Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 2. April

Karfreitagsgefecht in Afghanistan

2010 fielen drei Bundeswehrsoldaten bei einem Gefecht im afghanischen Kundus. Eine Fallschirmjägereinheit der Bundeswehr hatte den Auftrag, Sprengfallen aufzuspüren, als radikal-islamische Taliban sie in einen Hinterhalt lockten und das Feuer gegen sie eröffneten. Das Gefecht dauerte neun Stunden an, drei deutsche Soldaten starben, acht wurden verwundet. Nur zwei Wochen später kamen bei einem anderen Gefecht vier weitere Soldaten ums Leben. Es folgte Kritik, dass die Bundeswehr zu schlecht ausgerüstet und organisiert sei für ihren Einsatz in Afghanistan. Trotz anhaltender Kritik beschloss das Bundeskabinett im Februar 2021, den Einsatz bis Januar 2022 zu verlängern.

Trauerfeier für getöteten Soldaten
Bundeswehrsoldaten 2010 bei der Beisetzung eines Kameraden, der in Afghanistan getötet wurde Bildrechte: IMAGO / photothek

Papst Johannes Paul II. stirbt

2005 starb Papst Johannes Paul II. nach langjähriger Parkinson-Krankheit. Der als Karol Józef Wojtyła geborene Pole studierte Theologie und Philosophie in Krakau. 1946 empfing er die Priesterweihe, wurde zum Erzbischof von Krakau und zum Kardinal ernannt, ehe er 1978 zum Papst gewählt wurde. Er war damit der erste Nicht-Italiener seit 1523 und der erste Pole überhaupt in diesem Amt. Während der 1980er Jahre unterstützte er die Gewerkschaft Solidarność und beeinflusste damit die Demokratisierung in Polen. Johannes Paul II. setzte sich außerdem für die Annäherung mit anderen Religionen ein und wurde 2014 heiliggesprochen. Dennoch vertrat der Papst auch durchaus kontroverse Positionen. So verurteilte er den Gebrauch von Kondomen in Afrika trotz der Aids-Epidemie Anfang der 1990er Jahre und bezeichnete Abtreibung als Mord.

Studierendenproteste in der DDR

1990 demonstrierten tausende Studierende in der DDR für mehr Mitspracherecht an Hochschulen und für die Absicherung ihrer Lebensbedingungen. Wegen der anstehenden politischen Reformen fürchteten die Studierenden zu wenig Unterstützung vom Staat. So forderten Studierende in Berlin ausreichend erschwingliche Wohnheimplätze und 30 Prozent Stimmenanteil im Senat der Humboldt-Universität. Leipziger Studierende sprachen sich dagegen aus, die Zulassungsbeschränkungen für Studiengänge aufzuheben, weil sie eine Überlastung der Hochschulen fürchteten.

Das Bronzerelief Aufbruch am Eingang der Universität Leipzig
Bronzerelief am Eingang der Universität Leipzig DDR in den 1970er Jahren Bildrechte: imago images/United Archives