Erfurt Neuer Name für das Nettelbeckufer? Runder Tisch geplant

Mit einem Runden Tisch will die Stadt Erfurt in der Frage "Neuer Name für das Nettelbeckufer?" vorankommen. Interessierte können sich nun bei der Stadt bewerben, wie Moderator Torben Stefani auf Facebook mitteilte. Im nächsten Amtsblatt solle ein entsprechender Aufruf veröffentlicht werden.

Ein Straßenschild mit der Aufschrift Nettelbeckufer.
In Erfurt wird derzeit diskutiert, ob das Nettelbeckufer umbenannt werden sollte. Bildrechte: MDR/Martin Moll

Geplant sei, jeweils drei Befürworter und Gegner der Umbenennung an einen Tisch zu bringen. Das Thema solle auf eine neutrale Basis gebracht werden, so Stefani. Wann der Runde Tisch zusammenfinden soll ist noch unklar.

Nettelbeckufer: Stadtrat für einen Runden Tisch

Der Stadtrat hatte sich angesichts einer emotional und heftig geführten öffentlichen Diskussion im April für einen Runden Tisch ausgesprochen. Die Initiativen "Schwarze Menschen in Deutschland" und "Decolonize Erfurt" setzen sich dafür ein, dass die Straße umbenannt wird. Joachim Nettelbeck (1738 - 1824) war als Seefahrer auch in den Sklavenhandel verstrickt. Er galt als Unterstützer früher Kolonialbestrebungen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 03. August 2021 | 08:30 Uhr

47 Kommentare

Britta.Weber vor 7 Wochen

@Anita, Sie haben diese Posse doch vehement verteidigt- das macht nur Sinn, wenn Sie für die Umbennung sind. Sollten Sie die Umbenennungen wie diese ablehnen, dann bitte ich um Entschuldigung.
Wo der Journalist (aus dem Libanon kommend) beschäftigt ist, ist irrelevant. Das ist ein Artikel, der relativierende promuslimische Ausführungen über ein abscheuliches Verbrechen Mohammeds enthält. Um neue wissenschaftliche Erkenntnisse geht es in dem Artikel eher nicht- der Fall ist historisch weitgehend klar.

Anita L. vor 7 Wochen

Werte Britta.Weber,

erstens habe ich Sie oben schon gefragt, an welcher Stelle ich eine Umbenennung fordere, unterstellen Sie mir bitte nicht irgendetwas, das so nicht stimmt.

Zweitens ist der vom MDR verlinkte Beitrag alles andere als eine Rechtfertigung des Geschehenen; im ist der "Journalist" der Sendereihe Professor für Sprache und Kultur des Nahen Ostens an der Harvard Universität. Sie dürfen sehr gern mit ihm in eine wissenschaftliche Auseinandersetzung treten, er ist an Ihren Erkenntnissen zum Thema garantiert interessiert.

Drittens stehen auch Ihnen alle Wege offen, eine Umbenennung der Moschee in Ihrem Ort zu fordern. Wie ich an anderer Stelle bereits einem Mitforisten erklärt habe, besteht für uns Dresdner Bürger die Möglichkeit einer Petition und das gibt es in Ihrer Stadt ganz bestimmt auch.

Britta.Weber vor 7 Wochen

@Aanita, ich meinte, wenn Sie Anhänger der Umbennenung wegen Sklavanhandels sind, warum dann nicht auch bei Mohammed?
@MDR-Tram, der Beitrag im Deutschlkandfunk soll die Gräuel abmildern oder rechtfertigen- keine Sternstunde des Journalismus.

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