Wichtige Ereignisse Chronik 1945: Was nach Kriegsende in Deutschland geschah

Nach Kriegsende teilen die Siegermächte Deutschland in vier Besatzungszonen auf. Im sowjetischen Einflussgebiet werden Großgrundbesitz und Betriebe enteignet. Die Chronik der wichtigsten Ereignisse des Nachkriegsjahres 1945.

Beseitigung Trümmer Bergung Baumaterialien 1947 Katharinenstraße Leipzig,
Trümmerbeseitigung und Steine-Gewinnung in der Katharinenstraße in Leipzig 1946. Bildrechte: imageBROKER/Fotothek Mai Leipzig

1945

Mitglieder der Reichsregierung Speer Dönitz Jodel nach ihrer Verhaftung in Flensburg
Bildrechte: imago images/Photo12

23. Mai 1945

23. Mai 1945

In Flensburg-Mürwick verhaften alliierte Soldaten die letzte Reichsregierung unter Reichspräsident Karl Dönitz. Auch das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) wird verhaftet. Damit existiert keine deutsche Regierung mehr.

Sowjetische Soldaten vor der Pionierschule Berlin-Karlshorst SMAD
Bildrechte: imago/ITAR-TASS

9. Juni 1945

9. Juni 1945

Mit dem Befehl Nr. 1 wird die Sowjetische Militäradministration in Deutschland gegründet. Die SMAD ist die De-facto-Regierung der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), zu der künftig auch Mitteldeutschland gehört.

SPD-Wahlplakat von 1946
Bildrechte: IMAGO

10. Juni 1945

10. Juni 1945

Mit dem Befehl Nr. 2 erlaubt die SMAD als erste Besatzungebehörde überhaupt in ihrer Zone die Bildung "antifaschistischer Parteien". Bereits am 11. Juni gründet sich die KPD neu, gefolgt von SPD, CDU und LDPD.

Winston Churchill, Harry Truman und Joseph Stalin
Bildrechte: imago images/Photo12

5. August 1945

5. August 1945

Im Potsdamer Abkommen beschließen die Siegermächte die Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Demokratisierung und Dezentralisierung Deutschlands. Das Gebiet östlich der Oder kommt unter polnische Verwaltung. Nord-Ostpreußen fällt an die Sowjetunion.

Demonstration für Bodenreform in Leipzig 1946
Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai

3. September 1945

3. September 1945

Unter der Losung "Junkerland in Bauernhand" erlässt die Provinzialverwaltung Sachsen die Verordnung zu einer ersten großen Bodenreform in der SBZ. Großgrundbesitzer und vermeintliche "Kriegsverbrecher" werden enteignet.

FDGB Plakat, Gewandhaus und Marktplatz in Leipzig. Passanten am Gewandhaus und Marktplatz.
Bildrechte: imago images/United Archives

30./31. Oktober 1945

30./31. Oktober 1945

Im Zuge der Industriereform wurden in der SBZ weite Teile des Mittelstands, Handels- und Dienstleistungsbetriebe beschlagnahmt. Die gesamte Schwerindustrie wurde in Sowjetische Aktiengesellschaften (SAG) überführt. Grundlage waren die SMAD-Befehle Nr. 124 und 126.

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