MDR SACHSEN-ANHALT - Nachrichten

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Regierung einigt sich auf Alternative für Gasumlage

Die Bundesregierung will die steigenden Energiekosten mit einer Gaspreisbremse bekämpfen. Die eigentlich geplante Gasumlage ist damit vom Tisch, erklärte Bundeskanzler Scholz. Stattdessen wolle man nun einen Abwehrschirm spannen, mit dem Strom- und Gaspreise dramatisch sinken sollten. Die Kosten in Höhe von 200 Milliarden Euro sollen laut dem Kanzler durch neue Kredite finanziert werden. Bundeswirtschaftsminister Habeck sagte, damit würden noch größere Krisen abgewendet. Der Minister sprach mit Blick auf die Versorgungssicherheit von einer kritischen Situation und mahnte mehr Anstrengungen beim Energiesparen an, auch von privaten Haushalten. Unterdessen hat Sachsen-Anhalts Energieminister Willingmann das geplante Hilfspaket begrüßt. Private Haushalte und Unternehmen würden dadurch spürbar entlastet, so Willingmann. Er erwarte, dass der Abwehrschirm nun kurzfristig gespannt werde. Dies werde maßgeblich sein für die Beruhigung von Betroffenen und Märkten, erklärte der Minister weiter.


Wirtschaftsinstitute: Energiekrise belastet deutsche Wirtschaft

Die anhaltende Energiekrise belastet die deutsche Wirtschaft weiterhin schwer. Das geht aus der gemeinsamen Diagnose mehrerer Wirtschaftsinstitute hervor, an der auch das Leibniz-Institut in Halle beteiligt ist. Demnach wird für das kommende Jahr ein Einbrechen der Konjunktur erwartet. Die Experten rechnen also mit einem Wirtschaftsabschwung. Die Forscher betonten, das deshalb sowohl einkommensschwache Haushalte als auch Unternehmen auf weitere Unterstützung der Politik angewiesen sein. Die Inflation dürfte nach Einschätzung der Experten im kommenden Jahr die Marke von im Schnitt fast 9 Prozent erreichen. Erst im Jahr 2024 solle sich die Lage wieder normalisieren.


Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt auf neuem Rekord

Die Lebenshaltungskosten steigen von Monat zu Monat, - das war auch im September nicht anders. Aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes zufolge kletterten die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt auf ein neuerliches Rekordhoch. Sie seien um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Bei den Nahrungsmitteln waren die größten Preistreiber statistisch gesehen Speisefette und Speiseöle mit einem Plus von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Molkereiprodukte und Eier hätten um 30, Fleisch um knapp 20 Prozent zugelegt.


Debatte um Sonntagsöffnung

Die Pläne von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Schulze, die Öffnung von Geschäften an Sonntagen zu erleichtern, stoßen auf ein geteiltes Echo. Bei einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Landtags begrüßten vor allem Handelsverbände die in Aussicht gestellten Erleichterungen bei der Genehmigung von Sonntagsöffnungen in Innenstädten. Die Industrie- und Handelskammern nannten die Sonntagsöffnungen ein effektives Mittel, um Innenstädte zu beleben. Allerdings seien die Kriterien zur Sonntagsöffnung kompliziert, monierte die IHK. Kritik an dem Vorstoß des Wirtschaftsministeriums gab es von der Gewerkschaft ver.di. Auch die Kirchen hatten sich vorab skeptisch geäußert.


Bund der Steuerzahler kritisert geplante Budgeterhöhung

Die Pläne von Sachsen-Anhalts Regierungskoalition, Wahlkreismitarbeitern mehr Geld zu bezahlen, wird vom Bund der Steuerzahler scharf kritisiert. Die Pläne seien eine bodenlose Frechheit und müssten gestoppt werden, sagte der Landesvorsitzende Seibicke MDR Sachsen-Anhalt. Angesichts der Existenzängste vieler Bürger und Unternehmen seien die Pläne deplatziert und aus der Zeit gefallen. Die von der Regierungskoalition aus CDU,SPD und FDP geplante Budgeterhöhung würde nach internen Berechnungen knapp 600 000 Euro im Jahr kosten. Dabei würden unter anderem die Kilometerpauschale für Abgeordnete erhöht werden und Mitarbeiter der Politiker eine Gehaltsklasse aufsteigen.


Lotto unterstützt gemeinnützige Projekte

Lotto unterstützt mit mehr als 600.000 Euro 15 weitere gemeinnützige Projekte in Sachsen-Anhalt. Das hat der Aufsichtsrat der Lotto-Toto GmbH beschlossen. Der Löwenanteil geht an Vorhaben in der Stadt Halle und im Saalekreis. So wird beispielsweise der Hallesche Drachenbootverein mit 73.000 Euro unterstützt. Weiteres Geld wird unter anderem für den Olympiastützpunkt bei der Anschaffung von Sportgeräten bereitgestellt. Außerdem erhalten auch Kulturveranstaltungen Geld aus dem Lotto-Topf.


Memleben: Umrisse von Kirche Kaiser Otto II. in Memleben entdeckt

Bei der Grabung auf dem Gelände von Kloster und Kaiserpfalz in Memleben im Süden Sachsen-Anhalts ist erstmals die genaue Lage der Kirche von Kaiser Otto II. festgestellt worden. Projektleiter Helten von der Universität Halle erklärte, es sei eine ungewöhnlich große Kirche, vergleichbar mit den großen ottonischen Kirchen in Köln und Magdeburg. Zudem wurden Teile des Friedhofs sowie Funde aus vorgeschichtlichen Epochen wie Steinzeit, Bronzezeit und römische Kaiserzeit freigelegt. Diese würden die Bedeutung von Memleben als jahrtausende alten Siedlungsplatz belegen, so die Archäologen.


Ablenkung am Steuer: Hunderte Verstöße

Beim Autofahren kurz telefonieren oder etwas im Navigationsgerät eintippen - da ist man schnell mal abgelenkt. Die Folge können Unfälle sein. Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat deshalb vergangene Woche verstärkt Auto-, Lkw- und Radfahrer kontrolliert. Dabei wurden nach Angaben des Innenministeriums über 600 Verstöße festgestellt. Am häufigsten haben Autofahrer dabei auf ihr Handy geschaut - aber auch Radfahrer wurden erwischt. Innenministerin Zieschang erklärte, ein solches Verhalten erhöhe das Risiko eines Unfalls um ein Vielfaches. Die Polizei werde deshalb weiter kontinuierlich kontrollieren.


Mit Axt: Schwerer Raub in Ballenstedter Apotheke

In Ballenstedt hat ein maskierter Mann mit einer Axt eine Apotheke überfallen und verschreibungspflichtige Medikamente geraubt. Der Mann habe die Apotheke betreten, und die Herausgabe eines starken verschreibungspflichtigen Schmerzmittels gefordert, teilte die Polizei mit. Nachdem er die Medikamente erhalten habe, sei er geflüchtet. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Der Täter sei bisher nicht ermittelt worden, es werde weiter ermittelt.

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