#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 7. August

1941: Josef Stalin wird Oberbefehlshaber der Roten Armee

Am 7. August 1941 ernannte sich Josef Stalin selbst zum Oberbefehlshaber der Roten Armee der Sowjetunion. Damit vereinte Stalin als Regierungschef der UdSSR nicht nur die politische, sondern auch die militärische Macht auf sich. Wegen der politischen Säuberungen, die Stalin in den 1930er-Jahren veranlasst hatte, waren viele erfahrene Generäle nicht mehr am Leben und das sowjetische Militär in einem desolaten Zustand. Zu dieser Zeit war der Angriff Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion bereits in vollem Gange. Bereits am 30. Juli 1941 hatte Stalin ein neues Staatliches Verteidigungskomittee bilden lassen, das tiefgreifende Neuerungen der Roten Armee vorsah. So wurde die gesamte Front der Roten Armee auf drei Oberkommandos aufgeteilt.

Wie erfolgreich Stalin als Kriegsführer war, darüber gehen die Meinungen der Historiker bis heute auseinander. Einige bemängeln, dass Stalin über keinerlei professionelle militärische Erfahrung verfügt habe. Andere schreiben ihm gute strategische Fähigkeiten und die notwendige Autorität zu. Am 27. Juni 1945 wurde Stalin der Titel "Generalissimus der Sowjetunion" verliehen.

Joseph Stalin
Ab 1941 nicht nur Staatschef, sondern auch Oberbefehlshaber der Roten Armee: Josef Stalin. Bildrechte: imago/United Archives International

1961: Mauerschließung beschlossen

"Der Beginn der vorgesehenen Maßnahmen zur Kontrolle erfolgt in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag auf Grund eines Beschlusses des Ministerrates", heißt es aus dem Protokoll der Sitzung des SED-Politbüros am 7. August 1961. Die Schließung der Sektorengrenze in der Nacht vom 12. auf den 13. August war damit beschlossene Sache. Bereits am 3. August hatte UdSSR-Staatschef Nikita Chruschtschow Walter Ulbricht die Genehmigung für den Mauerbau erteilt.

Am 12. August wurde der Beschluss des Politbüros planmäßig in die Tat umgesetzt: Grenztruppen riegelten die Sektorengrenze nach West-Berlin mit Stacheldraht ab, in der Nacht vom 17. bis 18. August begann der eigentliche Bau der Mauer. Die innerdeutsche Grenze zur Bundesrepublik hatte die DDR-Regierung bereits am 26. Mai 1952 schließen lassen.

1991: Notsicherung in Erfurt

In Folge eines Bürgerbegehrens konnte am 7. August 1991 die Notsicherung von großen Teilen der Erfurter Altstadt eingeleitet werden. Bund und Länder hatten Geld aus dem Solidaritätszuschlag bereitstellen können, mit dessen Hilfe insgesamt 177 Häuser vor dem Abriss gerettet werden konnten. Noch heute zeugt eine Goldmedaille neben der Tür des Erfurter Rathaus von der Rettung denkmalgeschützter Häuser durch die Notsicherung.

Ganz anders sah es in den meisten anderen Städten der ehemaligen DDR aus. Die DDR-Führung hatte kaum Altbauten modernisiert, wegen geringer Mieteinnahmen lohnten sich die Investitionen meist nicht. In vielen Städten, wie in Leipzig, verfielen deshalb ganze Straßenzüge. Nach 1989 wurden viele Altbauten abgerissen.