Allianz für MINT-Bildung gestartet Zu Hause schlau bleiben in Corona-Zeiten

Die Schulen sind gerade geschlossen, dafür gibt's immer mehr Möglichkeiten, zu Hause zu lernen. Für die MINT-Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wurde eine Initiative gestartet: "Wir bleiben schlau!".

Mathe im Leben, eine Gruppe Kinder
Bildrechte: Charles Yunck

Diese "Allianz für MINT-Fächer" wurde Anfang April vom Bundesbildungsministerium (BMBF) und der MINT-Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz ins Leben gerufen. Dabei sollen Initiativen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen werden, um gemeinsam bestehende Angebote bekannter zu machen. Am Ende landet alles unter der Dachmarke "Wir bleiben schlau!"

Die Magie der MINT-Fächer

Die Angebote erscheinen dann auf den Websites der Partner und auf zwei Portalen der BMBF-Website: Auf bildung-forschung.digital werden die Partner und ihr gemeinsames Anliegen präsentiert. Bei #MINTMagie finden sich konkrete Angebote für Kinder und Jugendliche - etwa zum ursprünglich von 24. bis 26. April in Magdeburg geplanten RoboCup, der wegen der Corona-Krise verschoben werden musste.

Dazu wurde etwa eine Sonderversion des Online-Adventskalenders "Mathe im Advent" konzipiert: "Mathe im April". Jeden Werktag gibt's hier eine Aufgabengeschichte aus der Wichtelwelt von "Mathe im Advent" zum Spielen, Experimentieren und Entdecken. Bei der "Mathe-Challenge" können sich zudem die 50 erfolgreichsten Klassen und zwei Einzelpreisträger über kleine Gewinne freuen.

Jede Woche eine neue Challenge

Ein weiterer Wettbewerb ist die #MINTatHome Challenge: Für die schulfreie Zeit (und auch danach) bekommen Jugendliche aller Altersklassen Knobelaufgaben aus der MINT-Welt gestellt. Gestartet am 2. April 2020 läuft die Challenge noch bis zum Digitaltag der Initiative "Digital für alle" am 19. Juni 2020.

Organisiert wird die Challenge von der Gesellschaft für Informatik (GI), die mit ihren bundesweiten Informatikwettbwerben daran teilnimmt.

Angebote wie der 'Informatik- Biber' oder die Plattform des Jugendwettbewerbs Informatik für Einsteiger sollen Kindern und Jugendlichen in den nächsten Wochen dabei helfen, die Zeit zu Hause unterhaltsam und sinnvoll zu gestalten und vielleicht den einen oder die andere für die spannende Welt der Informatik begeistern.

Hannes Federrath, Präsident Gesellschaft für Informatik

Dazu wird jede Woche eine "Challenge of the week" veröffentlicht, bei der es regelmäßig Kopfhörer zu gewinnen gibt. Damit sollen so viele Jugendliche wie möglich für die Challenge gelockt werden.

3D-drucken und zaubern

Besonders die Kreativität gefordert wird beim virtuellen 3D-Wettbewerb der "Digitalen Schulfabrik". Jugendliche sollen hier mit einer beliebigen 3D-CAD-Software eine 3D-Konstruktion entwerfen, die von den Organisatoren ausgedruckt wird. Zu gewinnen gibt's einen Do-ityourself-3D-Drucker.

Analoger geht's beim MINT-Malwettbewerb zu, bei dem eine persönliche Zaubermaschine entworfen werden soll. Die Wettstreiter können ihre Idee malen, zeichnen, basteln oder einfach so detailgetreu wie möglich beschreiben - vom Schöne-Träume-Helm bis zum Klimarettungs-Mobil. Als Gewinne winken 25 limitierte MINT-Malbücher.

"Corona School" bringt Studenten und Schüler zusammen

Beim "Corona School"-Projekt werden Studenten, die sich sozial engagieren wollen, mit Schülern per Video-Chat verbunden. Das Ziel: den Schülern kostenlos digitale Nachhilfe geben, damit sie in der Corona-Krise nicht allein gelassen werden.

Das Angebot ist dabei kostenlos und basiert auf freiwilliger Basis. Aktuell haben sich bereits mehr als 2.000 Studierende und knapp über 1.600 Schüler bei der Corona School angemeldet.

Politische Bildung aus dem Homeoffice

Für den Politik-Unterricht bietet die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) umfangreiche Materialien - in Zeiten der Corona-Krise weitet sie ihr Angebot noch aus. Bis zu den Osterferien in Nordrhein-Westfalen lief zunächst die "Schulstunde": ein täglicher Livestream ab 11 Uhr zu jeweils einem Thema aus Politik und Gesellschaft. Die bisher zwölf Ausgaben sind weiter verfügbar.

Moderator Mirko Drotschmann
"MrWissen2Go" Mirko Drotschmann leitete die erste "Politikstunde" der Bundeszentrale der politischen Bildung (Archiv). Bildrechte: ARD Foto

Zudem ist die bpb mit zwei Podcast-Reihen auf Spotify vertreten. Einen kritischen Blick auf Verschwörungstheorien rund um die Pandemie wirft der Podcast "Die 'Wahrheit' in Zeiten von Corona".

Was die aktuellen Schulschließungen für das Lernen und Lehren bedeuten, und wie sie sich auf den Alltag von Lehrenden auswirken, zeigt der Podcast "Digitales Lehrtagebuch".

cdi

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