Freizeit Ausflugsziele im Harz: Wandertouren, Sommertheater und UNESCO-Welterbe

Ob Sommertheater mit den Kindern auf dem Hexentanzplatz in Thale, eine Wanderung durch die kühlen Buchenwälder des Ilsetals, einen Städtetrip nach Quedlinburg oder Schwebebahn fahren: Der Harz lohnt immer einen Besuch. In dieser Übersicht finden Sie einige der schönsten Ausflugsziele rund um Wernigerode, Quedlinburg, Thale und Halberstadt.

Burgruine Regenstein im Sonnenuntergang
Burgruine Regenstein im Sonnenuntergang Bildrechte: Andreas Knoll

WANDERN

Heinrich-Heine-Weg von Ilsenburg zum Brocken

1824 soll der Dichter und Schriftsteller Heinrich Heine (1797-1856) diesen Weg hinauf zum Brocken gewandert sein. Seine Erlebnisse verarbeitete er in der bekannten Reisebeschreibung "Harzreise". Der 26 Kilometer lange Rundwanderweg führt durch urwüchsige Buchenwälder des Ilsetals, vorbei an den Ilsefällen und am Heinrich-Heine-Denkmal bis hoch zum Brockenplateau.

Blick in das Ilsetal mit den Ilsefällen.
Blick ins Ilsetal mit den Ilsefällen. Bildrechte: dpa

Daten zum Wanderweg Route: von Ilsenburg bis zum Brockengipfel und zurück
Länge: ca. 26 km
Dauer: Je drei bis vier Stunden für Auf- und Abstieg einplanen

SOMMERTHEATER

Thale: Harzer Bergtheater

Die Bühne in Thale steht für Familientheater. Gespielt werden "Schneewittchen und die sieben Zwerge" mit Musik, Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" und "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" nach dem Kinder- und Jugendbuchklassiker von Mark Twain.

Besucher sitzen bei der Premiere des Familienmusicals «Peter Pan» während der Sommerfestspiele im Harzer Bergtheater
Besucher sitzen bei der Premiere des Familienmusicals «Peter Pan» während der Sommerfestspiele im Harzer Bergtheater Bildrechte: dpa

Weitere Informationen Harzer Bergtheater
Hexentanzpl. 4, 06502 Thale

"Ronja Räubertochter"
Produktion: Nordharzer Städtebundtheater
Premiere am 19. Juni

"Schneewittchen und die sieben Zwerge"
Familientheaterstück mit Musik
Produktion: Theater "Fairytale"
Premiere am 27. Juni

"Tom Sawyer und Huckleberry Finn"
Produktion: Theater der Tiefe e. V.
Premiere am 31. Juli

Thale: Waldbühne Altenbrak

Inmitten des Bodetals liegt die Waldbühne Altenbrak. Dort spielt das freie Ensemble Theater der Tiefe im Sommer "Die kleine Hexe". Nur knapp zehn Kilometer Luftlinie entfernt führt das Ensemble im Harzer Bergtheater "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" auf. Doch damit nicht genug: In der Baumannshöhle in Rübeland wird außerdem "Der kleine Prinz" gespielt. Die Spielorte in Höhlen und Höhen des Harzes versprechen ein unvergessliches Theatererlebnis für Groß und Klein.

Mehr Informationen Waldbühne Altenbrak
Rolandseck 9
06502 Thale OT Altenbrak

"Die kleine Hexe"
Von Otfried Preußler
Premiere am 23. Juli

Harzer Bergtheater
Hexentanzplatz 4
06502 Thale

"Tom Sawyer und Huckleberry Finn"
Nach dem Kinder- und Jugendbuchklassiker von Mark Twain
Premiere am 31. Juli

Baumannshöhle Rübeland
Blankenburger Straße 36
38889 Oberharz am Brocken OT Rübeland

"Der kleine Prinz"
Nach dem Buch von Antoine De Saint-Exupéry
Aüfführungen am 23. und 24. August um 16:30 Uhr

Benneckenstein: Waldbühne

Der traurige Zustand des Waldes im Harz soll ein Zeichen sein: Die Monokultur hat ausgedient – nicht nur in der Forstwirtschaft, finden die Festivalmacher von "TheaterNatur". "Que(e)r durch den Wald" heißt es deswegen vom 8. bis 22. August auf der traditionsreichen Waldbühne unweit des Brockens.

Weitere Informationen Waldbühne Benneckenstein
Waldschlößchen 5,
38877 Benneckenstein (Harz)

TheaterNatur: "Que(e)r durch den Wald"
Festival der Darstellenden Künste
8. bis 22. August
Waldbühne Benneckenstein
Oberharz

SCHLÖSSER UND BURGEN

Burg Falkenstein

Auf dem Berg mitten im Wald mutet sie aus der Ferne einer mittelalterlichen Festung an – und als solche wurde die Anlage zwischen 1120 und 1180 auch erbaut. Burg Falkenstein trotzte in den Folgejahren allen Feinden, denn dieser Prototyp einer Ritterburg konnte tatsächlich niemals erobert werden.

Ihre Entstehung verdankt Burg Falkenstein der Sage nach einem Mordfall: Sich diese Geschichte bei einer Führung genauer erzählen zu lassen lohnt sich. Aber auch sonst gibt es einiges zu sehen, vom Zwinger bis zum Bergfried. Die Anlage ist mächtig und in ihrer Architektur so typisch, dass sie auch schon in über 30 Filmen zur Kulisse wurde.

Auf der Burg gibt es nicht nur ein Museum (das unter anderem Ritterrüstungen bereithält), sondern auch Sonderausstellungen und eine Falknerei. Jedes Jahr ab Mai fliegen die großartigen Vögel. Seit 2006 findet außerdem alljährlich auf der Burg im Sommer ein "Minneturnier" in Tradition eines mittelalterlichen Sängerwettstreits statt, bei dem bekannte Sänger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien zu hören sind. Anfang Oktober gibt dann noch ein "Burgfest". Auch kulinarisch geht es auf der Burg mittelalterlich zu, so kann man dort etwa ein zünftiges Rittermahl genießen.

Burg Falkenstein
Burg Falkenstein Bildrechte: dpa

Weitere Informationen Burg Falkenstein
Pansfelde
Burg Falkenstein 1
06543 Falkenstein (Harz)

Tel.: +49 34743 53559-0
Mail: burg-falkenstein@kulturstiftung-st.de
www.burg-falkenstein.de

Öffnungszeiten:
seit 2. Juni 2021 wieder geöffnet
Mittwoch bis Sonntag: 10 bis 12 Uhr / 13 bis 15 Uhr /
16 bis 18 Uhr; Montag und Dienstag (außer an Feiertagen) sind Schließtage

Täglich zwischen 12 und 13 Uhr sowie 15 und 16 Uhr wird das Museum für umfassende Hygienemaßnahmen geschlossen.

Hinweis:
Bitte erwerben Sie Ihre Tickets vorab online und beachten Sie die folgenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu beim Museumsbesuch:
Ein Besuch der Burg Falkenstein ist ausschließlich mit Voranmeldung durch ein termingebundenes Online-Zeitticket möglich.

Auf dem gesamten Burggelände ist das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung bzw. einer Schutzmaske der Klassifizierung FFP 2 oder gleichwertig im Sinne der geltenden Landesverordnung (gemäß §1 (2) der 13. SARS-CoV-2-EindV) vorgeschrieben.

Für die erforderliche Erfassung Ihrer Kontaktdaten und Besuchszeit nutzt die Burg die Luca-App, die Sie bereits vor Ihrem Besuch kostenfrei auf Ihr Smartphone laden können.

Bitte bezahlen Sie bargeldlos.

Blankenburg: Schloss

Eingebettet in das hügelige Harzvorland erstreckt sich eine vielgestaltige barocke Gartenanlage: an der Stadtmauer entlang, zwischen den beiden Schlössern, das Große auf dem Berg, das Kleine am Fuß. Das Ensemble gilt als größtes noch erhaltenes Welfenschloss und ist das Wahrzeichen der Stadt Blankenburg mit einer über 900-jährigen Geschichte.

Neben einem relativ kleinen symmetrischen Terrassenidyll reihen sich weitere Erlebnisräume des weitläufigen Gartenensembles am Hang entlang: der 1668 angelegte Tiergarten, der Schlosspark, der heute von Künstlern gestaltete Fasanengarten, der Orangerieplatz als bedeutender Teil des Lustgartens und der Berggarten – zusammen bilden sie eine ästhetisch funktionale Einheit. 

Auch die Bewässerung der riesigen Gartenanlage ist genial: einst baute man ein ausgeklügeltes Brunnensystem mit dem Schlossteich als Wasserreservoir. Immer wieder wurden die einzelnen Gärten überformt, Anfang des 18. Jahrhunderts gestaltete sie der Leibarzt des Herzogs, Dr. Reck, weiter: Er ließ eine 35 Meter lange Sandsteintreppe bauen, von der aus man die schönsten Ausblicke in die Umgebung hat. Und während die Prinzessinnen einst in einem der Wehrtürmchen spielten (heute übrigens eine Ferienwohnung) gab es für das Adelsgeplänkel das Teehaus: sozusagen eine Gartenlaube fürs "Stelldichein", in der man heute Kaffee und Kuchen genießen kann.

Drumherum gibt’s einige Wandermöglichkeiten: zum Beispiel zum Regenstein, einer weiteren Burgruine mit altem Wasserrad. Die Route ist bestens erschlossen und bietet viele Klettermöglichkeiten für Kinder.

Schloss Blankenburg
Schloss Blankenburg Bildrechte: IMAGO

Weitere Informationen Schloss Blankenburg
Großes Schloß 1
38889 Blankenburg (Harz)

Telefon: 03944 / 3676223
Mail: gmbh@schloss-blankenburg.eu

Öffnungszeiten:
seit dem 12. Juni 2021 wieder geöffnet

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Burg Daten zur Kontaktnachverfolgung aufnimmt. Hierzu wird die Luca-App genutzt.

Außerdem ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder einer FFP-2-Maske vorgesehen.

Die Führungen finden unter Beachtung der jeweils geltenden Regelungen des Landes Sachsen-Anhalt über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 statt. Die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie sind einzuhalten.

Die Führungen finden jeweils am Samstag statt.
Beginn: 14.00 Uhr/14.30 Uhr/15.00 Uhr, Dauer ca. 1 Stunde.

Anfahrt:
Mit dem Auto: Autobahn A36 (die ehemalige B6n) und die Bundesstraßen B27 und B81. Auf der A36 Abfahrt Blankenburg-Zentrum oder Blankenburg-Ost.
Mit dem Auto erreichen Sie das Schloss über die Zufahrt vom Schieferberg und Herzogsweg.
Die Anfahrt über den Vogelherd ist auch möglich.
Kostenlose Parkplätze stehen in begrenzter Anzahl direkt am Schloss zur Verfügung.

Anreise auch zu Fuß, oder per Fahrrad, Bus und Bahn möglich. Mehr Informationen auf der Website des Schlosses.

Blankenburg: Burg und Festung Regenstein

Beliebtes Ausflugziel im Vorharz ist der Regenstein bei Blankenburg: Dort sind die denkmalgeschützten Reste der im Jahre 1162 erstmals erwähnten Burg zu besichtigen. Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert war sie Herrschaftsitz der Grafen zu Regenstein. Einer von ihnen, Graf Albrecht II., fiel negativ als Raubritter auf. Vermutlich wusste er die spektakuläre Lage auf einem 290 Meter hohen Sandsteinfelsen, der nach drei Seiten steil abfällt, für seine Beutezüge zu nutzen.

Der Felssporn des Regensteins war einfach ideal für die Anlage einer Höhenburg nahe einer wichtigen Heer- und Handelsstraße im Dreieck von Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg. Vom Mauerwerk sind heute nur die Reste eines Turms vorhanden. Auch von der späteren kurbrandenburgischen Festung blieben nur Ruinen. Dennoch lohnt sich der Besuch allein schon wegen der Aussicht. Spektakulär sind außerdem die großteils zugänglichen Sandstein-Höhlen im Heers und die Regenstein-Mühle. Für Wanderfreunde bietet sich eine große oder kleine Rundtour über die Höhlen zur Regenstein-Mühle und Burg an. Taschenlampe und Frisbee nicht vergessen!

Graf Albrecht II. verärgerte die Bürger von Quedlinburg übrigens so sehr, dass sie ihn 1336 gefangen nahmen und bis zur Zahlung des Lösegeldes in einen Holzkasten setzten. Der so genannte Raubgrafenkasten lässt sich im Museum des Schlosses Quedlinburg besichtigen. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben, die Grafen zogen vom Regenstein ins Blankenburger Schloss. 1671 konfiszierte Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Gelände. Schließlich grenzte der Regenstein an die Herrschaftsgebiete der Brandenburger, Preussen und Braunschweiger. Erdschanzen und die Überreste der Heerstraße, die aus Richtung Goslar kommend bis nach Bernburg an der Saale führt, lassen sich im Wald um den Regenstein finden.

Zu Ostern, zu Pfingsten und im Juli wird die Vergangenheit der Burg Regenstein etwa bei Ritterspielen lebendig. Verpflegen kann man sich an einem Kiosk. Oder man bringt alles für ein Picknick mit und genießt den Panoramblick über das Harzvorland.

Weitere Informationen Burg und Festung Regenstein
Am Platenberg
38889 Blankenburg (Harz)

Für Kinder geeignet, aber Vorsicht geboten.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober:
Täglich von 10 - 18 Uhr

November bis März:
Mittwoch - Sonntag 10 - 16 Uhr

Geschlossen am:
24. und 31. Dezember
sowie bei extrem schlechter Witterung

Einlassschluss:
30 Minuten vor Schließzeit

Eintrittspreise:
3 Euro, Kinder ab sechs Jahre 1,50 Euro

Der Kiosk auf der Burg und Festung Regenstein ist täglich während der Öffnungszeiten geöffnet.

Anreise:

Mit der Bahn:
Über Halberstadt und Blankenburg, dann mit der Buslinie 250 Richtung Wernigerode (nicht täglich)

Mit dem Auto:
Freier Parkplatz ca. 500 Meter unterhalb des Regensteins
Menschen mit Behinderung können bis in den Vorhof fahren.
Die Begehung der Anlage ist stellenweise anspruchsvoll.

Vom Parkplatz aus ist die Anlage nach einem kleinen Waldspaziergang zu erreichen. Oben angekommen bietet sich ein wunderbarer Panoramablick über das Harzvorland.

Burgruine Anhalt in Harzgerode und Schloss Ballenstedt

Von der Selketalmühle bei Harzgerode schlängelt sich der Weg 130 Meter in die Höhe, bis man hinter dichtbewachsenen Bäumen die einstige Stammburg der Askanier entdeckt, die sozusagen die "Begründer" Anhalts waren. Der Anblick sorgt für ein erhebendes Gefühl, obwohl die Burg schon 1140 zerstört wurde: Gerade die Ruinen haben offensichtlich etwas mythisches oder magisches.

Ehrenamtlichem Engagement ist es zu verdanken, dass man auf einer Tafel die Geschichte der Ruine nachlesen kann, sonst könnte man sich nicht vorstellen, wie mächtig die Burg einst war: Bereits im 12. Jahrhundert wurde hier mit roten Ziegelsteinen gebaut – quasi "High-Tech" für die damalige Zeit.

Um die Burg im Modell zu sehen und auch etwas mehr über die Askanier zu erfahren, sollte man ins rund zehn Kilometer entfernte Ballenstedt fahren. Denn nach der Zerstörung ihrer Burg zog es die Askanier in das dortige Kloster, woraus sie dann nach und nach das Schloss errichteten. Außerdem liegt dort Albrecht der Bär begraben, eine der Schlüsselfiguren Anhalts. Für Kinder gibt es im Schloss manchmal Taschenlampenführungen, außerdem locken Konzerte im wundervollen Hoftheater.

Weitere Informationen Burg Anhalt
Vom Parkplatz an der Selkemühle (Selkemühle 1, 06493 Harzgerode) ist die Burgruine über einen ausgeschilderten Wanderweg erreichbar.

Kontakt:
E-Mail: daniel.weihmann@koethen-online.de
Twitter: twitter.com/burganhalt
Facebook: facebook.com/koethenerland
Internet: www.koethener-land.de

Schloss Ballenstedt
Schlossplatz 3
06493 Ballenstedt

Öffnungszeiten:
ab 15. Juni 2021 wieder geöffnet
Dienstag bis Sonntag 11 - 16 Uhr

Hinweis:
Sicherheits- und Hygienemaßnahmen

Es werden weiterhin die bekannten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für den Besuch im Schloss Ballenstedt während der Corona-Pandemie durchgeführt. Grundlage dafür sind die Verordnungen der Landesregierung Sachsen-Anhalt, die Empfehlungen des RKI und des Deutschen Museumsbundes sowie die Verhaltensregeln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Für einen Besuch im Schloss Ballenstedt ist das ausgefüllte Kontaktformular erforderlich. Dies können Sie vor Ort ausfüllen.

Quedlinburg: UNESCO-Weltkulturerbestadt mit Stiftskirche und Schloss

Verwinkelte Gassen, Fachwerkhäuser, mittelalterliche Plätze: All das zieht Besucherinnen und Besucher nach Quedlinburg. Seit 1994 gehören die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt von Quedlinburg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Sandsteinbau der Stiftskirche können bis heute die Königsgräber von Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde besucht werden. Außerdem befindet sich dort die Schatzkammer mit dem Domschatz, der ebenfalls von Heinrich I. begründet wurde.

Fachwerkhäuser in Quedlinburg
Fachwerkhäuser in Quedlinburg Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Weitere Informationen Stiftskirche St. Servatii
Schlossberg 1g
06484 Quedlingburg

Öffnungszeiten:
Krypta und Teppichkammer sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr zur individuellen Einkehr geöffnet.

Vor Ort sind die geltenden Corona-Hygienemaßnahmen zu beachten.

Wernigerode: Schloss

Wie entrückt ragen die Türme und Zinnen von Schloss Wernigerode aus den Wipfeln des Waldes – hoch oben über dem Städtchen. Schloss Wernigerode wirkt geradezu wie ein Märchenschloss und diente deswegen bereits verschiedenen Märchenfilmen als Kulisse. Man kann zum Schloss hinaufwandern oder mit einer Bahn fahren und es sich im zauberhaften Innenhof auch kulinarisch gutgehen lassen: zwischen plätscherndem Brunnen und einem faszinierenden Architektur-Mix, denn dieser reicht vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Das Interieur wirkt durch viel Holz und feste Mauern eher rustikal und dunkel, aber für Märchenstunden am Kamin ist es damit bestens geeignet (und wird auch dafür genutzt, beispielsweise beim nachweihnachtlichen Markt "Winterschloss"). Im Sommer hingegen dient der Innenhof als Festivalkulisse – die Wernigeröder Schlossfestspiele warten hier durch den abgeschlossenen Raum mit bestem Klang auf. Es lohnt sich auch, die Kapelle zu besichtigen. Schloss Wernigerode kann man immer wieder besuchen, denn regelmäßig finden Sonderausstellungen statt.

Schloss Wernigerode 1 min
Bildrechte: imago/Schöning
Schloss Wernigerode 1 min
Bildrechte: imago/Schöning

Weitere Informationen Schloss Wernigerode
Am Schloß 1
38855 Wernigerode

Tel.: 039 43 - 55 30 30
Mail: zentrale@schloss-wernigerode.de

Öffnungszeiten:
seit 29. mai 2021 wieder geöffnet
Schlossmuseum: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)

Zeitgleich zu der Öffnung des Schlosses werden auch Schloss- und Bimmelbahn wieder ihren Betrieb aufnehmen und jeden, der es mag, auf den Schlossberg fahren.

Hinweis:
Für den Besuch selbst ist keine Voranmeldung nötig, beim Kauf der Eintrittskarten muss nur die Adresse für die Kontaktnachverfolgung hinterlegt werden (Adressangabe wird nach vier Wochen gelöscht).

Im Schloss selbst gelten die üblichen Corona-Regelungen: Abstand halten und Maske tragen.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 7,00 €
Ermäßigter Eintritt (Schüler, Studenten, Azubi): 6,00 €
Kinder 6 bis 14 Jahre: 3,50 €
Kinder unter 6 Jahren freier Eintritt
Familienkarte (Eltern und eigene Kinder bis 14 Jahre): 17,50 €

Zum Schloßbesuch können weitere Angebote individuell genutzt werden:
Turm- und Gewölbeführung
Aufschlag pro Person: 5,00 €

Informationen zur Barrierefreiheit:
Die Anreise zum Schloß ist mit Einschränkungen verbunden; die Schloß- und Bimmelbahnen halten außerhalb des Schloßgeländes.
Eine Anfahrt mit einem Privat-PKW ist nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Absprache mit den Mitarbeitern der Schloß Wernigerode möglich.

AUSSTELLUNGEN

Quedlinburg: Lyonel-Feininger-Galerie

Quedlinburg, nördlich des Harzes, hat mit seinem Schlossberg und der Stiftskirche ein beeindruckendes Wahrzeichen über der Stadt. Am Fuße dieses Berges befindet sich die Lyonel-Feininger-Galerie. Hier kann man den umfangreichsten und umfassendsten Bildbestand des deutsch-amerikanischen Malers außerhalb der USA sehen.

Lyonel Feininger (1871–1956) lebte überwiegend in Deutschland, bis sein Werk von den Nazis als "entartet" diffamiert wurde und er in die USA zurückkehrte. Einen Teil seiner Arbeiten übergab er vor seiner Ausreise an einen Quedlinburger Kunstsammler, der sie in seiner Heimatstadt versteckte. Neben dem einzigartigen Feininger-Bestand kann man im Museum Werke von Künstlern der Klassischen Moderne sehen, Emil Nolde, Erich Heckel und Ernst-Ludwig Kirchner zum Beispiel. Eine Rarität stellen die Grafiken "Friedericus Rex" von Lovis Corinth dar. Er war einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Impressionismus. Seine Lithographien zu Preußens König Friedrich II. sind fast vollständig verbrannt, in Quedlinburg kann man einige Exemplare sehen.

Wer die Stadt noch nicht kennt, sollte etwas mehr Zeit einplanen und die romanische Stiftskirche St. Servatius besichtigen sowie Quedlinburgs wunderschöne Altstadt mit ihren Kirchen und Fachwerkhäusern erkunden.

Informationen zum Museum Lyonel-Feininger-Galerie
Museum für grafische Künste
Schlossberg 11
06484 Quedlinburg

Hinweis:
Die Galerie ist seit 2. Juni wieder geöffnet.

Besucherinnen und Besucher erwartet die große Sonderausstellung "Becoming Feininger – Lyonel Feininger zum 150. Geburtstag".

Tickets können vorab online über den Ticketshop des Museums erworben werden.

Für die erforderliche Erfassung der Kontaktdaten und Besuchszeit nutzt die Lyonel-Feininger-Galerie die Luca-App. Für Besucherinnen und Besucher ohne eigenes Smartphone steht ein Tablet zur Registrierung an der Kasse bereit.

Für den Besuch stehen drei Zeitfenster zur Verfügung. Täglich zwischen 12 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 16 Uhr wird das Museum für umfassen de Hygienemaßnahmen geschlossen.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag, jeweils 10–12 Uhr, 13–15 Uhr und 16–18 Uhr
Weitere Informationen auf der Website.

Halberstadt: Domschatz

Armreliquiar des Hl. Nikolaus
Armreliquiar des Heiligen Nikolaus Bildrechte: Domschatz Halberstadt

"Ein Schatz kostbarer als Gold und Edelstein" kann in Halberstadt bewundert werden. DIe Einschätzung stammt von Konrad von Krosigk, der im 13. Jahrhundert Bischof der Stadt war. Der Domschatz gilt der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt zufolge aber auch heute noch als einer der bedeutendsten Kirchenschätze der Welt. Darunter befinden sich Bildteppiche aus dem Mittelalter, byzantinische Textil- und Goldschmiedewerke, Handschriften aus dem Früh- bis Spätmittelalter und Bichofs-Gewänder aus Gold und Seide. Verbinden können Sie dem Besuch mit einem Rundgang durch den Dom, der im Stil der französischen Gotik errichtet wurde.

Innenaufnahme des Halberstädter Doms in Richtung Altar.
Innenaufnahme des Halberstädter Doms in Richtung Altar. Bildrechte: imago/Köhn

Weitere Informationen: Öffnungszeiten:
Geöffnet ab 2. Juni 2021

Domschatz: Mittwoch bis Sonntag (auch an Feiertagen) von 10 bis 13 Uhr und von 14 - 17 Uhr geöffnet

Dom: Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Zugang zum Dom erfolgt ohne Voranmeldung und Ticket über das Hauptportal. Die Besucherzahl ist begrenzt.

Halberstadt: Gleimhaus Literaturmuseum

Das Gleimhaus in Halberstadt beschäftigt sich mit dem Dichter Johann Ludwig Gleim. Er hat während der Zeit der Aufklärung gelebt.

Das Literaturmuseum Gleimhaus in Halberstadt
Das Literaturmuseum Gleimhaus in Halberstadt Bildrechte: dpa

Weitere Informationen: Adresse:
Domplatz 31, 38820 Halberstadt

Öffnungszeiten:
Seit dem 29. Mai hat das Haus dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet
Eine Terminbuchung ist nicht nötig

Halberstadt: Museum Heineanum

Das Museum Heineanum ist ein auf Vogelkunde spezialisiertes Naturkundemuseum. Die Dauerausstellung zeigt Vögel aus aller Welt und informiert über deren Biologie und Verhaltensweisen. Sie basiert auf der Sammlung des Halberstädter Gutsbesitzers und Ornithologen Ferdinand Heine aus dem 19. Jahrhundert, die sich durch ihre Artenvielfalt auszeichnet. Ein Schwerpunkt liegt auf Kolibris. Jedes Jahr gibt es eine Sonderausstellung zum jeweiligen Vogel des Jahres. Über die ornithologischen Ausstellungsstücke hinaus besitzt das Museum auch zwei Saurierskelette, Plateosaurus und Plesiosaurus, die im Stadtgebiet von Halberstadt gefunden wurden. Das Heineanum ist an Forschungsprojekten beteiligt, unterstützt den Artenschutz und ist Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr.

Weitere Informationen Museum Heineanum
Domplatz 36
38820 Halberstadt

Öffnungszeiten:
Beide Häuser sind seit dem 29. Mai geöffnet dienstags bis sonntags, 13 bis 17 Uhr

Terminbuchung oder Testnachweise sind nicht nötig
Bei mehreren Personen bitten die Museen dennoch um telefonische Voranmeldung, um Wartezeiten zu vermeiden

Wernigerode: Harzmuseum

Im Harzmuseum können Sie die Geschichte des Harzes entdecken. Ausgehend von Fossilien, Steinen und Mineralien über die Pflanzen- und Tierwelt des Harzes geht es bis hin zu den typischen Fachwerkbauten und der Handwerkskunst der Region. Auch die wechselvolle Geschichte des prachtvollen Wernigeroder Rathauses wird erzählt. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema "Kunst im Harz". Die aktuelle Sonderausstellung "Begraben und Vergessen – Die Toten der Jungsteinzeit" werden jahrtausendalte Funde aus dem nördlichen Harzvorland gezeigt, die das Leben und Sterben der ersten Bauern in der Region widerspiegeln.

Marktplatz mit Rathaus von Wernigerode
Marktplatz mit Rathaus von Wernigerode Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Weitere Informationen: Harzmuseum
Klint 10, 38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:
Das Museum ist seit dem 29. Mai wieder geöffnet
dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 11 bis 16 Uhr

Sonderausstellung "Begraben und Vergessen – Die Toten der Jungsteinzeit": bis zum 12. September 2021 zu sehen

PARKS UND GÄRTEN

Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode

Einer der schönsten Miniaturenparks Deutschlands zeigt mehr als 60 Harzer Sehenswürdigkeiten in einer faszinierenden Miniatur-Landschaft mit Zwerggehölzen, Felsen und Wasserläufen. Zwischen den Modellen schlängeln sich schnaubend die Harzer Schmalspurbahnen zum Brocken empor. Der anschließende Besuch des Bürgerparks mit seinen Themengärten, Spielplätzen und Picknickecken, dem Tiergehege und den wunderschönen Blickachsen auf die Harzer Landschaft, runden den Aufenthalt ab.

Der "Kleine Brocken" im Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode
Der "Kleine Brocken" im Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Weitere Informationen Park und Garten GmbH Wernigerode
Dornbergsweg 27
38855 Wernigerode
Sachsen-Anhalt

Kassenöffnungszeiten:
Täglich 9 bis 18 Uhr
Der Bürgerpark kann bis Einbruch der Dunkelheit über die Drehtore verlassen werden. Wetterbedingte Teilschließungen sind möglich.

Eintritt:
Miniaturenpark 2021 (inklusive Bürgerpark)
Tageskarte Erwachsene: 7 Euro
Tageskarte ermäßigt: 5 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder):
17 Euro

Es können Rollstühle oder Bollerwagen ausgeliehen werden.

Eintritt nur mit negativem, tagesaktuellen Corona-Test einer Teststation. Es gibt eine Teststation direkt vor dem Eingang, die kostenfrei genutzt werden kann.
Es gelten die bekannten Corona-Hygieneregelungen.

Nachfragen telefonisch unter 03943 / 40 89 111 und per E-Mail an: info@miniaturenpark-wernigerode.de

Mehr Kulturtipps für Sachsen-Anhalt

Abonnieren

Kultur

Katrin Schumacher mit Audio
MDR Literaturexpertin Katrin Schumacher reist nach Brünn und Prag, um wichtige tschechische Autoren im Vorfeld der Leipziger Buchmesse zu treffen. Bildrechte: MDR/Uwe Mann, honorarfrei