#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 30. Januar

1933: Machtergreifung Hitlers

Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Hitler und seine NSDAP nutzen die Machtübernahme, um die Verfassung zu ändern und das Führerprinzip zu verankern. Damit ebnen sie den Weg für die NS-Diktatur, die von Gleichschaltung und der Unterdrückung aller politischen Gegner geprägt ist.

1945: "Wilhelm Gustloff" wird versenkt

Am 30. Januar 1945 wird das Lazarett- und Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" versenkt. Der sowjetische Kommandant Marinesko hält es für ein Kriegsschiff und lässt es mit drei Torpedos beschießen. Bei dem Unglück sterben 9.343 Menschen, sechs Mal mehr als beim Untergang der "Titanic". Die "Wilhelm Gustloff" ist im Auftrag der "Deutschen Arbeitsfront" für die NS-Organisation "Kraft durch Freude" gebaut worden. Sie ist mit 208 Metern Länge und 34 Metern Breite das bis dahin größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Als die "Gustloff" abgeschossen wird, passiert sie die Ostsee, die von Hitlers Regierung als Operationsgebiet erklärt wurde.

2002: Import embryonaler Stammzellen erlaubt

Am 30. Januar 2002 stimmt der Bundestag über die Änderung des Embryonenschutzgesetzes ab. Unter strengen Auflagen ist der Import von Embryostammzellen zu Forschungszwecken ab Juni 2002 erlaubt. Die Stammzellengewinnung aus menschlichen Embryonen bleibt in Deutschland weiterhin verboten. Das 1991 in Kraft getretene Gesetz zum Schutz von Embryonen ist bis heute umstritten. Zuletzt wird es 2011 hinsichtlich der Präimplantationsdiagnostik angepasst. Diese ist in Deutschland nur zulässig, wenn ein hohes Risiko für eine schwerwiegende Erbkrankheit besteht oder eine kindliche Schädigung zu erwarten ist.

Was ist Präimplantationsdiagnostik?

Präimplantationsdiagnostik ist die genetische Untersuchung eines durch künstliche Befruchtung gezeugten Embryos. Sie wird durchgeführt, bevor der Embryo in die Gebärmutter gepflanzt wird.