Guck mal, wer da pickt! Nabu-Zählung: Sind noch alle Vögel da?

Inventur in Park und Garten und alle können mitmachen - vorausgesetzt man kann Spatz von Amsel unterscheiden. Zur Stunde der Gartenvögel werden eine Stunde lang alle Vögel gezählt. Wozu ist das gut und was tut man, wenn man mitmachen will, aber kaum einen Spatz vom Zaunkönig unterscheiden kann?

Meise spiegelt sich in einer Pfütze.
Bildrechte: Bernard Castelein

Inventur in der Natur: Welche Vögel piepsen und flattern da durch unsere Gärten oder Parks? Und wie viele? Der Naturschutzbund (Nabu) ruft auf zur großen Vogelzählung, in einem viertägigen Zeitraum - von Christi Himmelfahrt bis Sonntag - sollen sich Vogelfans eine Stunde lang nach Vögeln umschauen. Egal, ob Amsel, Spatz oder Kohlmeise - die Zahl der identifizierten Vögel kann man per Post, telefonisch oder über das Internet an den Nabu durchgeben. Aus den zugelieferten Daten errechnen und vergleichen die Naturschützer Daten, wie es um die Vogelwelt steht - welche gefährdet und welche stabil im Bestand sind. Die Zählaktion im Frühjahr findet analog zur Stunde der Wintervögel, einer Zählung im Januar, statt.

Und wofür ist das gut?

Die Zählungen im Frühling, die es seit 2005 gibt, belegen bei 20 der häufigsten Arten eine Zunahme, bei 17 Arten sinkende Zahlen. Bei vielen weiteren ist die Entwicklung stabil. Allerdings klaffen zwischen den Vogelbeständen in menschlicher Nähe und denen in Wald und Wiese große Unterschiede. "Die Entwicklung in Gärten und Parks hebt sich erfreulicherweise deutlich von den drastisch schwindenden Vogelbeständen unserer Wiesen und Felder ab, die einen Großteil der Fläche Deutschlands ausmachen", sagt Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Wichtig, wenn man mitzählen will:
+ Man kann mehrfach teilnehmen, muss aber an verschiedenen Standorten zählen und verschiedene Meldebögen abgeben.
+ Die beste Zeit zum Vogelzählen ist frühmorgens.
+ Der Luftraum gilt auch: Ein Vogel muss nicht im Garten oder Futterhäuschen stoppen, er zählt auch, wenn er vorbeifliegt.