Chronik 1945 Die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges

Die Chronik der letzten Kriegsmonate beschreibt die wichtigsten Ereignisse bis zur Kapitulation im Mai 1945: Bombenangriffe auf Mitteldeutschlands Städte, Befreiung der Konzentrationslager, die letzten Kämpfe und Schlachten.

Vorstoß von US-Panzern auf Autobahn bei Frankfurt (1945)
Vorrückende US-Panzer und zurückflutende deutsche Kriegsgefangene auf der Autobahn bei Frankfurt am Main. Bildrechte: imago/Leemage

Januar

Lothar die Maiziere
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18. März

18. März

Volkskammerwahl, stärkste Kraft wird die „Allianz für Deutschland“. Ministerpräsident wird de Maizière (CDU).

Sowjetische Truppen setzen im Januar 1945 in Booten über die Weichsel über.
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12. Januar

12. Januar

Auf 1.200 Kilometern zwischen Ostsee und Karpaten tritt die Rote Armee zur Weichsel-Oder-Offensive an. Die 1. Ukrainische Front durchbricht aus ihren Brückenköpfen Baranow und Sandomierz die Front der 4. Panzer-Armee.

Truppen der Roten Armee ziehen in Ostpreußen ein
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13. Januar

13. Januar

Mit dem Angriff der Roten Armee auf den Raum Tilsit und Insterburg beginnt die Schlacht um Ostpreußen. Sie entwicklet sich zur längsten und blutigsten Schlacht des letzten Kriegsjahres und endet erst am 25. April 1945.

B-17 Flying Fortress werfen Bomben ab
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14. und 15. Januar

14. und 15. Januar

Bei schweren Bombenangriffen von US Air Force und Royal Air Force werden die Leunawerke nahezu vollständig zerstört. Fast 2.500 Tonnen Bomben werden abgeworfen. Auch Merseburg wird getroffen.

Blick auf das im 2. Weltkrieg stark zerstörte Industriegebiet von Magdeburg.
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16. Januar

16. Januar

Beim schwersten Bombenangriff auf Magdeburg werfen 5.000 britische und US-amerikanische Bomber 12.500 Tonnen Spreng- und Brandbomben ab. 60 Prozent der gesamten Bausubstanz und fast die ganze Innenstadt werden zerstört.

17. Januar

17. Januar

Rote Armee und Polnische Volksarmee befreien Warschau. SS-Truppen hatten Polens Hauptstadt nach dem Warschauer Aufstand in eine Trümmerwüste verwandelt. Die überlebende Bevölkerung kehrt erst allmählich zurück.

Befreite KZ-Häftlinge im Gespräch mit Soldaten der Roten Armee
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27. Januar

27. Januar

Die Rote Armee befreit die letzten Häftlinge des KZ Auschwitz. Der größte Teil war zuvor durch die SS "evakuiert" worden. Von 1940 bis 1945 werden 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen in dem Lager ermordet, die meisten Juden.

KDF Schiff "Wilhelm Gustloff" in Hafennähe.
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30. Januar

30. Januar

Das deutsche Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" wird von einem sowjetischen U-Boot versenkt. Es ist auf dem Weg von Gotenhafen nach Kiel, als es von drei Torpedos getroffen wird. Mehr als 9.000 Menschen sterben.

Februar

Zesrtörte Häuser in Küstrin 1945
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2. Februar

2. Februar

Sowjetische Truppen gehen nördlich und südlich von Küstrin über die Oder und setzen sich am westlichen Flussufer fest. Der Brückenkopf hat für die Mitte April 1945 beginnende Offensive auf Berlin zentrale Bedeutung.

Premierminister Winston Churchill, Präsident Franklin D. Roosevelt und Marschall Joseph Stalin im Palast in Jalta.
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4. Februar

4. Februar

In Jalta auf der Krim treffen sich die alliierten Staatschefs Stalin, Roosevelt und Churchill zu ihrem zweiten Gipfeltreffen. Bis zum 11. Februar geht es um die Aufteilung Deutschlands und die Machtverteilung in Europa.

US-Inafnteristen im März 1945 im Kampf am Rhein
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7. Februar

7. Februar

Mit der Schlacht im Reichswald bei Kleve beginnt der Rheinfeldzug der Westalliierten. In zwei Wochen fallen hier mehr als 10.000 Soldaten beider Seiten. Bis zum 10. März besetzen die Alliierten das westliche Rheinufer.

Die Ruinen von Breslau nach der Belagerung durch die rote Armee.
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10. Februar

10. Februar

Truppen der 1. Ukrainischen Front der Roten Armee erreichen im Zuge der "Niederschlesischen Operation" das nördliche Niederschlesien bis zur Görlitzer Neiße. Am 15. Februar wird Breslau vollständig eingeschlossen.

Deutsche Soldaten aus dem Kessel von Budapest gehen in Gefangenschaft
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13. Februar

13. Februar

Nach über siebenwöchiger Belagerung kapitulieren die deutschen und ungarischen Verteidiger von Budapest vor der Roten Armee. Mehrere Entsatzversuche waren gescheitert. Fast 140.000 Soldaten gehen in Gefangenschaft.

Dresden nach dem Luftangriff vom 13. Februar 1945 Zerstörung Bombardierung Zweiter Weltkrieg
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13. bis 15. Februar

13. bis 15. Februar

Bei vier schweren Angriffen werfen anglo-amerikanische Bomberverbände fast 4.000 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf Dresden. Große Teile der Innenstadt werden zerstört. Neuste Forschungen gehen von etwa 25.000 Toten aus.

B-17 Bomber Flying Fortress der US Air Force
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22. Februar

22. Februar

Im Zuge der "Operation Clarion" greifen anglo-amerikanische Bomberkräfte Verkehrsanlagen im Deutschen Reich an. Ein Angriff auf den Hauptbahnhof Halberstadt fordert 155 Tote. Auch Stendal und Salzwedel werden getroffen.

März

Bomberstaffel über Chemnitz, vermutlich sechster Februar Neunzehnhundertfünfundvierzig.
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5. März

5. März

Bei den schwersten Bombenangriffen auf Chemnitz werden 800 Tonnen Luftminen, 859 Tonnen Brand- und 1.112 Tonnen Sprengbomben abgeworfen. 75 Prozent der Stadtfläche mit 42.000 Wohnungen werden zerstört.

US-Soldaten ziehen im März 1945 in Köln ein
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6. März

6. März

US-Truppen nehmen Köln links des Rheins ein. Vier Tage zuvor gab es den letzten Luftangriff. 1942 erlebte Köln als erste deutsche Stadt einen "Tausend-Bomber-Angriff". Der Dom überstand all das wie durch ein Wunder.

US-Soldat schaut im März 1945 auf die Ludendorff-Brücke über den Rhein bei Remagen
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7. März

7. März

Einer Vorhut der 9. US-Panzerdivision gelingt es, die Ludendorff-Brücke über den Rhein bei Remagen unzerstört einzunehmen und einen Brückenkopf zu bilden. Bis zum 17. März gelangen so 18 US-Regimenter über den Fluss.

US-Truppen erreichen im März 1945 Rheinbrücke bei Remagen
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10. März

10. März

Bis zum 10. März besetzen Briten und US-Amerikaner das ganze westliche Rheinufer. Deutsche Versuche, den US-Brückenkopf am Ostufer bei Remagen einzudrücken und die dortige Brücke zu zerstören, scheitern.

Soldaten im zweiten Weltkrieg am Ufer eines Flusses.
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23. März

23. März

Ab 23. März stoßen britische und US-Truppen bei Wesel über den Niederrhein. Am 1. April vereinigen sie sich bei Lippstadt mit den von Remagen kommenden US-Verbänden. Im "Ruhrkessel" sitzen 300.000 deutsche Soldaten fest.

April

Ein US-Soldat steht im April 1945 in Eisenach vor der Statue des deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach.
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1. April

1. April

Am 1. April erreichen US-Truppen mit Creuzburg bei Eisenach erstmals eine Stadt in Thüringen. Am 4. April ziehen US-Soldaten auch in Gotha und Mühlhausen ein. Um Eisenach selbst wird noch bis zum 6. April gekämpft.

Einwohner von Gardelegen heben Gräber für Opfer von Isenschnibbe-Massaker aus.
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13. April

13. April

Angehörige von NSDAP, SS, SA und Luftwaffe ermorden in der Isenschnibber Feldscheune bei Gardelegen über 1.000 KZ-Häftlinge. Sie waren zuvor in Todesmärschen aus mehreren KZ-Lagern dorthin getrieben worden.

Rotarmisten an einem Geschütz im Süden von Berlin, 1945
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16. April

16. April

Mit einem Trommelfeuer aus 40.000 Geschützen beginnt am frühen Morgen an der Oder die viertägige Schlacht um die Seelower Höhen. Es ist zugleich die Eröffnungsoperation der Roten Armee zur großen Schlacht um Berlin.

Martin B26 Marauder Bomber der US Air Force
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16. April

16. April

Bei einem schweren US-Bomberangriff und anschließendem tagelangen Artillerie- und Tieffliegerbeschuss wird das anhaltische Zerbst zu 80 Prozent zerstört. Die Bomber für den Angriff waren in Belgien gestartet.

Soldaten und Panzer der 9 US Armee ziehen im April in Magdeburg ein.
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18. April

18. April

US-Truppen besetzen den Westteil von Magdeburg bis zur Elbe. Sie hatten nach mehrtägigen Bombardements die starken deutschen Verteidigungsstellungen westlich der Stadt durchbrochen. Über die Elbe rücken sie nicht vor.

Drei Steinkreuze und Grabplatten auf einem Soldatenfriedhof
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28. April

28. April

Die Entsatzoffensive der Armee Wenck scheitert vor Berlin. Im Kessel von Halbe schließt die Rote Armee 80.000 deutsche Soldaten und tausende Zivilisten ein. Ein Teil kann nach Westen ausbrechen, 40.000 werden getötet.

Mai

Albert Speer mit Admiral Karl Dönitz
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1. Mai

1. Mai

Nach Hitlers Tod wird der Chef der Kriegsmarine, Großadmiral Karl Dönitz, zum letzten Reichspräsidenten ernannt. Er ruft dazu auf, den Krieg im Osten fortzuführen, um möglichst vielen Menschen die Flucht zu ermöglichen.

Deutsche Soldaten passieren auf dem Weg in die Gefangenschaft einen russischen Panzer.
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2. Mai

2. Mai

In Berlin unterzeichnet Kampfkommandant General Helmuth Weidling den Kapitulationsbefehl. Rund eine halbe Million deutsche Soldaten geraten in Gefangenschaft. Fast 200.000 Soldaten beider Seiten waren zuvor gefallen.

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