Pandemie Diese Corona-Regeln gelten seit 22. November in Sachsen

In Sachsen gelten seit dem 22. November neue Corona-Regeln. MDR SACHSEN fasst die aktuellen Eckpunkte der sächsischen Corona-Notfall-Verordnung zusammen. Sie gilt bis einschließlich 12. Dezember. Neben Schließungen verschiedener Branchen sieht die Verordnung auch zahlreiche Einschränkungen für Ungeimpfte vor.

2G Corona Schild am Einkaufscenter
Aufgrund der dramatischen Entwicklung des Infektionsgeschehens in Sachsen gilt im Einzelhandel die 2G-Pflicht. Bildrechte: imago/CHROMORANGE/dpa

Die Regeln seit 22. November von A bis Z

Alkoholverbot

Die Landkreise und Kreisfreien Städte sind verpflichtet, ein umfassendes oder auf bestimmte Zeiten beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums auf bestimmten öffentlichen Plätzen oder in bestimmten öffentlich zugänglichen Einrichtungen zu erlassen. Die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken ist dort nur in mitnahmefähigen und verschlossenen Behältnissen erlaubt. Die betroffenen Orte werden per Allgemeinverfügung von den Landkreisen und kreisfreien Städten festgelegt.

Arbeit (3G, Homeoffice, Saisonarbeit)

3G-Pflicht am Arbeitsplatz

Die 3G-Regelung am Arbeitsplatz wird durch den Bund geregelt. Sie ist Bestandteil des neuen Infektionsschutzgesetzes* und soll am 24. November im Kraft treten.

*Liegt noch nicht im Wortlaut vor.

Homeoffice-Pflicht

  • Arbeitgeber müssen Homeoffice / mobiles Arbeiten anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen
  • Voraussetzung: Büroarbeit oder vergleichbare Tätigkeiten
  • Beschäftigte haben Angebot anzunehmen, wenn keine Gründe entgegenstehen

Testpflicht in Alten-und Pflegeheimen

  • täglich für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen* in

a) Alten- und Pflegeheimen
b) ambulant betreuten Wohngemeinschaften
c) Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen
d) Krankenhäusern und Rehakliniken
e) stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
f) ambulanten Pflegediensten
g) Tagespflegeeinrichtungen

Ausgenommen sind Beschäftigte, die keinen Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern, betreuten Personen, Patientinnen und Patienten sowie zu Personal mit pflegerischen, betreuenden oder behandelnden Tätigkeiten haben.

*Gilt auch für Geimpfte und Genesene.

Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette, die von Covid-19 verursachte Antigene nachweisen kann (gestellte Szene)
Ob man das Coronavirus in sich trägt, lässt sich in der Regel mit einem Test nachweisen. Bildrechte: dpa

Saisonarbeiter

Regelungen für folgende Betriebe:

  • mehr als zehn Beschäftigte
  • Beschäftigung von Saisonarbeitenden aus dem Ausland für mindestens drei Wochen
  • Unterbringung der Saisonarbeitenden in Gemeinschaftsunterkünften


Das muss beachtet werden:

  • Anmeldung der Saisonarbeitenden bei Behörden durch Betrieb 48 Stunden vor Arbeitsbeginn
  • Nachweis eines tagesaktuellen negativen Tests bei Arbeitsbeginn oder Bezug der Gemeinschaftsunterkunft
  • Auf behördliche Anordnung sind weitere Tests durchzuführen.


Besuche in Heimen, Kliniken und Co.

Regeln für folgende Einrichtungen*:

  • Alten- und Pflegeheime
  • ambulant betreute Wohngemeinschaften
  • Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen
  • Krankenhäuser und Rehakliniken
  • stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Eine Pflegerin und eine Bewohnerin des Pflegeheims schauen zusammen aus einem Fenster eines Pflegeheims.
Zu Beginn der Corona-Pandemie waren Pflegeheime teilweise über Wochen für Besucher gesperrt. Inzwischen müssen die Einrichtungen die Besuchsmöglichkeit von Angehörigen aufrecht erhalten. Bildrechte: dpa


Das sind die Voraussetzungen:

  • Hygienekonzept (mit Regelung zur Besucheranzahl und Kontaktnachverfolgung)
  • tagesaktueller, negativer Corona-Test für Besucherinnen und Besucher (auch vor Ort möglich, auch für Geimpfte und Genesene).
  • FFP2-Maskenpflicht für Personal, Bewohnerinnen und Bewohner, Besucherinnen und Besucher; OP-Masken für Geimpfte und Genesene
  • Ausnahmen für Sterbebegleitung möglich


Testpflicht am Arbeitsplatz:

  • täglich für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen** in

a) Alten- und Pflegeheimen
b) ambulant betreuten Wohngemeinschaften
c) Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen
d) Krankenhäusern und Rehakliniken
e) stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
f) ambulanten Pflegediensten
g) Tagespflegeeinrichtungen

Ausgenommen sind Beschäftigte, die keinen Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern, betreuten Personen, Patientinnen und Patienten sowie zu Personal mit pflegerischen, betreuenden oder behandelnden Tätigkeiten haben.

**Gilt auch für Geimpfte und Genesene.


*Einrichtungen müssen Besuchsmöglichkeiten aufrechterhalten. Entsprechende Regeln dafür sind der aktuellen regionalen Infektionslage anzupassen und müssen in einem angemessenen Verhältnis zwischen dem Schutz der Versorgten und deren Persönlichkeits- und Freiheitsrechten stehen. Hygienekonzepte dürfen nicht zur vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen.


Erfassung und Überwachung des Impfstatus in Alten- und Pflegeheimen:

  • Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen müssen ihrem Arbeitgeber Auskunft über ihren Genesenen- bzw. Impfstatus (inklusive Auffrischungsimpfung) geben
  • Bewohnerinnnen und Bewohner müssen Auskunft über ihren Genesenen- bzw. Impfstatus (inklusive Auffrischungsimpfung) geben
  • Die Träger sind verpflichtet, die Daten über den Impfstatus der Beschäftigten und der Bewohnerinnen und Bewohner jeden Mittwoch an das Gesundheitsministerium und die Kassenärtliche Vereinigung Sachsen (KVS) zu melden.

Cornelia Herrmann unterrichtet Schüler.
Schule in Corona-Zeiten: Maskenpflicht und Abstand halten gehören inzwischen zum Alltag dazu. Bildrechte: dpa

Bildung (Schule, Kita, Hochschulen und außerschulische Bildung)

Schule

  • Öffnung aller Schulformen
  • Im Zeitraum 22. – 28. November können Schulleiterinnen und Schulleiter von Grundschulen, eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Klassen festlegen.
  • Ab 29. November gilt eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Klassen und Bezugspersonen in Grundschulen. In Einrichtungen der Kindertagespflege kann uneingeschränkter Regelbetrieb stattfinden.
  • Aufhebung der Schulbesuchspflicht: Schülerinnen und Schüler können durch die Erziehungsberechtigten von der Präsenzbeschulung schriftlich abgemeldet werden. Ein Anspruch auf häusliche Beschulung besteht in dem Fall nicht. Es können aber häusliche Lernzeiten angeordnet werden.
  • Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen sowie Lehrer dreimal wöchentlich, sonst Zutrittsverbot in Gebäuden. Geimpften und Genesenen wird die Testung dringend empfohlen. Der erste Testnachweis pro Kalenderwoche muss direkt beim Zutritt zum Gelände vorgelegt werden.
  • Maskenpflicht in Schulgebäuden und im Unterricht ab Klassenstufe 5
  • Schutzmaßnahmen wie zeitlich begrenzter Wechselunterricht oder temporäre Schulschließung können vom Kultusministerium angeordnet werden, wenn lokale Ausbrüche stattfinden. Bei temporärer Schließung von Grundschulen besteht für Schüler, deren Eltern bestimmten Berufen angehören, Anspruch auf Notbetreuung.
  • außerschulische Aktivitäten nur sehr eingeschränkt möglich
  • Betretungsverbot für Corona-Infizierte, Personen mit typischen Krankheitssymptomen (Atemnot, neu auftretender Husten, starker Schnupfen, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust) und Personen mit Kontakt zu Corona-Infizierten
  • Reinigung regelmäßig genutzter Oberflächen, Geräte und Räume
  • regelmäßiges Lüften, spätestens 30 Minuten nach Unterrichtsbeginn
  • Dokumentation aller Personen, die länger als zehn Minuten ein Schulgebäude betreten, zur Kontaktnachverfolgung

Kita

  • Ab 29. November gilt eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen. Wenn es die personelle Situation zulässt, können Kitas Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen vollumfänglich betreuen.
  • Betretungsverbot für Corona-Infizierte, Personen mit typischen Krankheitssymptomen (Atemnot, neu auftretender Husten, starker Schnupfen, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust) und Personen mit Kontakt zu Corona-Infizierten
  • Maskenpflicht auf dem Gelände und in der Kita, Kinder und Personal während der Betreuung ausgenommen.
  • Reinigung regelmäßig genutzter Oberflächen, Geräte und Räume
  • Kontaktnachverfolgung

Berufsgruppen mit Anspruch auf Notbetreuung

Gesundheitsversorgung und Pflege

- Arztpraxen
- Krankenhäuser
- Apotheken
- Labore
- stationäre Einrichtungen für Pflege, Reha, Eingliederungshilfe
- ambulante Pflegedienste
- Wirtschafts-, Versorgungs- und Reinigungspersonal, welches überwiegend in und für die genannten Einrichtungen tätig ist

Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

- Berufsfeuerwehr, freiwillige Feuerwehr, sofern Tagesbereitschaft besteht
- Rettungsdienst
- Katastrophenschutz
- Polizeivollzugsdienst

Justizwesen

- Justizvollzug (betriebsnotwendiges Personal)
- Gerichte
- Staatsanwaltschaften

Bildung und Erziehung

- Personal zur Sicherstellung der Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Schulen
- stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Kindergartenkinder sitzen an einem Tisch in einer Kindertagesstätte.
Kitas sollen weiterhin geöffnet bleiben - auch wenn die Inzidenzen ansteigen. Das hat das sächsische Kultusministerium entschieden. Bildrechte: dpa

Hochschulen

  • Hochschulunterricht ist möglich.
  • Kontakterfassung bei Präsenzveranstaltungen erforderlich
  • Zutritt mit Geimpft-, Genesenen- oder Test-Nachweis (3G)

Hörsaal Studentenreihen
Mit Maske im Hörsaal: Monatelang durften Studierende die Universitäten und Hochschulen in Sachsen nicht betreten. Nun kann wieder in Präsenz studiert werden. Bildrechte: dpa

Aus-, Fort-, Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen, Integrationskurse sowie ähnliche Einrichtungen, Volkshochschulen:

Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen und Erwachsenenbildung, ähnliche Einrichtungen sowie Volkshochschulen, Kunst-, Musik- und Tanzschulen sind geschlossen.

Ausnahmen:

  • vorbereitender Unterricht in Kunst-, Musik- und Tanzschulen für Personen, die vor einer für die weitere Ausbildung ausschlaggebenden Prüfung stehen, im kommenden Jahr ein Studium aufnehmen oder die an internationalen oder nationalen Wettbewerben teilnehmen werden
  • Angebote für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren

Dienstleistungen

  • Die Ausübung und die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen, die nicht medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen, sind verboten.
  • Ausnahme: Friseure und Bartpflegedienstleister (Öffnung für Geimpfte und Genesene)
  • Fahrschulen, Bootsschulen, Flugschulen sowie vergleichbare Einrichtungen und Angebote dürfen für Schülerinnen und Schüler, die geimpft oder genesen sind, öffnen (2G). Unterrichtende müssen geimpft, genesen oder getestet sein (3G).
  • Verboten ist die Öffnung von Reisebüros, Versicherungsagenturen, Vermögensberatungsbüros, Unternehmensberatungsbüros, Finanzdienstleistungsbüros mit Ausnahme der Banken und Sparkassen
  • Prostitution ist verboten

Eine Kundin bekommt im Pony Club Neuhausen die Haare gefärbt. Friseure dürfen in Bayern ab dem 01.03.2021 nach coronabedingter wochenlanger Schließung unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen.
Friseurtermine sind nur noch für Geimpfte und Genesene möglich. Andere körpernahe Dienstleistungen müssen schließen. Bildrechte: dpa

Freizeit

Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.

Ausnahmen, die unter 3G öffnen dürfen:

  • Bibliotheken
  • Außenbereiche von Zoos und Tierparks

Eingangsportal des Zoo Leipzig
Tierparks dürfen nur noch ihre Außenanlagen öffnen. Bildrechte: imago images / PicturePoint

Gastronomie

Gastronomiebetriebe dürfen öffnen. Bars sind geschlossen.

Es gelten folgende Voraussetzungen:

  • Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (2G)
  • Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr
  • Kontakterfassung
  • gilt nicht für

a) Angebote, die für die Versorgung obdachloser Menschen erforderlich sind,
b) die Bewirtung von Fernbusfahrerinnen und Fernbusfahrern sowie Fernfahrerinnen und Fernfahrern, die beruflich bedingt Waren oder Güter auf der Straße befördern und dies jeweils durch eine Arbeitgeberbescheinigung nachweisen können,
c) nichtöffentliche Personalrestaurants und nichtöffentliche Kantinen und Mensen.
d) Bewirtung von Gästen in Beherbungsbetrieben

  • keine zeitliche Beschränkung für Lieferangebote und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken

Die Aufschrift «2G - bitte Nachweise unaufgefordert vorzeigen - Danke» ist auf dem Aufsteller eines Restaurants zu lesen.
In Sachsen gilt in Restaurants eine 2G-Pflicht. Gäste müssen ihren Nachweis über Corona-Impfung oder Genesung vorlegen. Bildrechte: dpa

Geöffnete Geschäfte

  • Einzelhandel darf öffnen.


Das sind die Voraussetzungen:

  • Erstellung eines Hygienekonzepts
  • Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln
  • Maskenpflicht
  • Zugang für Kunden nur mit Geimpft- oder Genesenen-Nachweis (2G)
  • Öffnungszeiten sind auf 6 bis 20 Uhr begrenzt
  • Begrenzung der Kundenzahl (bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde pro zehn Quadratmeter, auf Flächen darüber hinaus zusätzlich ein Kunde pro 20 Quadratmeter)
  • Click&Collect ist ohne zeitliche Einschränkung möglich


Ausnahmen von der 2G-Regel und den eingeschränkten Öffnungszeiten:

  • Lebensmittelhandel
  • Tierbedarf
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Sanitätshäuser
  • Babyfachmärkte
  • Orthopädieschuhtechniker
  • Optiker
  • Hörgeräteakustiker
  • Ladengeschäfte des Zeitungsverkaufs
  • Tankstellen
  • Großhandel für Gewerbetreibende

Corona Lockerung Öffnung Außengastronomie Chemnitz
Im Einzelhandel gelten nun eine 2G-Pflicht und eingeschränkte Öffnungszeiten. Bildrechte: Harry Härtel

Hot-Spot-Regelung

Überschreitet die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer Kreisfreien Stadt den Schwellenwert von 1.000, gilt ab dem nächsten Tag eine erweiterte Ausgangsbeschränkung (Ausgangssperre) täglich von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags.
Ausnahmefälle zum Verlassen der Wohnung:

  • Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • die Ausübung beruflicher, hochschulischer oder schulischer Tätigkeiten und kommunalpolitischer Funktionen
  • die Wahrnehmung des notwendigen Lieferverkehrs, einschließlich Brief- und Versandhandel
  • Fahrten von Feuerwehr-, Polizei-, Rettungs- oder Katastrophenschutzkräften zum jeweiligen Stützpunkt oder Einsatzort
  • der Besuch von Ehe- und Lebenspartnern sowie von Partnern von Lebensgemeinschaften, hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen und die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • die Inanspruchnahme medizinischer, psychosozialer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen sowie der Besuch Angehöriger der Heil- und Gesundheitsberufe, soweit dies medizinisch erforderlich ist oder im Rahmen einer erforderlichen seelsorgerischen Betreuung
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis
  • Versorgung von Tieren
  • die Jagd zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest


Gilt nicht für Geimpfte und Genesene.

Wenn der Schwellenwert von einer Inzidenz von 1.000 an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird, tritt die Ausgangsbeschränkung am nächsten Tag außer Kraft.


Kirche und Religion

Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung sind erlaubt unter folgenden Bedingungen:

  • Zutritt nur mit Geimpft-, Genesenen- oder Test-Nachweis (3G)
  • Hygienekonzept

Besucher sitzen zu Beginn des Gottesdienst an Heilig Abend im Kirchenschiff der Frauenkirche auf ihren Plätzen.
Die Religionsausübung ist unter 3G-Bedingungen erlaubt. Bildrechte: dpa

Kontaktbeschränkungen (private Treffen und Feiern)

Grundsätzlich gilt:

  • Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf das absolut nötige Minimum reduzieren.
  • Zahl der zulässigen Kontakte möglichst konstant und klein halten
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen halten


Empfehlungen:

  • regelmäßige Händehygiene
  • Vermeidung des Hand-Gesicht-Kontakts
  • regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen
  • Nutzung der Corona-Warn-App
  • Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Raum

Regeln für Kontakte

  • Zusammenkünfte mit Personen des eigenen Hausstandes, der Partnerin oder dem Partner und Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht, sind möglich.
  • Treffen und Feiern mit maximal einer weiteren Person eines anderen Hausstandes
  • Kinder unter 16 Jahren sowie Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.
  • Sitzungen von Gremien und Parteien sind untersagt mit Ausnahme von zwingend gesetzlich vorgeschriebenen Sitzungen, die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht online durchgeführt werden können.

Große Familie sitzt um einen runden Tisch
Mit wie vielen Personen aus verschiedenen Hausständen ein Treffen möglich ist, hängt vom Impftstatus der Beteiligten ab. Bildrechte: Colourbox.de

Kultur

Kultureinrichtungen sind geschlossen.


Maskenpflicht

Hier gilt die Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung:

  • im öffentlichen Raum unter freiem Himmel, wenn sich Menschen begegnen
  • wenn Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann

Hier gilt die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken:

  • in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, Betrieben, Läden, Angeboten, Behörden und Gerichten, sofern es sich um öffentlich zugängliche Verkehrsflächen handelt
  • bei der Schülerbeförderung
  • für Handwerker und Dienstleister in und vor den Räumlichkeiten der Auftraggeber, sofern dort andere Personen anwesend sind
  • bei körpernahen Dienstleistungen für die Kunden und Dienstleister
  • für die Beschäftigten bei ambulanten Pflegediensten sowie der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen

Hier gilt die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken* (oder vergleichbar, ohne Atemventil):

  • in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi, ...)*
  • für die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste sowie der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung bei der Ausübung der Pflege und Behandlung
  • beim Besuch von Tagespflegeeinrichtungen
  • für Personal und Besuchende in Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer Menschen mit Behinderung oder pflegebedürftiger Menschen


*Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren müssen nur einen einfachen medizinischen Mundschutz tragen.


Ausnahmen:

  • bei der "Fortbewegung ohne Verweilen" (z. B. Radfahren) und sportlicher Betätigung
  • für Kinder unter sechs Jahren
  • für Kinder unter zehn Jahren in Fußgängerzonen und auf Spielplätzen
  • für Menschen mit Behinderung, die nicht zum Masketragen in der Lage sind
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit ihnen kommunizieren, sowie Begleitpersonen
  • Befreiung durch ein ärztliches Attest


FFP2-Schutzmaske und Alltagsmaske auf einem Tisch
Zu den medizinischen Gesichtsmasken zählen sogenannte OP- und FFP2-Masken. Bildrechte: imago images / Christian Ohde

Sport

Fitnessstudios und sonstige Sportanlagen und Sporteinrichtungen sind geschlossen.

Ausnahmen:

  • medizinisch notwendige Behandlungen
  • Sportunterricht
  • Dienstsport
  • sportwissenschaftliche Studiengänge
  • Berufs-, Profi- und Spitzensport
  • Schwimmkurse
  • Breiten- und Vereinssport für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren


Die geöffneten Angebote dürfen unter 3G (geimpft, genesen, getestet) und mit Kontakterfassung genutzt werden.

Sportschuhe, Basketball und eine Mund-Nasenmaske.
Für die Ausübung von Sport gibt es eine Ausnahme für Kinder und Jugendlich unter 16 Jahren. Bildrechte: imago images/HMB-Media

Testpflicht / Geimpft- oder Genesenennachweis

Ausnahmen von der 2G-Regelung:

  • Kinder unter 6 Jahren oder die, die noch nicht eingeschult wurden
  • Geimpft- oder Genesenennachweis kann durch einen Test ersetzt werden, wenn:

a) die verpflichtete Person das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder
b) für die verpflichtete Person aus gesundheitlichen Gründen keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen wurde.

  • Sollte das Personal in der Einrichtung, die der 2G-Pflicht unterliegt, nicht komplett geimpft sein, kann dieses mit der Vorlage eines tagesaktuellen negativen Tests und dem Tragen einer medizinischen Maske trotzdem arbeiten.
  • für Lehrveranstaltungen und Prüfungen der Integrationskurse, Hochschulen, der Berufsakademie Sachsen, Aus-, Fort- und Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen, sowie ähnlichen Einrichtungen, Volkshochschulen, Kunst-, Musik- und Tanzschulen im Innenbereich kann der Impf- oder Genesenennachweis durch einen Testnachweis ersetzt werden.

Was ist ein Schnelltest?

Ein Schnelltest ist ein Antigenschnelltest. Er wird von fachkundigem Personal durchgeführt und muss vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sein. Bei einem positiven Testergebnis muss ein PCR-Test zum Nachtesten durchgeführt werden und die Person muss in Quarantäne.

Was ist ein PCR-Test?

Mithilfe eines PCR-Tests wird die Erbsubstanz des Virus in einem Labor nachgewiesen. Bei einem positiven Testergebnis muss die Person in Quarantäne.


Tourismus (Camping, Ferienwohnungen und Hotels)

Die Durchführung, Öffnung oder Überlassung zu touristischen Zwecken ist verboten für:

  • kommerzielle und gewerbliche Reisen
  • Bus- und Bahnfahrten, auch im Gelegenheits- sowie Linienverkehr
  • Beherbergungen
  • Camping- und Caravaningplätzen
  • Ferienwohnungen


Für Dienstreisen (nicht-touristische Beherbung) ist ein Geimpft-, Genesenen- oder Test-Nachweis (3G) und die Kontakterfassung Pflicht.

Klingel und Zimmerschlüssel an einer Rezeption
Touristische Beherbungen sind untersagt. Bildrechte: imago/imagebroker

Veranstaltungen (öffentliche Feiern, Großveranstaltungen)

Großveranstaltungen, Veranstaltungen und Feste insbesondere Messen, landestypische Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte sind verboten.

Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands mit dem größten Schwibbogen der Welt: Striezelmarkt in Dresden 2019
Weihnachtsmärkte können auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Bildrechte: IMAGO / Sylvio Dittrich

Versammlungen laut Versammlungsgesetz / Demonstrationen

Unter freiem Himmel sind Versammlungen grundsätzlich zulässig.

Voraussetzungen:

  • maximal 10 Teilnehmende
  • nur ortsfest
  • Geimpfte oder genesene Personen zählen mit.


Versammlungen mit mehr als der angegebenen Personenzahl können im Einzelfall genehmigt werden, wenn es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Menschen mit Mund- und Nase-Maske stehen hinter leeren Stühlen verschiedener Gaststätten
Versammlungen sind weiterhin möglich. Es gelten jedoch Einschränkungen. Bildrechte: Bernd März

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 21. November 2021 | 19:00 Uhr

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