Ein Mann stapelt Holz in eine Miete.
Das Innere der Holzmiete wird mit losem Holz vollgeworfen. Bildrechte: MDR Garten

Stapel-Anleitung Brennholz lagern: So bauen Sie eine Holzmiete

Torsten Siebert aus Chemnitz schichtet seit Jahren riesengroße Stapel aus Brennholz in seinem Garten auf. Inzwischen gibt er seine Erfahrungen im Hochstapeln an Interessierte weiter. Was Sie beim Bau einer Holzmiete beachten sollten, lesen Sie in dieser Anleitung.

Ein Mann stapelt Holz in eine Miete.
Das Innere der Holzmiete wird mit losem Holz vollgeworfen. Bildrechte: MDR Garten

Allgemeine Tipps rund ums Holzstapeln:

  • Nach oben hin sollte sich die Miete leicht nach innen neigen, damit das Bauwerk nicht einstürzt.
  • Holz sollte mindestens zwei Jahre lagern, bevor es verheizt wird.
  • Bauen Sie die Holzmiete so hoch, dass Sie alles gut erreichen können.
  • Ein Durchmesser von drei Metern ist ideal, so steht die Miete schön stabil. Je kleiner, desto instabiler ist das Gebilde.

1. Die Vorbereitung

Schaffen Sie eine gerade Fläche, damit der Holzstapel gut darauf stehen kann und später nicht in Schräglage gerät oder gar umkippt.

In einer Folie steckt ein Schraubenzieher an dem ein Strick gespannt wird.
Ein Schraubenzieher wird hier zum Zirkel. Bildrechte: MDR Garten

Unter jede Holzmiete gehört eine Unterlage, zum Beispiel eine Folie im gewünschten Durchmesser. Nutzen Sie einen Schraubenzieher, an dem ein Strick mit Stift befestigt wird, als Zirkel. Der Schraubenzieher wird mittig in die Folie gesteckt, der Strick gespannt und mit dem Folienstift ein Kreis gezogen, der in etwa der Größe der geplanten Miete entspricht. Damit sich auf der Folie kein Wasser sammelt und zu Fäulnis führt, werden mit einem Messer Löcher hineingestochen. Am Ende, wenn die Holzmiete steht, wird die überstehende Folie einfach mit einem Cuttermesser entfernt.

2. Der Aufbau

Legen Sie nicht ganz so dicke Holzscheite auf die aufgemalte Linie - quer zum Mittelpunkt. Das ist die Auflage des äußeren Ringes. Beginnen Sie nun zu stapeln, mit dem äußeren Ende auf die quer liegenden Holzscheite. Die Konstruktion wird sich später etwas nach innen neigen. Innerhalb des äußeren Rings wird ein innerer Ring gelegt. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass sich die Scheite eher in Richtung Mitte neigen. Äußerer und innerer Ring werden zeitgleich gestapelt. Legen Sie durchaus auch mal einen längeren Holzscheit auf, der den äußeren und inneren Ring miteinander verbindet. Das bringt Stabilität.

3. Das Aufstapeln und Vollwerfen der Holzmiete

Beim Aufstapeln des äußeren Ringes müssen die Holzscheite etwas überstehen. Nach einem halben Meter schauen Sie von weitem, und schlagen mit der Rückseite einer Axt die überstehenden Holzscheite ein, so dass eine schöne glatte Wand entsteht. Den entstehenden Hohlraum in der Mitte werfen Sie mit gehacktem Scheitholz voll.

4. Das Dach aus Holzscheiten

Wenn Sie die gewünschte Höhe erreicht haben, werfen Sie die Mitte so voll, dass sich ein Haufen auftürmt. Suchen Sie für den Dachüberstand etwas längere Holzscheite und lassen diese etwa zehn Zentimeter überstehen. Die Neigung des Daches sollte nicht zu steil sein. Legen Sie nun die Scheite als Holzschindel bis zur Spitze auf. Das Wasser kann so gut ablaufen. Das Holz sollte mindestens zwei Jahre lagern.

5. Abbau der Holzmiete

Mit dem Abbau beginnt man am besten an der Rückseite. Dadurch sieht die Vorderseite lange gut aus. So als ob Sie ein Stück aus einer Torte schneiden wollten, schaffen Sie eine Öffnung zur Mitte der Miete. Hat man sozusagen einen Zugang geschaffen, benutzt man das Scheitholz aus der Mitte des Stapels. Ist der doppelte Ring der Holzmiete als äußere Stütze gut gestapelt, bleibt er auch bis zum Schluss stehen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 07. Oktober 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2018, 08:30 Uhr