeln des MDR Konsequenzen nach sich ziehen wird.

In einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen Zeitung vom 16. November zeigt sich Herr Steimle nun „entsetzt und traurig“ darüber, dass sich der MDR nicht schützend vor ihn stellt.

Hierzu müssen wir festhalten, dass der MDR auch in für Uwe Steimle schwierigen Zeiten, und trotz inhaltlich durchaus fragwürdiger Äußerungen seinerseits, an ihm festgehalten hat. Für uns ist Meinungsfreiheit ein sehr hohes Gut und ein wesentlicher Bestandteil einer Gesellschaft und somit auch des öffentlich-rechtlicher Rundfunks.

Dennoch wirft Uwe Steimle dem MDR öffentlich mangelnde Loyalität vor.

Diesen neuerlichen Vorwurf können wir so nicht nachvollziehen. Vor diesem Hintergrund sehen wir keine weitere Basis mehr für eine Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt sein muss.

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2019, 17:52 Uhr