#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 23. Januar

1922: Erster Mensch mit Insulin behandelt

Am 23. Januar 1922 wird erstmals ein an Diabetes erkrankter Mensch mit Insulin behandelt. Der erste Patient war der 13-jährige Leonard Thompson aus England. Das injizierte Hormon lässt die gefährlich hohen Blutzuckerwerte sinken. Den Grundstein für die Therapie haben die Mediziner Frederick Banting und Charles Best gelegt. Am 27. Juli 1921 gelingt es ihnen aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes das Hormon Insulin zu filtern. Bereits zwei Jahre später wird das Insulin weltweit zur Behandlung eingesetzt und aus den Bauchspeicheldrüsen von Rindern und Schweinen gewonnen. Seit den 80er-Jahren kann Insulin aus gentechnisch veränderter Bakterien hergestellt werden. Es hat dadurch die gleiche Struktur wie das menschliche Hormon.


1952: Erste Fragestunde im Bundestag

Am 23. Januar 1952 wird im Bundestag in Bonn die erste Fragestunde eröffnet. Die Minister müssen sich die "kleinen Schmerzen der Bevölkerung" von Abgeordneten anhören und darauf antworten. Ziel ist es, das Vertrauen der Wähler in den Bundestag zu steigern. Noch heute gibt es wöchentlich eine Fragestunde im Bundestag. Jeder Abgeordnete kann zwei Fragen einreichen, die Regierung muss antworten. Wenn die Zeit nicht ausreicht, werden die Fragen von der Regierung schriftlich beantwortet.


2020: Wuhan unter Quarantäne

Am 23. Januar 2020 riegelt die Chinas Regierung die Stadt Wuhan ab, um die Verbreitung der Covid-19-Infektion zu verhindern. In der Stadt sind bereits Ende Dezember 2019 die ersten Fälle der "mysteriösen Lungenkrankheit" aufgetreten. Schon im Mittelalter wird Quarantäne genutzt, um tödliche Epidemien einzudämmen. Um die Ausbreitung der Pest in der Stadt Ragus (heutiges Dubrovnik in Kroatien) zu verhindern, wird erstmals in der Geschichte eine häusliche Quarantäne für Kranke verhängt.

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