Bundestagswahl 2021 Ministerium: Wahlserver nicht von Cyberangriff betroffen

Das Statistische Bundesamt ist wenige Tage vor der Bundestagswahl Ziel eines Cyberangriffs geworden. In dem Gebäude sitzt auch der Bundeswahlleiter, der die Bundestagswahl organisiert. Doch gibt das Bundesinnenministerium Entwarnung. Die Wahl am Sonntag sei nicht gefährdet.

Hauptsitz des Statistischen Bundesamtes, 2013 in Wiesbaden
Hauptsitz des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden, zu der auch der Bundeswahlleiter gehört. Bildrechte: dpa

Wenige Tage vor der Bundestagswahl ist das Statistische Bundesamt Ziel eines Cyberangriffs geworden. Das Bundesinnenministerium bestätigte entsprechende Medienberichte. Nach Angaben eines Sprechers war der interne Wahlserver der Behörde, deren Chef der Bundeswahlleiter ist, aber nicht betroffen. Für die Abstimmung am Sonntag drohe daher keine Gefahr.

Keine Hinweise auf einen Abfluss von Daten

Der Angriff hatte sich laut Sprecher gegen ein Netz gerichtet, dass Teil einer Entwicklung für den Zensus sei. Es sei vom Wahlserver aber "technisch und örtlich getrennt". Wer hinter der Attacke stecke, sei noch nicht bekannt. Außerdem habe das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bisher keinen Hinweis darauf, dass es eine Manipulation oder einen Datenabfluss gegeben habe.

Der Zensus ist eine statistische Erhebung, um zu ermitteln, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Das Magazin "Business Insider" hatte am Donnerstag zuerst über den Cyberangriff berichtet.

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Internetseite mit Mails lahmgelegt

Erst Ende August hatte dem "Business Insider" zufolge einen Angriff auf die Internetseite des Bundeswahlleiters gegeben. Dabei sei die Seite gezielt mit Anfragen bombardiert worden, bis sie überlastet gewesen sei. Ein Sprecher des Bundeswahlleiters teilte zu dem damaligen Vorfall lediglich mit, die Internetseite sei für wenige Minuten "störungsbedingt nur eingeschränkt erreichbar" gewesen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. September 2021 | 14:30 Uhr

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