Verdi-Warnstreik Kein Flugbetrieb am Berliner Flughafen BER

Am Berliner Hauptstadtflughafen BER hat ein ganztägiger Warnstreik begonnen. Nach Angaben der Flughafengesellschaft fallen 300 Starts und Landungen aus. 35.000 Passagiere sind betroffen. Vier Flüge werden zu den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden umgeleitet.

Verdi-Streikposten vor Anzeigetafel am Flughafen Berlin BER
Alle Passagierflüge gestrichen: Ein Verdi-Streikposten vor einer Anzeigetafel am Berliner Flughafen BER. Bildrechte: dpa

Wegen eines Verdi-Warnstreiks steht seit dem Morgen der Passagierverkehr am Berliner Flughafen BER still. Wie die Flughafengesellschaft auf der Airport-Website mitteilte, sind über den ganzen Tag keine Passagierflüge möglich. Betroffene Reisende sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft über Umbuchungen und alternative Reisemöglichkeiten informieren.

"Warnstreik" steht auf dem Transparent, hinter dem sich Mitarbeiter des Sicherheitspersonal am BER versammelt haben 1 min
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Flughafengeselltschaft: Heute keine Starts und Landungen von Passagierfliegern

MDR AKTUELL Mi 25.01.2023 07:52Uhr 01:02 min

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300 Starts und Landungen fallen aus

Wegen des Warnstreiks am BER fallen nach Angaben der Flughafengesellschaft rund 300 geplante Starts und Landungen mit insgesamt 35.000 Passagieren aus. Vier Flüge werden zu den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden umgeleitet.

Ein Verdi-Sprecher bestätigte den Beginn des Warnstreiks am BER. Die Dienstleistungsgewerkschaft hat das Bodenpersonal sowie die Beschäftigten der Luftsicherheit, der Bodenverkehrsdienste und der Flughafengesellschaft aufgerufen, bis kurz vor Mitternacht die Arbeit niederzulegen. Ab 8 Uhr fanden sich die Streikenden vor dem Terminalgebäude zusammen. Nur vereinzelt kamen Fluggäste am BER an, die nicht rechtzeitig von den Ausfällen gehört oder von ihren Fluggesellschaften informiert worden waren.

500 Euro mehr Geld im Monat gefordert

Grund für den Warnstreik am Berliner Hauptstadtflughafen sind stockende Tarifgespräche. Verdi will durch den Arbeitskampf Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifrunden erhöhen, für die sich "in allen drei Bereichen bislang keine Lösung" abgezeichnet habe.

Die Gewerkschaft fordert in beiden Verhandlungen 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr. Die Arbeitgeber wollen unter anderem längere Vertragslaufzeiten. Für die Beschäftigten der Flughafengesellschaft wurde eine Einmalzahlung von bis zu 2.000 Euro angeboten. Verdi setzt aber auf Erhöhungen, die sich auch langfristig in den Tabellen wiederfinden.

MDR/dpa/AFP (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 25. Januar 2023 | 07:00 Uhr

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