US-Behörden Tod durch E-Zigaretten: Gefährlicher Stoff identifiziert

US-Gesundheitsbehörden, die den Zusammenhang von Lungenerkrankungen mit Dampfzigaretten untersuchen, verfolgen offenbar eine erste heiße Spur: Sie entdeckten einen Stoff, der für die Beschwerden verantwortlich sein könnte.

Ein Mann zieht an einer E-Zigarette.
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US-Gesundheitsbehörden haben offenbar einen ersten Hinweis darauf entdeckt, was hinter den Erkrankungen und Todesfällen von E-Zigaretten-Rauchern stehen könnte. Sie identifizierten einen Stoff, der bei verschiedenen Marken einiger der Flüssigkeiten, die "gedampft" werden, vorkommt und offenbar für Probleme sorgt: Ein Vitamin-E-Acetat.

Wer hat was geraucht und wer hat welche Symptome?

Die "Washington Post" schreibt unter Berufung auf die US-Behörden, Ermittler hätten dieses Vitamin-E-Acetat, eine ölige Flüssigkeit, in Proben von Cannabisprodukten gefunden, die die Erkrankten zuvor geraucht hatten. In einigen US-Bundesstaaten ist der Verkauf von entsprechenden THC-Produkten erlaubt.

Man wisse aber noch nicht genug, um zu sagen, ob das Öl tatsächlich der Krankheitsauslöser sei. Synthetisches Vitamin-E-Acetat wird in der Apotheke als Kapsel, Gel oder Öl angeboten und bei Vitamin-E-Mangel angewandt. Vitamin E ist natürlicher Bestandteil beispielsweise von Olivenöl oder Mandeln. Das daraus gewonnene Öl gilt gemeinhin als harmlos, Experten zufolge könnte seine Molekularstruktur beim Inhalieren gefährlich sein.

Die US-Behörden arbeiten derzeit an einer klaren Definition für die Erkrankungen und einem standardisierten Verfahren. Damit könnten Informationen über Erkrankungen US-weit erfasst werden.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.05.2019 | 10-13 Uhr