Schüler-Versuch in Leipzig Stratosphärenballon gestartet – Experiment gescheitert

Forschung kann bitter sein. Nach neun Monaten Vorbereitung wollten Schüler des Leipziger Kepler-Gymnasiums heute einen Stratosphärenballon starten. Doch das Experiment schlug fehl – in letzter Minute.

Eine Schülergruppe arbeitet an einem großen Ballon.
Bildrechte: David Holland

Alles war geplant, alles bereit. Der Ballon der Schüler des Leipziger Kepler-Gymnasiums sollte heute am 1. Juli abheben und bis auf 35 Kilometer steigen, dabei Umweltdaten sammeln und filmen. Ab 09:00 Uhr wurde der Ballon gefüllt, blies sich bis auf zwei Meter Durchmesser auf. Die ganze Schule war Zeuge des Starts. Dann um 11:50 Uhr der große Moment: Der Ballon hob ab – und das Seil riss. Die Box mit den Kameras und Messinstrumenten blieb am Boden.

Diese Box ist das Herzstück des Experiments. "Die Sonde enthält verschiedene Messinstrumente, einen allgemeinen Daten-Logger, der Daten sammelt über Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und die Zusammensetzung der Luft wie Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid oder Ozongehalt", so Physiklehrer Martin Reichel, der die Schüler in ihrem Projekt betreute.

Kepler-Forschungskiste

Eine Styroporbox
Bildrechte: MDR/Sven Kochale
Eine Styroporbox
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Elektronische Bauteile
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Schüler geben nicht auf

Experiment gescheitert. Und nun? Die Schüler geben nicht auf. Ende dieser Woche wollen sie einen neuen Versuch wagen. Bis dahin müssen sie allerdings noch das Geld für einen neuen Ballon besorgen. Wenn Sie sie dabei unterstützen wollen, dann finden sie alle Infos auf der Webseite des Projektes.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 30. Juni 2019 | 10:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Juli 2019, 12:34 Uhr