Unsere Empfehlungen Ausflüge rund um Leipzig und Halle: Das sind die schönsten Schlösser und Burgen

Die Region um Leipzig und Halle hat ein paar der schönsten Ausflugsziele zu bieten. Schloss Wörlitz liegt zwar ein bisschen weiter weg, ist aber immer eine Reise wert, auch im Herbst und mit der ganzen Familie. Ein Ausflug zur Neuenburg bei Freyburg lässt sich mit einer Weinwanderung verbinden. Besonders spannend und wechselvoll ist die Geschichte des Barockschlosses Delitzsch. Mit Ferienspaß und Familientagen lockt Burg Gnandstein im Oktober im Kohrener Land. Wir haben eine Übersicht für Ihren Besuch zusammengestellt: mit Adressen, Öffnungszeiten und Veranstaltungstipps.

Schloss Delitzsch bei Sonnenschein von außen.
Das Delitzscher Barockschloss Bildrechte: imago images/Shotshop

Bei Dessau: Schloss Wörlitz

Schloss Wörlitz sieht aus wie aus dem Bilderbuch: Frisch saniert in hellem Gelb strahlt es durch die Bäume der Wörlitzer Anlagen. Den Eingang flankieren mächtige weiße Säulen. Gebaut wurde das Schloss von Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff, eingeweiht wurde es 1773. Damals galt es als modernster Landsitz auf dem europäischen Kontinent. Die Architektur wirkt eher schlicht – das Schloss gilt auch als Gründungsbau des deutschen Klassizismus. Modern, aber nicht prahlerisch wollte sich der darin lebende Fürst Franz von Anhalt-Dessau geben, wie etliche Details verraten: etwa das exklusive Bad des Fürsten im Souterrain mit Heißwasser! Ein ausklappbares Bett erinnert daran, dass die Diener damals mit im Herrschaftszimmer schliefen. Der repräsentative Festsaal ist heute ein Ort für Klavierkonzerte. Im Obergeschoss lockt eine Dauerausstellung über den Südseeforscher Georg Forster – passend dazu führt eine wacklige Schiffstreppe ins Belvedere.

Nach einem Spaziergang durch die Anlagen – inklusive der Insel Stein mit nachgebauter Landschaft Neapels und des Vesuvs – lohnt sich eine Pause im einstigen Küchengebäude gleich neben dem Schloss, das heute ein Restaurant beherbergt. Das Schloss liegt inmitten des Wörlitzer Gartenreichs. Zusammen mit Luisium, Georgium (Museum), Oranienbaum, Mosigkau und deren Parks ist es UNESCO-Welterbestätte.

Wörlitz - Schloss und Kirche am See
Bildrechte: Stadtmarketinggesellschaft Dessau-Roßlau mbH/Sebastian Kaps

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Schloss Wörlitz
Kirchgasse
06785 Oranienbaum-Wörlitz / OT Wörlitz

Öffnungszeiten
20. März bis 30. April
Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr
1. Mai bis 30. September
Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr
1. bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr
Der Park ist ganzjährig geöffnet.

Führungen:
Außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung zu gesonderten Konditionen möglich.

Eintritt:
6 Euro, Ermäßigt: 5 Euro

Salzlandkreis: Schloss Bernburg

"Die Krone Anhalts" – so hat der Maler und Schriftsteller Wilhelm von Kügelgen das Bernburger Schloss im 19. Jahrhundert bezeichnet. Auch heute noch liegt es wundervoll über der Saale, nur das Städtchen hat sich verändert, geprägt durch die größte Sodafabrik der Welt und durch zwei sehr unterschiedliche Gesellen: den schöngeistigen Fürsten Christian den Ersten (dessen Geschichte man hier entdecken kann) und Till Eulenspiegel, der stark mit dem Mittelalterlichen Bergfried des Schlosses verbunden ist. Tatsächlich soll Till Eulenspiegel hier einst auf dem Turm gewesen sein – so jedenfalls steht es in der 22. Historie des 1510 oder 1511 erschienen Buches. Der Turm kann besichtigt werden, die umfassende Sanierung des Schlosses dauert hingegen noch an.

Unbedingt anschauen sollte man die Schlosskirche, die der Künstler Moritz Götze aus Halle gestaltet hat. Fast gegenüber steht dazu noch eine Kunsthalle, in der wechselnde Ausstellungen stattfinden. Nicht zu vergessen: In Bernburg gibt es ein wundervolles Theater, das vor allem für Gastspiele genutzt wird.

Der Maler und Grafiker Moritz Götze steht in der Schlosskirche St. Aegidien an seinem Bilderzyklus mit biblischen Szenen aus Emailletafeln.
Seit 2016 ziert ein Bilderzyklus aus 320 Emaille-Tafeln des Künstlers Moritz Götze (hier mit im Bild) das Innere der Schlosskirche. Bildrechte: dpa

WEITERE INFORMATIONEN

Aktuell: Das Schlossmuseum ist wegen Baumaßnahmen geschlossen, es sollte bis Ende 2022 wieder eröffnet werden. Der Eulenspiegelturm ist jedoch zugänglich.

Adresse:
Schloss Bernburg
Schloßstraße 24
06406 Bernburg

Öffnungszeiten:
Aufstieg zum Eulenspiegelturm:
1. November bis 31. März / Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr, Freitag von 10 bis 13 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr 1. April bis 31. Oktober: Montag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr

Anfahrt:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Elbe-Saale-Bahn und Harz-Elbe-Express z.B. aus Güsten, Könnern, Köthen und Calbe. Mit dem Auto: Autobahn A14 Halle in Richtung Magdeburg bis Ausfahrt 10 (Bernburg / Güsten / Aschersleben). Von dort in Richtung Bernburg und über die Krumbholzallee in die Stadt. Alternativ über die Bundesstraßen B6n, B71 und B185 die in Bernburg zusammentreffen. PKW können gebührenfrei auf dem Schlosshof geparkt werden.

Mansfeld-Südharz: Schloss Oberwiederstedt

Schloss Oberwiederstedt ist ein ehemaliges Rittergut und heute Sitz der Novalis-Forschungsstätte für Frühromantikforschung. Das Novalis-Museum ist das einzige Literaturmuseum der Romantik in Sachsen-Anhalt. Es beherbergt in seiner Dauerausstellung Gemälde und Zeichnungen aus der Ahnengalerie der Familie von Hardenberg. Im Schloss werden außerdem wechselnde Ausstellungen rund um das Wirken des romantischen Dichters Georg Philipp Friedrich von Hardenberg und verschiedene Aspekte seiner Alltagswelt um 1800 präsentiert.

Bekannt ist Novalis wohl weniger durch seine Werke "Hymnen an die Nacht" oder "Heinrich von Ofterdingen", sondern durch die Blaue Blume, die für den Träumer und religiösen Schwärmer zur Quelle dichterischer Inspiration wurde und für die Allgemeinheit zu dem Symbol der Romantik. All das kann man in Führungen lernen, dazu noch, dass Novalis Bergbauer war und ihn nicht nur sein Beruf, sondern auch das Schloss (in dem er seinen Geschwistern Theater und Märchen vorspielte) inspirierte, dichterisch tätig zu werden.

Leider verschwanden spätestens mit der Enteignung 1945 alle originalen Schriften, Dokumente und auch das Mobiliar des Schlosses. Dennoch gibt es eine kleine Rarität zu sehen: das einzig erhaltene Porträt des Dichters. So bleibt der Romantiker, der selbst in seiner Literatur immer wieder die Natur verrätselt hat, selbst ein Rätsel – dem man aber im Schloss seiner Kindheit wunderbar nachspüren kann.

Ausstellungsraum der Novalisgedenkstätte im Schloss Oberwiederstedt in Wiederstedt
Das Novalis-Museum beherbergt in seiner Dauerausstellung Gemälde und Zeichnungen aus der Ahnengalerie der Familie von Hardenberg sowie unter anderem das Taufhäubchen des Dichters. Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

WEITERE INFORMATIONEN

Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum
Schloss Oberwiederstedt
Schäfergasse 6
06456 Arnstein OT Wiederstedt

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 16 Uhr

Anreise:
Schloss Oberwiederstedt liegt an der L 152 zwischen Hettstedt und Sandersleben. Von der A14 , aus nördlicher Richtung über die Ausfahrt Plötzkau, von Süden über die Ausfahrt Könnern, jeweils weiter über Alsleben und Sandersleben. Im Ort Wiederstedt links dem Wegweiser in die Schäfergasse folgen. Die nächstgelegenen Bahnstationen sind Sandersleben und Hettstedt.

Saalekreis: Burg Querfurt

Inmitten der hügeligen Landschaft des Saale-Unstrut-Tales, hoch oben neben der Stadt, thront die mächtige Burg Querfurt. Sie ist mit ihren fast 1.200 Jahren eine der ältesten Burgen Mitteldeutschlands, außerdem ist sie von allen die Größte: Burg Querfurt ist siebenmal größer als die Wartburg, mit drei Burgtürmen, zwei Ringmauern und einer romanischen Burgkirche ist sie deswegen (und weil sie sehr gut erhalten ist) ein Eldorado für Filmschaffende.

"Die zertanzten Schuhe" oder "Jorinde und Joringel" sind hier gedreht worden, der "1½ Ritter"-Film von Til Schweiger und vor allem die "Päpstin" und der "Medicus". Die Drehorte kann man besichtigen sowie im Filmmuseum die Kostüme und Requisiten anschauen. Im Burgmuseum kann eine silberne Ritterrüstung bestaunt werden. Außerdem interessant ist der unterirdische Gang der mittelalterlichen Adelsburg. Gastronomie ist vorhanden, und in der Burgkirche finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Orgelkonzerte statt.

In direkter Nachbarschaft zur Burg befindet sich das Kreisbauernmuseum "Alte Burgschäferei". Alte Landwirtschaftsmaschinen vom Lanz Bulldog bis zum ersten Mähdrescher-Typen der DDR sind dort genauso zu finden, wie ein mit Originalgegenständen eingerichtetes bäuerliches Wohnhaus. Wer etwas weiter fährt kommt nach Nebra, wo man die Himmelsscheibe gefunden hat – ein weiteres Ziel, um diesen Ausflugstag komplett zu machen. Die umfassende Sanierung der Wege und Plätze soll nun bis Jahresende abgeschlossen sein, so dass auch der Weihnachtszauber dort wieder stattfinden kann.

Blick auf die Anlage der Burg Querfurt
Seit dem 10. Jahrhundert hatte das einflussreiche, mit dem sächsischen Kaiser verwandte Adelsgeschlecht der Edlen Herren von Querfurt auf Burg Querfurt seinen Stammsitz.  Bildrechte: dpa

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Adresse:
Burg Querfurt
Burgring
06268 Querfurt

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr November bis März: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr Bauernmuseum: April bis Oktober, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 5 Euro ermäßigt: 3 Euro Kinder unter 6 Jahren: Freier Eintritt

Sehenswertes in der Nähe: Arche Nebra, Kloster Memleben, Lutherstadt Eisleben, Schloss Allstedt, Rostenstadt Sangerhausen, Geiseltalsee, Residenzstadt Merseburg, Freyburg (Unstrut) und Schloss Neuenburg, Goethe-Theater Bad Lauchstädt, Modellbahn Wiehe, Händelstadt Halle (Saale)

Burgenlandkreis: Schloss Neuenburg & Schloss Goseck

Schloss Goseck sieht weniger aus wie ein Märchenschloss, alles wirkt recht unfertig, denn viele Jahre verfiel das Gebäude. Seit 1998 aber päppelt ein Verein es wieder auf, außerdem hat er dort das "Europäische Musik- und Kulturzentrum" gegründet und organisiert nun viele Konzerte im Jahr, wie beispielsweise das Festival für mittelalterliche Musik "Montalbâne".

Dieses ist auch und vor allem auf dem nahegelegenen Schloss Neuenburg präsent: Dort ist die örtliche Winzervereinigung zuhause, denn die Gegend ist Weinbaugebiet. Gerade für Familien gibt es auf der Burg schöne Angebote: Kinder und Eltern dürfen sich hier als Ritter und Burgfräulein verkleiden. Sowohl Schloss Goseck als auch Schloss Neuenburg sind Stationen auf der "Straße der Romanik".

Rund um die beiden Schlösser gibt es weitere Ausflugsziele: Man kann durch das umliegende Weingebiet wandern und in kleinen Weinschenken einkehren. Außerdem liegt in Goseck das 7.000 Jahre alte Sonnenobservatorium. Übernachten kann man im nahegelegenen Freyburg. Oder in Naumburg – hier ist etwas mehr Leben in der Stadt und es gibt ein Theater und den Dom.

Luftbildaufnahme der Neuenburg in Freyburg an der Unstrut.
Seit dem 10. Jahrhundert hatte das einflussreiche, mit dem sächsischen Kaiser verwandte Adelsgeschlecht der Edlen Herren von Querfurt auf Burg Querfurt seinen Stammsitz.  Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Schloss Goseck
06667 Schloss Goseck

Öffnungszeiten:

Täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet

Adresse:
Schloss Neuenburg
Schloss 1
06632 Freyburg (Unstrut)

Öffnungszeiten:
April bis Oktober:
Museum in der Kernburg und Bergfried "Dicker Wilhelm": Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Kinderkemenate: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
November bis März:
Museum in der Kernburg: Dienstag von bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Bergfried "Dicker Wilhelm": geschlossen
Kinderkemenate: Dienstag bis Samstag von 13 bis 16 Uhr

Burgenlandkreis: Rudelsburg und Burg Saaleck

Gemächlich paddelnd auf der oberen Saale, bei der wohl schönsten Tagestour von Camburg nach Naumburg, kommt man an diesen beiden Burgen vorbei. Zwischen imposanten Felswänden sieht man die dicken Wehrtürme und das ruinenhafte Gemäuer der beiden berühmtesten Saaleburgen hoch oben aus den Bäumen ragen – strategisch positioniert, denn dies war einst eine militärische Anlage zur Absicherung der Grenze zwischen Franken und Sorben, die auf den Höhezügen entlang ging.

1171 wurde die Rudelsburg erstmals urkundlich erwähnt, im 17. Jahrhundert allerdings war sie bereits zur Ruine verwahrlost und ging deswegen als "schauriger Ort" in die Regionalliteratur ein. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg wieder rekonstruiert und beherbergt in der Kastellanlage heute eine Gaststätte. Der Innenhof bietet mit seinen alten Bäumen einen wunderschönen Platz zum Verweilen.

Nur ein paar hundert Meter weiter, etwas bergab, steht die bereits 1140 erbaute und recht winzige Burg Saaleck. Von ihr sind tatsächlich nur noch die Reste der Oberburg mit zwei runden Türmen erhalten – die fantastische Aussicht entschädigt hierfür aber mehr als genug.

Die Rudelsburg bei Bad Kösen
Die Rudelsburg liegt etwa 85 Meter über dem Südufer der Saale. Bildrechte: imago/NBL Bildarchiv

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Rudelsburg
Am Burgberg 33
06628 Naumburg OT Saaleck

Öffnungszeiten:
Ab April von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 20 Uhr

Turmbesteigung:
Erwachsene: 1 Euro Kinder: 50 cent

Adresse:
Burg Saaleck
Am Burgberg 32
06628 Naumburg OT Saaleck
Da die Burg von ehrenamtlichen Mitgliedern des Heimatvereins Saaleck e.V. betrieben wird, ist sie nur am Wochenende für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Es wir darum gebeten vorher unter 034463/27745 anzurufen.

Westsachsen: Burg Gnandstein

Eine Ritterburg wie im Märchen: Burg Gnandstein liegt mitten im Kohrener Land bei Altenburg, auf halber Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz. Hat man die 155 Stufen der Wendeltreppe des Burgturmes hinter sich gebracht, kann man den wunderbaren Ausblick genießen. Das tun auch gern Hochzeitspaare, die sich im mittelalterlichen Palais standesamtlich das Ja-Wort gegeben haben oder sich kirchlich trauen lassen in der romanischen Burgkapelle.

Überhaupt gilt die Burg als besterhaltene, romanische Wehranlage Sachsens. Die Kapelle beeindruckt mit ihren drei geschnitzten spätgotischen Flügelaltären aus der Werkstatt von Peter Breuer, einem Schüler des berühmten Bildhauers Tilman Riemenschneider. Das Burgmuseum vermittelt unter anderem einen Einblick in die historischen Wohnräume. Ein vielleicht unerwarteter Höhepunkt ist die Sammlung Groß, bestehend u. a. aus sakralen Plastiken, Gemälden, Meissener Porzellan und Schmuck aus dem 14. bis 20. Jahrhundert. Sie wurde dem Freistaat Sachsen 2004 von Margarete Groß geschenkt, der Nachfahrin einer Kaufmannsfamilie, die auch in Sachsen aktiv war.

Die Geschichte von Burg Gnandstein reicht weit zurück, bereits im 13. Jahrhundert gab es auf der Anhöhe eine Burganlage, die mehrfach umgestaltet wurde. Der Dreißigjährige Krieg im 17. Jahrhundert hatte für die Burg katastrophale Auswirkungen. Trotz ihrer Wehrhaftigkeit wurde sie von den Schweden zerstört. Angeboten werden auch im Herbst 2022 wieder Führungen, Ferienspaß für Kinder und Familientage unter dem Motto "Mittelalter hautnah" Ende Oktober.

Fremdenführer
Burg Gnandstein Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Burg Gnandstein
Burgstrasse 3
04654 Frohburg/OT Gnandstein

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag und feiertags, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
regulär 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 1 Euro

Gastronomie:
Es gibt ein Restaurant auf der Burg Gnandstein.

Anfahrt und Parken:
Mit der Buslinie 260 zur Haltestelle "Gnandstein". Nächster Bahnhof der DB ist Frohburg (ca. 8 km).
Ein Parkplatz befindet sich an der Gnandsteiner Hauptstraße 15.

Barrierefreiheit:
Die meisten Ausstellungsräume sind nur über Stufen zu erreichen.

Veranstaltungen:
25. September 2022, Führung: Sakrales zwischen Burg und Kirche
9. Oktober 2022, Öffentliche Burgführung
15. bis 31. Oktober, Ferienspaß für Königskinder
29./30./31. Oktober Familientag "Mittelalter hautnah"

Nordsachsen: Barockschloss Delitzsch

Auch wenn das eindrucksvolle Ensemble heute Barockschloss benannt wird, reicht seine Geschichte viel weiter zurück. Bereits die Slawen errichteten im Mittelalter eine hölzerne Burg dort, wo heute der Schlossgarten zum Spaziergang einlädt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden statt Holzburgen Gebäude aus Stein errichtet, das Schloss als Sitz der Verwaltung oder willkommene Station bei den Reisen der Wettiner genutzt.

Prägend für die äußere Gestalt bis heute war die Zeit des Barock. Ende des 17. Jahrhunderts ließ Herzog Christian I. das Schloss zum künftigen Witwensitz seiner Gemahlin ausbauen, so bekam es den Beinamen "Damenschloss". Schon 1691 trat der Trauerfall ein und die Witwe, Herzogin Christiana von Sachsen-Merseburg, bezog mit ihrem Hofstaat das Gebäude. Sie ließ den barocken Garten nach Versailler Vorbild anlegen. 1695 erhielt der 50 Meter hohe Hauptturm sein Erkennungszeichen, die sogenannte Welsche Haube, die noch heute Wahrzeichen von Delitzsch ist. Gar nicht damenhaft wurde das Schloss im 18. und 19. Jahrhundert genutzt: zunächst für das preußische Militär, das hier unter anderem eine Artillerieschule betrieb; später wurde es zum Frauenzuchthaus. Räuberinnen und Mörderinnen wurden hier bis 1926 inhaftiert.

Nach Jahren des Verfalls zu DDR-Zeiten wurde das Schloss eindrucksvoll wieder hergerichtet. Heute kann man im Delitzscher Schloss heiraten oder ein Instrument erlernen, die Kreismusikschule befindet sich in dem Gebäude. Im Museum kann man sich in vergangene Zeiten hineinversetzen, beim Blick in die prächtige Wohngemächer aus dem 18. Jahrhundert oder eine Schlossküche vermitteln einen Eindruck vom Leben damals.

Barockschloss Delitzsch in der Abendsonne
Barockschloss Delitzsch bei Leipzig in der Abendsonne Bildrechte: dpa

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Barockschloss Delitzsch
Schloßstraße 31
04509 Delitzsch

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10- 17 Uhr
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließzeit
montags geschlossen
Nur an einzelnen Feiertagen geöffnet, bitte vorher informieren.

Eintritt:
regulär 5 Euro, Ermäßigt 4 Euro

Anfahrt und Parken:
Auf der Strecke Leipzig–Dessau/Wittenberg bis zur Haltestelle "Unterer Bahnhof" fahren, von dort etwa 15 Minuten Fußweg duch die Innenstadt über Eilenburger Straße, Breite Straße und Schloßstraße.
Auf der Strecke Halle–Eilenburg bis zur Haltestelle "Oberer Bahnhof" fahren, von dort etwa 15 Minuten Fußweg über Körnerstraße, Bismarckstraße, Wallgraben, Breite Straße und Schloßstraße.
Parkplätze gegen Gebühr am Marktplatz, gebührenfreie Parkplätze vor dem Restaurant "Zur Schlosswache" (zeitlich begrenzt) und im Rosental, am Wochenende gebührenfreie Parkplätze vor dem Barockschloss

Barrierefreiheit:
Im Schloss sind sowohl das Erdgeschoss als auch andere Etagen ausschließlich über Treppen erreichbar. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte sich fünf Tage vor dem Besuch anmelden. Mithilfe eines Treppensteigers und des Personals können die aktuellen Ausstellungen besichtigt werden.

Veranstaltungen und Ausstellungen:
24. November 2022 bis 26. Februar 2023, Sonderausstellung "Aufbruch in die Moderne – Historismus in Delitzsch"

Mittelsachsen: Burg Mildenstein

Hoch über der Mulde wurde die Burg Leisnig – so hieß Mildenstein lange Zeit – im 10. Jahrhundert errichtet und ist damit eine der ältesten Burgen Sachsens. Die Anlage wurde immer wieder erweitert, was sich heute noch an den diversen Bauten erkennen lässt. 1148 verkaufte ein fränkischer Graf, dem die Burg durch Heirat zugefallen war, die Feste an Herzog Friedrich III., besser bekannt als Kaiser Barbarossa. Der erhob die Burg zum Reichsgut, womit sie Besitz der Krone wurde. Aus dieser Zeit stammt der Bergfried, der die anderen Gebäude mit 80 Metern Gesamthöhe überragt. Das Wahrzeichen der Anlage bietet einen wunderbaren Ausblick.

Später ging die Burg wieder in Familienbesitz über: Die Meißener Markgrafen bauten die Anlage für repräsentative Zwecke um, nutzen sie aber kaum. Mildenstein war bedeutungslos, bis Stanislaw Leszczynski, der gegen August den Starken opponierte, die Burg als Sitz erkor. Ab dem 18. Jahrhundert waren hier das Amtsgericht und der Kerker untergebracht. In dieser Zeit wurde auch der weitläufige Miruspark mit künstlichen Ruinen angelegt, der schon im 20. Jahrhundert Besucher anzog. Die alten Räumlichkeiten, allen voran der Rittersaal, wurden in jüngster Vergangenheit restauriert und geben Einblick in das mittelalterliche Leben.

Burg Mildenstein
Über der Mulde erhebt sich Burg Mildenstein. Bildrechte: Thomas Schlegel, Lunzenau

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Burg Mildenstein
Burglehn 6
04703 Leisnig

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
regulär 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 1 Euro

Anreise und Parken:
Vom Bahnhof Leisnig sind es ca. 15 Minuten Gehweg.
Parkplätze gibt es am Marktplatz, am Lindenplatz und am Schlossberg.

Barrierefreiheit:
Die romanische Kapelle und die Ausstellungsräume im Erdgeschoss zur Baugeschichte, zur Geschichte des Strafvollzuges und die große Hofküche sind für Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich. Eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden.

mit Kindern:
Für Kinder gibt es museumspädagische Angebote, Programm für Kindergeburtstage und Führungen in Gebärdensprache und lautbegleitenden Gebärden.

Veranstaltungen (Auswahl):
17. bis 18. September 2022, Ritter-Spektakulum
Bis 26. Oktober 2022, mehrere Termine, Kinderführung "Ritterzeit" - mit Pfeil und Bogen durch die Burganlage (5 bis 11 Jahre)
Bis 31. Oktober 2022, Sonderausstellung zu August dem Starken "Mythos August - Geschichte. Macht. Ihr."

Mittelsachsen: Schloss Rochlitz

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde das Schloss Rochlitz im Jahr 1009, als es in Brand gesteckt wurde. Damals stritten die Söhne des verstorbenen Burgherren, die Grafen Hermann und Ekkehard II., mit ihrem Onkel, Markgraf Gunzelin, um das Erbe. Ausgrabungen lassen vermuten, dass in Rochlitz bereits im 9. Jahrhundert eine befestigte slawische Siedlung war. Ab Mitte des 10. Jahrhunderts stand die Region unter deutscher Herrschaft und König Heinrich I. ließ die Burganlage und die Missionskirche erbauen. Seitdem wurde immer wieder erneuert, umgebaut und verändert. 1143 ging das Schloss Rochlitz an Konrad I. von Meißen und damit an das Haus Wettin, dem die Anlage bis zum 1918 gehörte.

Im 14. Jahrhundert erlebte die Region eine Blütezeit und die Burg wurde zu einer gotischen Schlossanlage, die später als Witwensitz genutzt wurde. So förderte die Herzogin Elisabeth von Rochlitz vom Schloss aus die Reformation. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebäude zu einem Jagdschloss umgebaut und zwischenzeitlich als Gericht genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zu DDR-Zeiten dort u.a. Gericht, Haftanstalt und ein Schulhort untergebracht. Ab 1960 wuchs das historische Interesse. Schließlich ging das Schloss 1995 in die sächsische Schlösserstiftung über, die das Gebäude für 16 Millionen Euro sanieren und restaurieren ließ.

Diese wechselvolle Geschichte wird nun im Museum erzählt. Im Zentrum steht die Zeit des Mittelalters und Wettiner-Herrschaft. Dafür setzt die Ausstellung nicht nur auf Objekte im Schaukasten, sondern versucht mit VR- und Mitmach-Angeboten zu glänzen und bietet somit ein umfangreiches Führungs- und Erlebnisangebot für Kinder, Familien und Erwachsene. Doch auch außerhalb der Burg hat Rochlitz einiges zu bieten, einen wunderbaren Blick auf die Mulde, an der man auch entlang spazieren kann.

Blick auf das Schloss in Rochlitz
An der Mulde gelegen: Schloss Rochlitz Bildrechte: MDR/Wiegand Sturm

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Schloss Rochlitz
Sörnziger Weg 1
09306 Rochlitz

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag und feiertags, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
regulär 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 1 Euro

Gastronomie:
Gibt es im Blümchen-Café.

Anreise und Parken:
Am besten kostenlos an der Uferstraße parken, wenige Gehminuten vom Schloss entfernt. Nach Rochlitz fährt auch ein Bus.

Barrierefreiheit:
Schloss Rochlitz ist aufgrund seiner historischen Bausubstanz nicht barrierefrei zugänglich. Es gibt Führungen in Gebärdensprache, für Blinde und Sehschwache und Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung.

Veranstaltungen AUswahl):
Es gibt ein umfangreiches Führungs- und Erlebnisangebot für Kinder, Familien und Erwachsene.

Mittelsachsen: Burg Kriebstein

So muss eine Ritterburg gelegen sein: Eindrucksvoll erhebt sich Burg Kriebstein auf hohen Felsen über einer Flussschleife der Zschopau. Die Anlage stammt aus der Spätgotik und wurde erbaut von Familie Beerwalde, der damals die Städte Waldheim und Hartha gehörten. Über die Jahrhunderte wechselten immer wieder die Besitzer, bis im 17. Jahrhundert die Familie Arnim übernahm und sie bis zur Enteignung 1945 sorgfältig instand hielt. So ist Burg Kriebstein trotz ihrer mittlerweile über 600 Jahre voll erhalten und gilt unter anderem auch deswegen als Sachsens schönste Ritterburg.

Für Besucher interessant ist vor allem der riesige Wohnturm, der sich vom Keller der Burg bis in die aus dem Mittelalter stammenden, historisch erhaltenen Dachgeschossanlagen erstreckt. Auch das "Kriebsteinzimmer" kann man bewundern: Hierbei handelt es sich um eine sehr gut erhaltene, farbig gefasste Bohlenstube aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. Von 1902 bis 1997 war das Zimmer ausgelagert im Königlichen Kunstgewerbemuseum Dresden, wo es die Weltkriege unbeschadet überstand.

Direkt im Städtedreieck Leipzig-Chemnitz-Dresden gelegen ist Burg Kriebstein für einen Tagesausflug gut erreichbar. Wer Lust hat, abseits der Burg noch die Gegend zu erkunden, kann eine kleine Rundwanderung unternehmen: Zunächst geht es hinab zur Talsperre Kriebstein (hier gibt es auch einen Kletterwald, einen Campingplatz sowie verschiedene gastronomische Angebote), dann fährt man mit dem Boot auf die andere Seite, und wandert durch lauschige Wälder und Felder zurück bis zur sich malerisch dahin schlängelnden Zschopau. Unterhalb der Burg kann man den Fluss über eine hölzerne Fußgängerbrücke überqueren und gelangt kurz danach zum Ausgangspunkt zurück.

Burg Kriebstein
Burg Kriebstein erhebt sich auf einem hohen Felsen an einer Flussschleife der Zschopau. Bildrechte: dpa

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Burg Kriebstein
Kriebsteiner Straße 7
09648 Kriebstein

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr

Eintritt:
regulär 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 1 Euro

Gastronomie:
Gibt es in der Burgschenke im Hungerturm.

Anreise:
Vom Bahnhof Waldheim (Sa) nach Kriebethal mit dem Bus (nur wochentags, noch 30 Min. Fußweg von Haltestelle zur Burg).
Von Chemnitz-Frankenberg-Mittweida nach Kriebstein (Zschopautaler) verkehrt ein Bus am Wochenende (noch ca. 10 Minuten Fußweg zur Burg). Mit dem Auto der touristischen Ausschilderung Burg Kriebstein/Talsperre Kriebstein folgen.

Barrierefreiheit:
Die Säulenhalle, die Brunnenstube und die Burgschänke sind barrierefrei zugänglich. Im Hof befindet sich ein behindertengerechtes WC.

Mit Kindern:
Für Kinder gibt es eigene Führungen und Gruppenangebote.

Mittelsachsen: Hubertusburg bei Wermsdorf

Auf der Autobahn A14 zwischen Leipzig und Dresden gibt es ein großes Hinweisschild: Tatsächlich ist auch Schloss Hubertusburg selbst nicht zu übersehen, wenn man sich Zeit für den Abstecher nach Wermsdorf nimmt. Es handelt sich um eines der monumentalsten Jagdschlösser Europas und Sachsens größtes Rokoko-Schloss. Offensichlich wollte August der Starke mithalten mit Versailles. Das Schloss war ein repräsentatives Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn. Groß gefeiert wurde die Vermählung mit der österreichischen Kaisertochter Maria Josepha 1719 mit Opern-Aufführungen, Festumzügen und Maskeraden. Einen Monat lang! Ans 300. Jubiläum erinnerte 2019 eine Schau, 360-Grad-Videoinstallationen zeigten den Besucher die alte Pracht. 1763 wurde auf Schloss Hubertusburg das Ende des Siebenjährigen Krieges besiegelt, der Sachsens Glanz völlig ruiniert hatte. Mehr als 85.000 Besucher kamen zur Ausstellung aus Anlass des 250. Jubiläums.

Die jüngere Geschichte als Landesgefängnis und Psychiatrie ist wenig glamourös, aber spannend. Sie lebt bis heute fort in den vielen unsanierten Gängen und dass auf beinah unheimliche Weise. 1838 eröffnete im Schloss ein Hospital. Wenig später eine Heilanstalt für geistig Kranke und – wie es hieß – "blödsinnige Kinder". Der Erhalt der Anlage stellt den Freistaat seit Jahren vor immer neue Herausforderungen. Ein Freundeskreis engagiert sich seit den 1990er-Jahren für die Rekonstruktion. Noch heute befindet sich am Rande des Schlossgeländes ein Krankenhaus. Die Nebengebäude des Schlosses werden teilweise vom Sächsischen Staatsarchiv und einem Museum über Karl Hans Janke genutzt. Einige Räume des Hauptgebäudes und die Kirche können sonntags bei sehr interessanten Führungen besichtigt werden. Auch die gestaltet der Freundeskreis Schloß Hubertusburg e.V..

Schloss Hubertusburg
Hubertusburg: eines der monumentalsten Jagdschlösser Europas und Sachsens größtes Rokoko-Schloss Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

WEITERE INFORMATIONEN

Adresse:
Schloss Hubertusburg
04779 Wermsdorf

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr

Führungen:
Ab sofort ist es möglich, Führungen durch einige Räume des Schlosses Hubertusburg in der Touristinformation der Gemeinde Wermsdorf nachzufragen.
Die Führungen finden in der Regel Sonntags statt.
Treffpunkt: Eingang zum Hauptschloss
Dauer: ca. 1 Stunde
Eintritt: 5,50 Euro pro Person

Touristinformation Wermsdorf
Altes Jagdschloss 1
04779 Wermsdorf

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr

Anreise:
Mit dem Auto A 14, Abfahrt Mutzschen
Mit der Bahn von Leipzig oder Dresden bis Oschatz oder Grimma (Busanbindung)
Mit dem Bus von den Bahnhöfen Grimma (630) HSt. Reckwitz oder Hirschplatz und Oschatz (801) HSt. Am Fasanenholz oder Am Strauß

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. September 2019 | 09:05 Uhr

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